Junge Informatik-Studenten forschen

Hessisches Kultusministerium

30 Schulen erhalten Gütesiegel für Berufs- und Studienorientierung

Mit dem Gütesiegel werden Schulen ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Berufs- und Studienorientierung in herausragender Weise profiliert haben.

Allen Beteiligten wurde in diesem Zertifizierungsverfahren 2019/20 ein hohes Maß an Kommunikation, Flexibilität, Kreativität, Geduld und Ausdauer abverlangt. Zwölf Schulen erhalten das Siegel der Erstzertifizierung, fünf Schulen werden zum ersten Mal sowie 13 Schulen zum zweiten Mal rezertifiziert. Damit tragen aktuell 115 Schulen das „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“. Die feierliche Auszeichnung fand in diesem Jahr virtuell statt und stand unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammer.

Berufs- und Studienorientierung kann nicht früh genug beginnen

Heinrich Gringel, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, gratulierte den ausgezeichneten Schulen und betonte bei seiner Begrüßung, dass die Berufsorientierung ein sehr wichtiges Zukunftsthema ist. „Nicht nur dem Handwerk ist schon seit langem klar, dass eine frühzeitige Berufsorientierung notwendig ist. Wir müssen unseren Kindern so früh wie möglich erklären, wie die Berufswelt aussieht und wie vielfältig sie ist. Berufs- und Studienorientierung kann nicht früh genug beginnen und sie kann nicht intensiv genug angeboten werden. Eine wichtige Rolle bei der Berufsorientierung kommt den Schulen in Hessen zu. Schulen, Lehrerinnen und Lehrer und natürlich auch Eltern sind wichtige Ansprechpartnerinnen und -partner für die Entscheidung eines jungen Menschen, wenn es um seine berufliche Zukunft geht.“

Minister Tarek Al-Wazir, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, betonte in seinem Video-Grußwort: „Wir wollen, dass nicht nur jede und jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz findet, sondern dass dieser auch passt. Das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen zeichnet Schulen als wichtige Institutionen in diesem Berufswahlprozess aus. Mit ihrem Engagement und mit ihrer abgestimmten Berufsorientierung tragen alle ausgezeichneten Schulen wesentlich dazu bei, spätere Ausbildungs- und Studienabbrüche zu verhindern. Mit der landesweiten OloV-Strategie, dessen Teil das Gütesiegel ist, haben wir unterschiedliche Aktivitäten zur Beruflichen Orientierung unterstützt, von den Praktikumswochen in den Sommerferien bis hin zur Berufsorientierungsplattform „VonAzuB“. Sorgen wir weiterhin gemeinsam dafür, dass junge Menschen alle Chancen haben und die Wirtschaft die qualifizierten Fachkräfte bekommt, die sie braucht – auch nach der Corona-Pandemie.“

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hob den Stellenwert des Gütesiegels als Auszeichnung für die Schulen hervor, die sich gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern in ganz besonderer Weise der Aufgabe verschrieben haben, Schülerinnen und Schülern den Weg in die berufliche und universitäre Zukunft zu ebnen. „Gerade in der Berufs- und Studienorientierung ist es nach den pandemiebedingten Einschränkungen von großer Bedeutung, schnell zur Normalität zurückzukehren. Ruhe und Planungssicherheit in der täglichen Arbeit werden im kommenden Schuljahr dafür sorgen, dass unsere Schülerinnen und Schüler wieder Erfahrungen im Praktikum, bei Betriebsbesichtigungen oder an Schnuppertagen in der Universität sammeln können. Ich danke allen teilnehmenden Schulen sehr für ihr Engagement.“

Hintergrund

Das Gütesiegel ist zu Beginn des Schuljahres 2010/11 in Hessen eingeführt worden. Es wird an Schulen vergeben, die eine vorbildliche berufliche Orientierung mit Förderung der Ausbildungsreife nach den OloV-Qualitätsstandards gestalten und umsetzen. In Schulen mit gymnasialer Oberstufe und an Beruflichen Gymnasien wird zudem auch die Studienorientierung bewertet. Seit einem halben Jahr läuft das Zertifizierungsverfahren vollständig digital: Unter https://www.guetesiegel-bo-hessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster steht die Gütesiegel-Datenbank allen beteiligten Schulen, den Auditteams, den Verantwortlichen der SCHULEWIRTSCHAFT-Regionen, dem Projektbüro sowie der Jury zur Verfügung.

Unterstützt wird das Gütesiegel durch folgende Institutionen: Hessisches Kultusministerium, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, SCHULEWIRTSCHAFT Hessen, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V., Hessischer Industrie- und Handelskammertag, Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit.

Das „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ wird für das Zertifizierungs-verfahren 2019/20 an folgende Schulen verliehen:

Erstzertifizierung

  • Friedrich-Fröbel-Schule Bad Hersfeld
  • Ense-Schule Bad Wildungen
  • Karl Kübel Schule Bensheim
  • Erlenbachschule Elz
  • Bildungsunternehmen Dr. Jordan e.V.-Private Realschule Fulda
  • Anton-Calaminus-Schule Gründau
  • Jahnschule Hünfeld
  • Limesschule Idstein
  • Martin-Luther-Schule Marburg
  • Erich-Kästner-Schule Oberursel
  • Gesamtschule Niederaula
  • Theodor-Heuss-Schule Wetzlar

Erste Rezertifizierung

  • Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg
  • Solgrabenschule Bad Nauheim
  • Kirchbergschule Herborn
  • Neues Gymnasium Rüsselsheim
  • Bergwinkelschule Schlüchtern

Zweite Rezertifizierung

  • Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld
  • Geschwister-Scholl-Schule Alsfeld
  • Martinus-Schule Bad Orb
  • Anne-Frank-Schule Eschwege und Wanfried
  • Schule am Mainbogen Frankfurt
  • Goetheschule Groß-Gerau
  • Max-Planck-Gymnasium Groß-Umstadt
  • Werratalschule Heringen
  • Heinrich-von-Brentano-Schule Hochheim
  • Albert-Schweitzer-Schule Neuhof
  • Alteburgschule Nidda
  • Mittelpunktschule Sachsenhausen
  • Schule an der Brühlsbacher Warte Wetzlar

Schlagworte zum Thema