Kultusminister Lorz diskutiert mit Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim

Hessisches Kultusministerium

„Antisemitismus geht uns alle an.“

Kultusminister Lorz diskutiert mit Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim.

„Antisemitismus ist ein Problem, das uns alle angeht“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute auf einer Podiumsdiskussion mit Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim. „Ob auf der Straße geäußerte Judenfeindlichkeit oder systematische Hassbotschaften in den sozialen Medien – es ist unsere Aufgabe, jeglicher Form der Ausgrenzung und Diffamierung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger entgegenzutreten.“ Deshalb sei es entscheidend, schon in der Schule über Antisemitismus zu diskutieren und Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Thematik zu sensibilisieren, so der Minister.

Die Diskussionsrunde ist Teil des „Scholl-Forums“, bei dem Personen des öffentlichen Lebens Stellung beziehen zu Antisemitismus in Schule und Gesellschaft.

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister
Schülerinnen und Schüler wachsen heutzutage ganz selbstverständlich neben der analogen auch in der digitalen Welt auf, in der sie Fake News, Hate Speech oder auch Antisemitismus begegnen.
Alexander Lorz, Hessischer Kultusminister

„Sie für diese Gefahren zu sensibilisieren, ist sowohl Aufgabe des Elternhauses als auch unserer Schulen", konstatierte der Minister.

Antisemetismusprävention wird stetig ausgebaut

Lorz ging in der Diskussion näher auf die Anstrengungen ein, die Hessen in den vergangenen Jahren zur Wertevermittlung im Allgemeinen und zur Antisemitismusprävention an Schulen im Besonderen unternommen habe: Neben einem umfangreichen Leitfaden für Lehrkräfte zur Demokratieerziehung habe das Land etwa das Projekt „Netzwerk-Lotsen“ zur Unterstützung von Schulen bei Fragen und Konfliktfällen im Kontext extremistisch oder antisemitisch motivierten Verhaltens ins Leben gerufen und gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank ein Schulungs- und Beratungsprogramm zur Antisemitismusprävention an hessischen Schulen entwickelt, das auch Workshops für Schülerinnen und Schüler anbiete. Zudem gelte seit dem Jahr 2018 eine Meldepflicht für antisemitische Vorfälle an Schulen. „Wir werden in unseren Anstrengungen zur Antisemitismusprävention nicht nachlassen. Ich bin der Geschwister-Scholl-Schule sehr dankbar, dass sie mit ihrem Forum den Finger in die Wunde legt und Probleme in der Gesellschaft offen anspricht“, hielt der Minister abschließend fest.

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