Junge Informatik-Studenten forschen

Master-Studium und Lehrerausbildung in einem

Hessen ist ein Industriestandort. Viele große und mittelständische Unternehmen produzieren hier. Um den Fachkräftenachwuchs für die nächste Generation zu sichern, werden kontinuierlich Lehrkräfte im Bereich Metall- und Elektrotechnik benötigt. Um auch diesen Lehrekräfte-Nachwuchs zu sichern, bietet das Land Hessen ab dem Wintersemester in diesen Fachbereichen eine „Masterförderung“ an.

Masterförderung – finanzielle Unterstützung und Aufbau von Praxiserfahrungen

Die Masterförderung bietet finanzielle Förderung und zusätzliche Praxiserfahrungen bei gleichzeitiger professioneller Unterstützung durch die Studienseminare vor Ort.

Während der Zeit, in der die Masterförderung gewährt wird, gehen die Geförderten ein Mal pro Woche in die Schule. Im ersten Semester zur Hospitation, danach zu angeleitetem und schließlich eigenverantwortlichem Unterricht. Zusätzlich besuchen sie pro Semester ein bis zwei Veranstaltungen in den Studienseminaren für berufliche Schulen und werden von den Ausbildungskräften im Unterricht besucht. Da sich durch die zusätzlichen Belastungen die Studienzeit verlängern kann, wird die Masterförderung bis zu sechs Semestern gewährt. In dieser Zeit erhalten die Studierenden ein Gehalt von ungefähr 1.500 €.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass der Vorbereitungsdienst (also das Referendariat) im Anschluss an das Studium verkürzt werden kann, da die Geförderten bereits umfangreiche Erfahrungen in Schule und Studienseminar sammeln konnten. Dadurch verkürzt sich die Zeit bis zum gewünschten Eintritt in den Schuldienst. Bereits während des Vorbereitungsdienstes erhalten die angehenden Lehrkräfte einen 70%igen Zuschlag auf ihre Bezüge.

Wer kann gefördert werden?

Für eine Förderung können sich Studierende bewerben, die an den Universitäten Kassel oder Darmstadt im Jahr 2021 das Studium eines „Master of Education“ mit der beruflichen Fachrichtung Metalltechnik oder Elektrotechnik und einem Unterrichtsfach beginnen. Wer gefördert werden will, muss die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Das Studium des Master of Education muss im Sommersemester oder Wintersemester 2021 begonnen werden. Studierende aus höheren Semestern können leider nicht gefördert werden.
  • Das gewählte Unterrichtsfach muss „förderfähig“ sein. Eine Liste der förderfähigen Unterrichtsfächer ist in den FAQ zu finden.
  • Nach erfolgreichem Abschluss des Masterstudiums verpflichten sich die Geförderten, den Vorbereitungsdienst (also das Referendariat) in Hessen aufzunehmen. Tun sie dies nicht, sind sie verpflichtet, einen Teil der Förderung zurückzuzahlen.

Bis zu 40 Personen können pro Jahr gefördert werden – jeweils 20 an der Universität Kassel und 20 an der TU Darmstadt.

Häufig gestellte Fragen

Die Master-Förderung richtet sich an Studierende, die den Master of Education mit der beruflichen Fachrichtung Metalltechnik oder Elektrotechnik im Jahr 2021 beginnen. Das Ziel der Masterförderung ist, die Studierenden finanziell zu unterstützen und ihnen gleichzeitig Einblicke in die Schule und das Studienseminar zu geben.

Geförderte Studierende erhalten für drei Jahre eine monatliche Förderung in Höhe der Anwärterbezüge (derzeit ca. 1.500 € pro Monat brutto). Die Förderung unterliegt der Sozialversicherungspflicht.

Während der Studienzeit besuchen die Studierenden einmal pro Woche (sechs Unterrichtsstunden) eine berufliche Schule. Dort hospitieren sie ein Semester und halten danach selbst Unterricht.

Darüber hinaus nehmen die Studierenden in jedem Semester an Veranstaltungen der Studienseminare für berufliche Schulen teil. Die Veranstaltungen dienen der Beratung der Studierenden und werden nicht bewertet.

Die Förderung wird von der Hessischen Lehrkräfteakademie für Studierende gewährt, die an den Universitäten Darmstadt oder Kassel das besagte Master-Studium aufnehmen. Pro Standort und Jahr werden jeweils 20 Studierende gefördert. Mehr zur Bewerbung siehe unten!

Die Förderung ist auf drei Jahre ausgelegt und kann auf Antrag verlängert werden (z.B. aufgrund von Krankheit, Mutterschutz oder längeren Betreuungszeiten).

Voraussetzung für die Förderung ist die Zulassung zum Studium des Master of Education mit den beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik oder Elektrotechnik. Diese Zulassung ist grundsätzlich auch für Quereinsteiger möglich, die vorher den Bachelor of Science oder ein anderes Studium im Bereich Metall- oder Elektrotechnik abgeschlossen haben. Grundlage sind die Zulassungsbedingungen der jeweiligen Universitäten in Darmstadt beziehungsweise Kassel.

Ist man zum Masterstudium angemeldet, kann man bei der Hessischen Lehrkräfteakademie die Förderung beantragen. Wenn die Zahl der Antragsstellerinnen und Antragssteller die Zahl der Förderplätze übersteigt, wird eine Bestenauslese nach der Eingangsnote zum Masterstudium durchgeführt.

Die Beratung zur Anmeldung zum Masterstudium selbst erfolgt bei den jeweiligen zuständigen Stellen für die entsprechenden Studiengänge an den Universitäten Darmstadt und Kassel. In Darmstadt steht Ihnen für weitere Informationen auch das Zentrum für Lehrerbildung zur Verfügung:

Technische Universität Darmstadt
Zentrum für Lehrerbildung
Alexanderstraße 6
64283 Darmstadt
06151 16-23633
info@zfl.tu-darmstadt.de

Das geförderte Studium unterscheidet sich im Hinblick auf die Anforderungen nicht von einem normalen Studium. Alle Inhalte sind gleich. Allerdings ist die Auswahl des Unterrichtsfachs (also des zweiten Fachs neben Metalltechnik bzw. Elektrotechnik) eingeschränkt. Näheres finden Sie unter den Abschnitten der jeweiligen Universitäten Darmstadt und Kassel.

Da durch die zusätzlichen Tätigkeiten in Schule und Studienseminar ein höherer Arbeitsaufwand entsteht, wird die Förderung über drei Jahre gewährt, obwohl die Regelstudiendauer des Masterstudiums nur zwei Jahre beträgt.

Antragsstellerinnen und Antragssteller können mehrere Schulamtsbezirke und ggf. eine Wunsch-Schule nennen, in denen sie eingesetzt werden wollen. Die Auswahl der Schule trifft die Hessische Lehrkräfteakademie. Wird die Auswahl von den geförderten Studierenden abgelehnt, findet keine Förderung statt.

Dies hängt vom Angebot der jeweiligen Universität ab. Informationen hierzu erhalten Sie unter der E-Mail-Adresse masterfoerderung.la@kultus.hessen.de.

Der Grund, warum nicht alle an den Universitäten angebotenen Fächer studiert werden können, liegt in der zeitlichen Belastung durch den zusätzlichen Unterricht und die verpflichtenden Seminarveranstaltungen. Dadurch folgen in verschiedenen Unterrichtsfächern Terminkollisionen, die dazu führen, dass das Studium nicht rechtzeitig abgeschlossen werden kann. Diese Unterrichtsfächer können nicht studiert werden.

Die Förderung für das Wintersemester eines Jahres kann nur von Studierenden beantragt werden, die im gleichen Jahr das Masterstudium aufnehmen. Ob die Studierenden dabei im Sommersemester oder im Wintersemester angefangen haben, ist egal. Studierende, die zu diesem Zeitpunkt schon länger als ein Jahr im Masterstudiengang studieren, sind von der Förderung ausgeschlossen.

Nach dem erfolgreichen Masterstudium schließt sich der Vorbereitungsdienst (das Referendariat) in einem beruflichen Studienseminar an. Durch die vorherige Erfahrung in Schule und Studienseminar kann mit Beginn des Vorbereitungsdienstes ein Verkürzungsantrag gestellt werden. Darüber hinaus zahlt das Land Hessen während des Vorbereitungsdienstes eine Zulage zu den normalen Bezügen einer Lehrkraft im Vorbereitungsdienst. Dadurch ergeben sich Bezüge in Höhe von ca. 2.500 € im Monat.

Durch die Förderung verpflichten sich die Studierenden zu wöchentlich einem Tag Unterricht (6 Unterrichtsstunden) während der Vertragslaufzeit. Darüber hinaus sind die Veranstaltungen des Studienseminars verpflichtend. Die geförderten Studierenden sind darüber hinaus verpflichtet, die Vorlesungen langfristig zu planen, so dass Terminkollisionen zwischen Vorlesungen und schulischen oder seminarinternen Veranstaltungen vermieden werden.

Nach Ablauf der Förderung verpflichten sich die Studierenden, den Vorbereitungsdienst, also das Referendariat, in Hessen aufzunehmen.

Sollten die geförderten Studierenden NICHT den Vorbereitungsdienst in Hessen antreten, besteht die Pflicht zur Rückzahlung der geförderten Summe.

Die Rückzahlungsverpflichtung besteht nur für den Fall, dass nach erfolgreichem Masterstudium kein Vorbereitungsdienst in Hessen absolviert wird. Bei Nichtbestehen des Studiums besteht keine Rückzahlungsverpflichtung.

Streng genommen nicht. Die Masterförderung fördert Studierende, die den Master of Education in den beruflichen Fachrichtungen Metall- oder Elektrotechnik absolvieren. Damit besitzen sie am Ende ihres Studiums den üblichen Abschluss, den auch alle anderen angehenden Lehrkräfte der beruflichen Schulen besitzen. Der Master of Education entspricht der Ersten Staatsprüfung in den anderen Lehrämtern (Gymnasien oder Grund-, Haupt- und Realschulen).

Allerdings kann man in den Master of Education aufgenommen werden, ohne vorher den Bachelor of Education absolviert zu haben, wenn man zum Beispiel den Bachelor of Science in Metall- oder Elektrotechnik abgelegt hat oder sogar den Master of Science in einer der Fachrichtungen. In diesem Fall kann man schon von einem Umstieg oder Quereinstieg sprechen. Aber in rechtlichem Sinne werden alle geförderten Studierenden, die erfolgreich den Master of Education und den darauffolgenden Vorbereitungsdienst abschließen, Lehrkräfte für berufliche Schulen sein und einen vollwertigen Abschluss besitzen.

Informationen rund um die Aufnahme des Masterstudiums (NICHT die Masterförderung!) gibt es in den jeweiligen Studienfachberatungen der Universtitäten Kassel und Darmstadt sowie in Darmstadt im Zentrum für Lehrerbildung.

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