Mädchen sitzt nachts vor dem Laptop.

Prävention von Risiken

Filme, Fernsehen, Handynutzung: Mit vielfältigen Maßnahmen werden Lehrkräfte, Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern in der Beratung unterstützt.

Es kommt immer wieder vor, dass Fernsehserien und Filme von Kindern und Jugendlichen angesehen werden, die für ihr Alter nicht freigegeben sind, da sie menschenverachtende und gewalthaltige Inhalte darstellen. FSK-Einstufungen sind sehr wichtig, und Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder nur dem Alter angemessene Serien und Filme anschauen, da es sonst zu emotionalen und belastenden Reaktionen kommen kann. Es ist dann auch nichts Ungewöhnliches, dass Serien und Filme in der Schule nachgespielt werden. Lehrkräfte sollten darauf achten, dass das Nachspielen nicht aus dem Ruder läuft und es zu keinen negativen Konsequenzen und gewalthaltigen Handlungen auf dem Schulhof kommt.

Das Kultusministerium stellt zur Unterstützung vielfältige Maßnahmen zum Jugendmedienschutz und Medienkompetenzaufbau bereit, die konsequent weiterentwickelt und den aktuellen Bedarfslagen der Schulen angepasst werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Beratung von Schulen und der Qualifizierung der Lehrkräfte.

Angebote für Lehrkräfte und Schulen  

  • Landesweite Fortbildungsreihe für Lehrkräfte zur Ausbildung zu „Jugendmedienschutzberaterinnen und –beratern“
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  • Informationsmaterialien und Handreichungen zu aktuellen Fragestellungen der digitalen Kommunikation, die mit Unterstützung des Landeskoordinators Jugendmedienschutz des Hessischen Kultusministeriums für Schulen aufbereitet werden.

Handreichung

Jugendmedienschutz

Sie befasst sich ausführlich mit den Herausforderungen des schulischen Jugendmedienschutzes und bietet umfangreiche Hilfen für Lehrkräfte sowie pädagogische Materialien für den Fachunterricht.

  • Die Lehrkräfteakademie bietet regelmäßige Fortbildungen zur Medienpädagogik an, führt Schulberatung und Fortbildungsmaßnahmen zum Einsatz von Lernplattformen und E-Learning-Szenarien durch, qualifiziert die Fachberater der SSÄ, erprobt virtuelle Klassenzimmerangebote und stellt Unterrichtsmaterialien für den Unterricht mit digitalen Medien zur Verfügung.
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  • An allen Staatlichen Schulämtern stehen mit den Fachberaterinnen und Fachberatern für die Medienbildung auch Ansprechpersonen für den Jugendmedienschutz zur Verfügung. Ebenso sind die hessischen Medienzentren medienpädagogische Anlaufstellen in der Region.
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Angebote für Schülerinnen und Schüler

Schülerinnen und Schüler werden in Peer-to-Peer-Projekten zu Multiplikatoren und Multiplikatorinnen für den Jugendmedienschutz ausgebildet. Dazu zählen das Programm Digitale Helden, das mit Unterstützung des Hessischen Kultusministeriums umgesetzt wird, und das regionale Projekt Medienscouts in Wiesbaden bzw. im Rheingau-Taunus-Kreis.Weitere Informationen zu den Digitalen HeldenÖffnet sich in einem neuen Fenster

Kooperationsprojekte mit HR und LPR

  • Bei dem Medienkompetenzaufbau kooperiert das Land auch mit externen Partnern. Mit beiden hessischen Medienanstalten Hessischer Rundfunk (hr) und Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) bestehen Kooperationsverträge zur Förderung von schulischen Projekten zum Medienkompetenzaufbau von Schülerinnen und Schülern sowie für einschlägige Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte.
     
  • Gemeinsam mit der LPR Hessen wird das Medienkompetenzprojekt Internet-ABC umgesetzt. Es richtet sich an Grund- und Förderschulen und fördert die Grundregeln im Umgang mit dem Internet. Dabei bezieht es auch die Eltern mit ein. Den teilnehmenden Internet-ABC-Schulen steht ergänzend ein Fortbildungsangebot der Hessischen Lehrkräfteakademie zur Verfügung.
     
  • Mit dem hr werden multimediale Medienprojekte für Schülerinnen und Schüler, wie Hörspiele und Filmwettbewerbe, sowie Medientage für Lehrkräfte angeboten. Darüber hinaus werden pädagogische Materialien digital zur Verfügung gestellt und medienpädagogische Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte in Form von pädagogischen Tagen veranstaltet, die sich auch mit Fragen des Jugendmedienschutzes befassen. Beispielsweise macht das gemeinsame Projekt „What’s Web“ des hr und des Hessischen Kultusministeriums auf Chancen und Gefahren im Netz durch jugendnahe Videoclips aufmerksam, die in Zusammenarbeit mit der YouTube-Videokünstlerin Coldmirror entstanden sind. Sie behandeln Themen wie Netikette, Cybermobbing, Gaming oder Datenschutz und sollen zur Aufklärung und Selbstreflexion beitragen. Zusätzlich stehen themenspezifische Materialien für den Einsatz der Filme im Unterricht zur Verfügung.
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