Mädchen hat Kopfhörer auf und benutzt ein Tablet.

Informationen für Kinder und Jugendliche

Zu Hause, in deiner Freizeit und auch in der Schule nutzt Du die unterschiedlichsten Medien. Dabei kann das Internet Dich über die unterschiedlichsten Themen informieren. Doch sind diese Informationen immer seriös (und entsprechen der Wahrheit) oder sind es sogenannte Fake News? Was musst Du bei der Nutzung eines Streaming-Dienstes beachten?

Mit Messenger-Diensten kannst Du Freunden oder deiner Familie Nachrichten schreiben und Bilder posten. Bist Du dadurch schon einmal mit Cybermobbing in Kontakt gekommen? Weißt Du, dass ein gepostetes Bild im Internet nicht mehr „verschwindet“ und von Fremden genutzt werden kann?

Weißt Du, was In-App-Käufe sind oder dass verschiedene Apps erst ab einem bestimmten Alter genutzt werden dürfen? Kennst Du Filtersoftware, die ungewollte Käufe verhindert?

Hast Du Dir diese Fragen auch schon gestellt oder interessieren Dich diese Themen? Willst Du wissen, wie Du Dich sicher im Internet „bewegst“ und Dich vor Risiken und Gefahren schützen kannst? Dann kannst Du Dich an die Beratungsstelle Jugend und Medien Hessen telefonisch oder per E-Mail wenden. Dort erhältst Du Antworten und viele wichtige Informationen und Links zur Mediennutzung wie das Verhalten in Sozialen Netzwerken oder was bei der Nutzung von Messengerdiensten zu beachten ist, Hinweise zum Schutz Deiner persönlichen Daten und der Daten anderer, Infos zu den gefahren von Internet-Challenges sowie Tipps zu Onlinespielen.

Außerdem geben wir Dir Tipps, was man sonst noch alles mit dem Smartphone/Tablet anstellen kann. Wie kannst Du zum Beispiel selbst ein Erklärvideo oder Musik erstellen, wie lernst Du zu coden oder welche Apps helfen Dir beim Lernen.

Schaue auch mal bei den FAQs nach. Dort werden häufig gestellte Fragen rund um die sichere Internetnutzung und auch Fragen zu Social Media beantwortet. Tutorials und Erklärvideos beschreiben Dir dazu noch einmal verständlich die Zusammenhänge und geben Dir die wichtigsten Informationen.

FAQs für Kinder

Das World Wide Web und das Internet sind nicht dasselbe.

Das Internet verbindet weltweit Computernetzwerke. Damit diese problemlos Informationen miteinander austauschen können, gibt es vorgegebene Regeln (Standards). Das World Wide Web, welches verschiedenste Websites vernetzt, ist nur eine von vielen möglichen Nutzungsformen, die über das Internet laufen. E-Mails, Streaming-Dienste oder Online-Telefonie benötigen auch das Internet, um zu funktionieren. Auch die sozialen Netzwerke sind ein Teil des Internets.

Das Suchen im Internet nennt man „surfen“. Es gibt Internetseiten, die Du nur ansehen kannst und solche, die du auch bearbeiten kannst.

Zum Tutorial: „Was ist das Internet?“Öffnet sich in einem neuen Fenster

 

Hier findest du verschiedene Quiz und ein Spiel, um Dein Wissen auszutesten:

 

 

In Deiner Freizeit gehst Du raus, triffst Dich mit Freunden oder machst im Verein Sport und tauschst Dich mit anderen aus. Diese Kommunikation  ist auch über sogenannte Social-Media-Apps möglich. Dort kannst Du Dich austauschen, Bilder und Musik teilen oder Dich über andere informieren. Das bekannteste „Soziale Netzwerk“ für Erwachsene heißt Facebook. Für Jugendliche gibt es spezielle Netzwerke die auch „community“ („Gemeinschaft“) genannt werden. Was in einem solchen Netzwerk passiert oder passieren kann, auf welche Gefahren Du treffen kannst, wie Du dich dort anmeldest und Deine Privatsphäre schützen kannst, sind wichtige Punkte, die du (mit deinen Eltern) klären solltest.

Die bekanntesten von Jugendlichen genutzten socialmedia-Apps sind Whatsapp, Snapchat und TikTok. Deine Eltern müssen sich – je nachdem wie alt du bist - mit der Nutzung dieser Apps einverstanden erklären.

Hier findest du Informationen, auf was Du bei der Nutzung von Social-Media-Apps achten musst und wie Du Dich vor Gefahren schützen kannst:

Sich im Internet zurecht zu finden, ist gar nicht so einfach. Ähnlich wie in einer riesig großen Bücherei oder Mediathek kannst Du im Internet zu vielen Themen Internetseiten finden. Dabei helfen dir – ähnlich wie in einer Bücherei Kataloge oder ein Mitarbeiter – Suchmaschinen. Es gibt spezielle Suchmaschinen für Kinder, damit Du nicht auf „merkwürdige“ oder angstmachende Inhalte stößt. Um Antworten auf Deine Fragen zu bekommen oder Informationen zu einem Thema zu erhalten, solltest Du wissen, welche Suchmaschine für Dich – je nach deinem Alter – passt. Ausgewählte Link-Listen können Dir helfen, die richtige Information zu finden.

Suchmaschinen für Kinder

Tutorials

Es gibt viele gute Apps, die Dich beim Lernen für die Schule in Mathe, Deutsch, Englisch oder auch Musik unterstützen und dabei Spaß machen. Dazu gehört zum Beispiel die ANTON-App. Interaktiv kannst Du Fragen beantworten und Dein Wissen erweitern. Auch für die Hausaufgaben gibt es gute Seiten, die Dich beim Lernen unterstützen können.

Hier findest Du hilfreiche Lernapps, Linktipps und weitere Informationen

Im Internet findest Du neben Nachrichten und Informationen auch sogenannte Fake News (falsche Nachrichten). Auf Social-Media-Netzwerken kannst Du Cybermobbing erfahren, ungewollt In-App-Käufe tätigen, zu Challenges oder Mutproben aufgefordert werden oder Angst machende Bilder zugesendet bekommen. Onlinespiele machen Spaß. Kommst Du oder ein Freund vom Computer nicht weg, können das Anzeichen für eine Spielsucht sein.

Damit Du Fake News erkennst, Dich gegen Cybermobbing durch den Schutz Deiner Privatsphäre wehren kannst oder auch (problemlos) Zeit ohne Dein Smartphone verbringen kannst, ist es wichtig, sich über diese Themen zu informieren. Hast Du solche Gefahren erlebt oder davon gehört, sind Gespräche mit Deinen Eltern oder einer anderen Vertrauensperson wichtig, um eine Lösung zu finden.

Hier findest du Erklärungen dazu und auch Tipps wie du mit Gefahren umgehen kannst. 

Tutorials

FAQs für Jugendliche

Hier gilt immer die Maxime: „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“, denn was einmal gepostet/ geschrieben wurde, lässt sich nicht mehr aus dem Internet löschen. Daher ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Daten unerlässlich. Viele Internetnutzerinnen und-nutzer erachten den Schutz der Privatsphäre als wichtig, jedoch übertragen sie dies nicht auf ihr eigenes Handeln. Das Wissen um private Informationen ist beispielsweise für Unternehmen sehr wichtig, um eine für Dich passende Werbung über Deine Suchmaschinenseite anzuzeigen und Dich darüber zu In-App-Käufen zu verleiten.

Das ungefragte Posten von Bildern anderer oder das Hochladen von (nicht von Dir produzierter) Musik oder Texten kann zu Urheberrechtsverletzung führen und das Recht am eigenen Bild verletzen. Die kann zu Schadensersatzklagen führen, für die dann Deine Eltern aufkommen müssen.

Spam-Mails, das Nicht-Leeren des Cache-Verlaufs und gesetzte Cookies können weiterhin Deine Privatsphäre beeinträchtigen. Voreinstellungen und die Installation von Filterprogrammen Deinerseits können Dich davor schützen.


Weitere Infos findet Ihr

 

Erklärvideo:

Diese Arten der Belästigung im Internet können in unterschiedlichen Formen und Schweregraden auftreten.

Als Cybermobbing (auch Cyberbullying) werden Beleidigung, Beschimpfung, Belästigung,  Anschwärzen, Verbreitung von Gerüchten, Auftreten unter falscher Identität, Bloßstellung, Ausschluss und Verfolgung (Cyber-Stalking) in Chatrooms, beim Instant Messaging und/oder  mittels Mobiltelefonen bezeichnet. Dazu kann auch der Diebstahl von (virtuellen) Identitäten gehören, um in fremden Namen Beleidigungen auszustoßen oder Geschäfte zu tätigen.  Cybermobbing hat eine ganz andere Qualität und Dimension als „gewöhnliche“ Hänseleien. Die Besonderheit ist die rasche, beliebig oft zu vervielfältigende und deshalb nicht zu kontrollierende Verbreitung der Inhalte und die für das Opfer ständige Präsenz der Bedrohung auch in sonst geschützten Umgebungen wie zu Hause.

Das Zuhause bietet beim Cybermobbing keine sichere Zuflucht, da Cybermobbing „rund um die Uhr“ stattfinden und der oder die Betroffene damit konfrontiert werden kann. Die Posts und Chats sind nicht kontrollierbar und stehen einem nicht eingrenzbaren „Publikum“ sehr schnell zur Verfügung. Der Täter kann anonym agieren.

Auch hier solltest Du Kontakt zu einer Vertrauensperson aufnehmen, wenn Du oder ein Freund davon betroffen bist oder ist. Wenn du erst einmal anonym bleiben möchtest, kannst du auch eine Beratungsstelle kontaktieren.

In akuten Fällen muss die Schule in Zusammenarbeit mit den Eltern und gegebenenfalls der Polizei reagieren.

Beim sogenannten Cybergrooming nehmen Täter beispielsweise über TikTok und Snapchat, YouTube oder über Onlinespiele wie Fortnite Kontakt auf. Haben Sie ein vermeintliches „Vertrauensverhältnis“ aufgebaut, fordern sie von Dir persönliche Bilder und Videos zu senden oder sich mit ihnen zu treffen. Mit den zugesendeten Bildern und Videos wollen sie Dich manipulieren und kontrollieren. Das kann von permanenter Belästigung über Beleidigungen bis hin zu Bedrohungen und Erpressung gehen. Wenn Du davon betroffen bist, solltest Du Dich unbedingt einer Vertrauensperson offenbaren.

Informationen zu Cybermobbing und –grooming, entsprechende Beratungsstellen und Hilfen findest du hier

Erklärvideo:

Film:

Egal was man im Internet gerade macht – man hinterlässt immer Spuren im Netz, die u. a. sogenannte Hacker zu ihrem Vorteil ausnutzen können. Apps können auf Deine privaten Daten wie Bilder, Chats und Standort zugreifen. Infizierte Apps und manipulierte Nachrichten wie Spam- und Phishing-Mails können einen Virus auf Dein Gerät schleusen und installieren. Suchmaschinen erstellen aus Deinem Suchverlauf ein Benutzerprofil, um Dir entsprechend passende Werbung anzubieten. Das sollte Dir unbedingt bewusst sein! Du solltest daher Dein Nutzerverhalten überdenken und beispielsweise Filtersoftware und Schutzprogramme installieren. Das Achten auf die Echtheit der Webseite per Zertifikatsprüfung, das kritische Lesen gesendeter Inhalte von Mails und die Prüfung, ob die in den Mails genannten Personen überhaupt existieren, kann Dich bei der Prüfung auf Echtheit und Seriosität unterstützen.
 

Weiterführende tipps

Erklärvideo:

Abo- und Kostenfallen können bei sogenannten In-App-Käufen entstehen. Wie es der Name vermuten lässt, können bestimmte Dinge innerhalb der App selbst gekauft und bezahlt werden. Auf diese Weise werden z.B. Verbesserungen in Spielen freigeschaltet. Bei einigen Apps per In-App-Kauf sogar Abos abgeschlossen werden. Das können große Kostenfallen sein.

Daher solltest Du immer sehr aufmerksam sein und erst auf bestimmte Buttons klicken, wenn Du den Text sorgfältig durchgelesen und auch verstanden hast. Ein falscher Klick kann sonst dazu führen, dass für eine bisher kostenfreie App nun Geld verlangt wird, dass Dir das Versprechen eines kostenlosen Probe-Abos (ohne automatische) Verlängerung gegeben und dann doch nicht gehalten wird (Kleingedrucktes genau lesen).

Weitere Informationen

Erklärfilme:

Klicksafe – Handy-Kostenfallen

Zunehmend werden Soziale Netzwerke, wie TikTok, genutzt, um zur Teilnahme an sogenannten Mutproben aufzurufen. Dabei handelt es sich oftmals um illegale bis hin zu gesundheitsgefährdenden Aktionen mit schwerwiegenden Folgen oder gar lebensgefährlichen Handlungen. Keinesfalls solltest Du darauf eingehen. Auch solltest Dich im Fall einer Einladung zu einer solchen Mutprobe an eine Vertrauensperson wenden. 

Generell gilt, es genau zu überlegen, welche Inhalte veröffentlicht werden sollten und auf welche generell verzichtet werden kann, da diese Dir hinterher unangenehm sein könnten. Zudem sind die Privatsphäre-Einstellungen genau zu beachten. Hier kannst Du einstellen, dass  Musikvideos nur mit Freunden und Freundinnen geteilt und Du auch nur von diesen Clips erhalten. Bedenklich ist zum Beispiel ein Live-Stream, da Du damit weniger Kontrolle über das Material hast, welches Du online stellst.

Erklärvideos: