Länderübergreifende Kooperation

Perspektiven für die Begabtenförderung

Mit der gemeinsamen Absichtserklärung „Perspektiven für die Begabtenförderung“ haben sich die Länder Bayern, Hessen und Sachsen das Ziel gesetzt, bei der Umsetzung der „Förderstrategie für leistungsstarke Schülerinnen der Schüler“ der Kultusministerkonferenz enger zusammenzuarbeiten. Im Rahmen gegenseitiger Hospitationsbesuche, gemeinsamer Projekte und Tagungen hat sich seit 2016 ein Netzwerk zwischen den insgesamt 24 Gymnasien geknüpft, durch das die Schulen neue Impulse erhalten.

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Schülerinen und Schüler bei einer Gruppenarbeit
© Christian Schwier - Fotolia.com

Welche Ziele werden mit der Kooperation verfolgt?

Ziel ist es, dass die teilnehmenden Schulen der jeweiligen Länder von- und miteinander lernen und gemeinsame Projekte durchführen, um die Förderung der leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Des Weiteren ist es Ziel, auch in Bezug auf den Auf- und Ausbau der Unterstützungssysteme für die Schulen von den Erfahrungen der Partnerländer zu profitieren.

Welche Inhalte stehen im Mittelpunkt?

Die jeweiligen Inhalte richten sich nach den spezifischen Bedarfen der teilnehmenden Schulen und können sich über die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten (z.B. Enrichtmentangebote, Wettbewerbsteilnahmen, Modelle der inneren und äußeren Differenzierung, erweiterte Stundentafel usw.) erstrecken. In den gemeinsamen Veranstaltungen bilden an den Bedarfen der teilnehmenden Schulen orientierte Inhalte der Schul- und Unterrichtsentwicklung die inhaltlichen Schwerpunkte.

An wen richtet sich die Kooperation?

An der Kooperation Bayern-Hessen-Sachsen nehmen insgesamt acht hessischen Gymnasien aus unterschiedlichen Regionen teil. Davon nehmen zwei Schulen auch an der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule (LemaS)“ teil.

Wie ist die Kooperation organisiert?

Die teilnehmenden Schulen bilden länderübergreifende Tridems (jeweils eine Schule aus jedem Land), die ihre Arbeit weitgehend eigenverantwortlich zum Beispiel in Form von gegenseitigen Hospitationsbesuchen, länderübergreifenden Lerncamps, Austausch von Unterrichtsmaterialien organisieren. Alle ein bis zwei Jahre findet jeweils abwechseln in einem der Länder eine durch das jeweilige Kultusministerium organisierte Fachtagung für alle teilnehmenden Schulen und Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Landesinstitute und Kultusministerien statt. Eine länderübergreifende Koordinierungsgruppe der Kultusministerien steht in regelmäßigem Austausch, um den weiteren Verlauf der Kooperation auf der Grundlage der aktuellen Bedarfe der Schulen abzustimmen. Sie organisiert den Austausch zwischen Schulen, die spezielle Bildungsangebote für Begabte bereithalten, zwischen Netzwerken zur Begabtenförderung und zwischen Beratungsstellen zur Begabtenförderung. Anlassbezogene Einladungen der Partnerländer zu landesinternen Fortbildungsangeboten ergänzen die Zusammenarbeit.

Wer sind die Akteure?

Die teilnehmenden Schulen werden im Kontext der Kooperation unmittelbar durch die jeweiligen Kultusministerien und (je nach landesspezifischer Struktur) durch landeseigene Beratungsstellen und/oder Landesinstitute begleitet und unterstützt.

 

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