Hessisches Leseprogramm

Verstärkte Leseförderung an allen Schulen

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Schüler mit einem Buch in der Bibliothek.
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Das Hessische Leseprogramm „Verstärkte Leseförderung an allen Schulen“ richtet sich an die Klassen 2 bis 12 aller allgemeinbildenden Schulen in Hessen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lesekompetenz in allen Schulformen zu erreichen. Das Konzept beinhaltet die folgenden wissenschaftlich gesicherten Kernelemente:

  • Einsatz von Leselernstandserhebungen,
  • Förderung der Dekodierfähigkeit/Leseflüssigkeit,
  • Einübung von Lesestrategien,
  • Lesen in allen Fächern,
  • Lesemotivation/Selbstkonzept sowie
  • Leseförderung von Jungen.

Die Qualifizierungsmodule

Die genannten Elemente werden in drei Qualifizierungsmodulen umgesetzt und an den Schulen durchgeführt. Die Module sind gleich aufgebaut und beinhalten neben einer theoretischen Fundierung über die Bedeutung des jeweiligen Aspektes der Lesekompetenz, Diagnoseinstrumente und -maßnahmen, Fördermaßnahmen sowie Vorschläge zur Umsetzung und zur Evaluation der Maßnahmen.

Im Modul 1 geht es um Diagnose und Förderung der basalen Lesefertigkeiten und der Leseflüssigkeit. Die Methoden werden vorgestellt und praktisch eingeübt. Schwerpunkt des Moduls 2 ist das Leseverständnis und hierbei der Einsatz von Lesestrategien. Die Bedeutung  von Lesestrategien, ihre Auswahl und Einübung im Fach Deutsch wie auch ihre Nutzung in allen Fächern sind Inhalt dieses Moduls. Modul 3 behandelt die Diagnose und Förderung der Lesemotivation. Hier geht es darum, wie bei Schülerinnen und Schüler eine Motivation zum Lesen aufgebaut werden kann und sie beim Herausbilden eines positiven Selbstkonzeptes als Leserin oder Leser zu unterstützen. Es werden unter anderem ein Fragebogen zur Feststellung des Selbstkonzeptes wie auch Anregungen zur Leseanimation eingesetzt.

Leseförderung Qualifizierungsmodule

Schulische Leseförderung - Ausgangslage

In den Schulen gibt es bereits vielfältige Angebote zur Leseförderung. Diese sollen in das Konzept der verstärkten Leseförderung aufgenommen und genutzt werden. Daher ist als Ausgangspunkt eine Bilanzierung der bisherigen schulischen Leseförderung ein wichtiger Schritt. Diese Bilanzierung erfolgt in der jeweiligen Schule mit Hilfe einer Checkliste, die die Elemente der Lesekompetenz beinhaltet. Auf der Grundlage dieser Bilanzierung können die Lehrkräfte bereits gelingende Lesefördermaßnahmen identifizieren, den Entwicklungsbedarf feststellen und Ziele für die weitere Arbeit ableiten.

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