Sicherer und kompetenter Umgang mit dem Internet

Jugendmedienschutz

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Schülergruppe macht ein Selfie.
© Syda Productions - Fotolia.com

Neben vielen positiven Aspekten birgt die Nutzung digitaler Medien für Kinder und Jugendliche auch Risiken und Gefahren, insbesondere in Form von jugendgefährdenden Inhalten und Cybermobbing. Die technischen und gesetzlichen Jugendschutzregelungen allein können keinen wirksamen Jugendmedienschutz gewährleisten. Kinder und Jugendliche brauchen heute die Fähigkeit, mit medialen Inhalten reflektiert und verantwortungsbewusst umzugehen und in Gefahrensituationen adäquat reagieren zu können. Eine Auseinandersetzung mit den Fragestellungen des Jugendmedienschutzes gewinnt daher zunehmend auch in der Schule an Bedeutung.

Zu den für den Jugendmedienschutz relevanten Themen gehören zum Beispiel:

  • Soziale Netzwerke und Messengerdienste
  • Datenschutz – Urheberrecht – Persönlichkeitsschutz
  • Cybermobbing
  • Aktuelle Problemfelder (Sexting, Dating-Apps, Selbstdarstellung auf Streaming-Plattformen)
  • Computer- und Onlinespiele
  • Extremistische Webseiten und gewaltverherrlichende sowie pornografische Inhalte
  • Kommerzielle Risiken (Abo-Fallen, Gewinnspiele, In-App-Käufe und andere)

Wichtige Unterstützung leistet das peer-education-Projekt „Digitale Helden“ zur Verbesserung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern, das mittlerweile an vielen hessischen Schulen umgesetzt wird und unter der Schirmherrschaft von Herrn Kultusminister Prof. Dr. Lorz steht.

Cybermobbing

Cybermobbing wirkt weitaus gravierender als das auf Schule und Schulweg begrenzte herkömmliche Mobbing, da

  • die Anonymität auf Internetplattformen Kinder und Jugendliche ihre natürliche Hemmschwelle leicht überwinden lässt,
  • Cybermobbing sehr schnell einen großen Personenkreis erreichen kann und
  • keine sicheren Rückzugsräume gegeben sind (wie beispielsweise mobbingfreie Zeit nach dem Verlassen des Schulhofs).

Cybermobbing kann nur wirksam begegnet werden, wenn alle an Schule beteiligten Personen und Institutionen (Schulaufsicht, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter, Eltern und Schülerschaft) das Thema ernst nehmen und hierüber in einen Dialog treten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Schulgemeinden, die präventiv Cybermobbing offen thematisieren, weit weniger von den Auswirkungen betroffen sind als andere.

Weiterführende und hilfreiche Informationen zu diesem Themenfeld und zu Prävention und Vorgehen gegen Cybermobbing können Sie beispielsweise dem „Ratgeber Cyber-Mobbing" von „klicksafe“ entnehmen.

Alle Maßnahmen des Hessischen Kultusministeriums zum Jugendmedienschutz werden durch einen Landeskoordinator Jugendmedienschutz koordiniert. Er informiert und berät Schulen.