Schule & Gesundheit

Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

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Schule und Gesundheit Diabetes
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Eine gute gesundheitliche Verfassung schafft Lebensbejahung und stellt eine günstige Lernvoraussetzung dar. Verallgemeinernd ausgedrückt gilt, dass Kinder und Jugendliche innerhalb der Gesamtbevölkerung eine relativ gesunde Gruppe verkörpern. Nicht zuletzt haben gesellschaftspolitische Entwicklungen und medizinische Fortschritte die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen zumindest in den westeuropäischen Staaten deutlich verändert.

Weniger akute Erkrankungen, mehr chronische und psychische Erkrankungen

So treten Bedrohungen durch akute Erkrankungen und Infektionen als Risiken für eine insgesamt gesunde Entwicklung in den Hintergrund, während chronische und psychische Erkrankungen in den Blickwinkel rücken.

Chronische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen

Insgesamt leiden rund fünf bis zehn Prozent aller Kinder in Deutschland an chronischen Erkrankungen wie Allergien oder Asthma, müssen mit epileptischen Anfällen rechnen, haben Diabetes oder werden mit der Diagnose AD(H)S auch als Zappelphillip oder Träumer bezeichnet. Auch von den Lernschwächen Legasthenie und Dyskalkulie sind schätzungsweise vier bis fünf Prozent aller Schülerinnen und Schüler betroffen.

Sexualerziehung

Mädchen und Jungen begegnen Sexualität vor dem Hintergrund außerschulischer Erfahrungen in der Schule in vielfältiger Weise: im Unterricht, auf dem Schulhof, bei Klassen- und Wanderfahrten und bei schulischen Veranstaltungen.

Im Laufe ihrer Schulzeit machen Mädchen und Jungen Erfahrungen im Hinblick auf ihre eigenen physischen und psychischen Veränderungen, werden solcher Veränderungen bei Mitschülerinnen und Mitschülern gewahr und erkennen Unterschiede beziehungsweise Gemeinsamkeiten in diesen Entwicklungsschritten. Gelegentlich werden Mädchen und Jungen auch in der Schule Witzeleien, Spötteleien oder Anzüglichkeiten und diskriminierenden Äußerungen bis hin zu Übergriffen von anderen ausgesetzt. Negativ verstärkend wirkt hier eine Schulatmosphäre, in der solche Verhaltensweisen "übersehen, überhört" werden. Schülerinnen und Schüler erfahren sich dann als ungeschützt, wenn ihre eigene Intimsphäre verletzt werden kann. Wünschenswert ist ein Schulklima, in dem Mädchen und Jungen erleben, dass Sexualität zum individuellen und gemeinschaftlichen Leben gehört und angemessen besprochen werden kann.

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