Für eine inklusive Bildungslandschaft

Inklusive Schulbündnisse

Als Weiterentwicklung der Modellregionen Inklusive Bildung wurden 2016 die ersten inklusiven Schulbündnisse (iSB) aufgebaut. Diese regionalen Netzwerke sollen nun landesweit eingerichtet werden, um gemeinsam den besten Förderort für jedes einzelne Kind finden zu können, das sonderpädagogischer Förderung bedarf.

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Eine Hand hält ein Vernetzungssystem aus Punkten und Strichen.
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Basierend auf der Arbeit der bereits bestehenden Modellregionen Inklusive Bildung, den Anregungen des Hessischen Bildungsgipfels, der im Schuljahr 2014/2015 getagt hatte, und den Erfahrungen vieler inklusiv arbeitender Schulen wurde die Struktur der inklusiven Schulbündnisse (iSB) entwickelt.

Das Ziel der Schulbündnisse besteht darin, in Zukunft eine noch bessere regionale Vernetzung sonderpädagogischer Bildungs- und Betreuungsinstitutionen zu gewährleisten. Sie bestehen aus regionalen Entscheidungsträgern der allgemeinen Schulen, Förderschulen und dem jeweiligen regionalen Beratungs- und Förderzentrum (rBFZ).

Diese Entscheidungsträger werden an einen Tisch geholt, um gemeinsam den besten Förderort für jedes einzelne Kind zu finden, das sonderpädagogischer Förderung bedarf. Dabei soll möglichst jeder Elternwunsch auf inklusive Beschulung berücksichtigt werden. Den betroffenen Schülerinnen und Schülern soll eine durchgängige, inklusive Schulbiografie ermöglicht werden. Daher werden durch verbindliche Absprachen auch die Übergänge zwischen abgebender und aufnehmender Schule geregelt. Da Inklusion als Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft nicht mit dem Schulabschluss endet, wird auch der Übergang in die Berufs- und Ausbildungswelt durch die inklusiven Schulbündnisse begleitet.   

Insgesamt werden über den Zeitraum von 2016 bis 2018 landesweit etwa 120 inklusive Schulbündnisse als verpflichtende Netzwerke eingerichtet, sodass langfristig eine flächendeckende und verbindliche inklusive Bildungslandschaft in Hessen entstehen wird.