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Sonderpädagogische Förderung und inklusiver Unterricht in Hessen

In Hessen wird die sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen entsprechend der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen stetig weiterentwickelt.

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Grundschulkinder spielen mit einem Reifen
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Das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (Convention on the Rights of Persons with Disabilities – CRPD) ist ein Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, das 2006 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurde und 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist. Das Hessische Kabinett hat 2012 den Hessischen Aktionsplan zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen (UN) über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verabschiedet.

In der UN-Behindertenrechtskonvention ist nicht nur festgehalten, dass allgemeine Menschenrechte auch für behinderte Menschen gelten. Sie beinhaltet auch auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen, die ihnen eine umfassende Partizipation in der Gesellschaft ermöglichen. Diese beziehen sich im Bildungskontext vor allem auf die Bereiche Ausbildung, Arbeit und Beschäftigung. Hessen bietet vielfältige Möglichkeiten, den individuellen Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler zu entsprechen, ihnen eine optimale Förderung, hochwertigen Unterricht sowie den bestmöglichen Abschluss zu ermöglichen. So können Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen und Behinderungen sowohl im inklusiven Unterricht an der allgemeinen Schule als auch an der Förderschule unterrichtet und gefördert werden.

Inklusive Beschulung von Schülerinnen und Schülern findet als Regelform in der allgemeinen Schule in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentrum und gegebenenfalls unter Beteiligung der Förderschule statt. Als allgemeine Schule gelten alle allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, die nicht gleichzeitig Förderschulen sind.

Den Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schülern steht es selbstverständlich nach wie vor frei, selbst zu entscheiden, ob ihr Kind in einer allgemeinen oder einer Förderschule unterrichtet wird. Die Eltern sollen den Förderort wählen können, den sie für das Wohl ihres Kindes als am besten geeignet beurteilen. Das Land Hessen hat mehrere Netzwerke und Organisationseinheiten etabliert, die den Eltern, Schülerinnen und Schülern  und Lehrkräften vor Ort beratend zur Seite stehen und in enger Zusammenarbeit eine verlässliche und professionelle Versorgung von Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen gewährleisten.

Die nachfolgenden Seiten zum Thema Sonderpädagogische Förderung und Inklusion enthalten Informationen zu den in Hessen bestehenden Förderschwerpunkten und Förderschulen. Zudem werden unterschiedliche Maßnahmen des Landes vorgestellt, mithilfe derer die Möglichkeiten der inklusiven Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen weiterentwickelt werden.