Hessen sorgt weiter für ukrainische Kinder und Jugendliche

Wie sehr Krieg und Terror die Welt aus den Angeln heben können, erleben wir derzeit hautnah. Millionen von Menschen aus der Ukraine flüchten vor dem russischen Angriffskrieg und suchen Schutz bei uns.

Fast 13.000 ukrainische Kinder und Jugendliche haben wir im Zeitraum von nur fünf Monaten an hessischen Schulen aufgenommen. Die Aufnahme und Integration so vieler Kinder und Jugendlicher ist eine gewaltige Leistung, auf die wir gemeinsam stolz sein können. In über 1.600 Intensivklassen, davon allein 700 neue seit Beginn des Krieges in der Ukraine, lernen auch diese Schülerinnen und Schüler intensiv Deutsch und werden gefördert, damit sie schnell am Unterricht und an unserem Leben in Deutschland teilnehmen können. Insgesamt profitieren in den Intensivklassen mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse von dieser Förderung – so viele wie noch nie in Hessen. Zusätzlich haben wir hunderte neue Lehrkräfte eingestellt, davon unter anderem mehr als 200 ukrainische Lehrkräfte. Mit dem freiwilligen Zusatzangebot der „Sprach- und Kulturvermittlung in ukrainischer Sprache“ konnten wir den Schutzsuchenden zudem eine Brücke zu ihrer bisherigen schulischen Ausbildung bauen.

Ich möchte mich sehr herzlich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie teils notwendig gewordene organisatorische Anpassungen in der Schule oder Klasse Ihres Kindes mitgetragen haben und auf diese Weise mithelfen, die im Bildungsbereich noch über die Flüchtlingswelle von 2015 hinausgehenden Herausforderungen für unser Land zu bewältigen. Danken möchte ich aber auch Ihnen, liebe Eltern aus der Ukraine, dass sie die schulischen Angebote für Ihr Kind so positiv und zügig angenommen haben. Sobald Sie in Hessen gemeldet sind, sind auch Ihre Kinder schulpflichtig. Ich bitte Sie, dies auch anderen mit ihren Kindern nach Hessen geflüchteten ukrainischen Eltern für den Beginn des neuen Schuljahres zu vermitteln. 

Wie viele Kinder und Jugendliche aus der Ukraine oder anderen Krisengebieten dieser Welt wir in diesem Schuljahr in unsere Schulen noch zusätzlich aufnehmen müssen, kann ich nicht voraussagen. Doch versichere ich Ihnen, sehr verehrte Eltern, dass ich im Rahmen meiner Verantwortung alles dafür tun werde, dass alle Kinder in hessischen Schulen trotz der vielfachen Herausforderungen eine ihrer Begabung und ihren Fähigkeiten entsprechende Bildung und Weiterentwicklung erhalten.