Fortbildung

Ausbildung zum Schulmediator

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Jugendliche stehen im Kreis und halten Hände übereinander
© Paolo Cipriani / iStock

Schulmediation dient der Bewältigung aktueller Konflikte und unterstützt Schülerinnen und Schüler, ihre Konflikte selbst zu klären. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention und verbessert die Konfliktkultur und das Lernklima einer Schule über die Stärkung der persönlichen und sozialen Kompetenzen aller Beteiligten. In der Mediationsausbildung werden Kenntnisse, Methoden und Techniken der Konfliktanalyse vermittelt und die Fähigkeit erlernt, Konflikt- und Beratungsgespräche im pädagogischen Alltag durchzuführen. Sie erwerben die Grundhaltung, mit der Sie Mediationen durchführen können und zwar mit einzelnen Schülern/-innen, mit Klassen, mit Eltern und weiteren Akteuren in der Schule. Die Ausbildung zum Schulmediator/zur Schulmediatorin beinhaltet nicht nur die Qualifikation zum Mediator, zur Mediatorin mit hohen Praxisanteilen und Supervision, sondern umfasst auch den Bereich der Projektentwicklung, damit eine sichtbare, strukturelle Verankerung im Schulganzen stattfinden kann. Diese berufsbegleitende Fortbildung erstreckt sich im Regelfall über zwei bis vier Jahre und umfasst insgesamt 130 Stunden.

Bausteine der Qualifizierungsreihe
 

Grundlagenseminar „Konstruktive Konfliktbearbeitung / Mediation“ (GLS)

In der Fortbildung werden Grundzüge eines wertschätzenden und konstruktiven Umgangs mit Konflikten in Schule vermittelt. Die Partizipation der Schülerinnen und Schülern an der Lösungsfindung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das Seminar  bildet die Basis für die Qualifizierung zum Schulmediator/zur Schulmediatorin, ist aber auch für alle Lehrkräfte und sozialpädagogischen Fachkräfte offen, die ihre Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen erweitern möchten und kann besucht  werden, ohne dass die weiterführenden Seminare belegt werden müssen.

Dauer:  5 ganze Tage, alle Schulformen

Aufbauseminar „Konstruktive Konfliktbearbeitung / Mediation“

Das Aufbauseminar „Mediation“ dient der Vertiefung und Festigung Ihrer Mediationskompetenz und setzt das Training der Mediation und der Mediationsrolle als zentralen Schwerpunkt, um im schulischen Kontext Mediationen,
Einzel- und Beratungsgespräche selbst durchführen zu können.  Voraussetzung ist die erfolgte Teilnahme an einem Grundlagenseminar (GLS) „Konstruktive Konfliktbearbeitung“. Das Aufbauseminar ist Voraussetzung, um sich zum Schulmediator/zur Schulmediatorin fortbilden und zertifizieren zu lassen.

Dauer: 5 ganze Tage, alle Schulformen

Praxisbegleitung

Die „Praxisgruppe Mediation“ bietet die Möglichkeit sich mit der Dynamik konflikthafter Situationen im schulischen Alltag zu beschäftigen, Verfahren zur Konflikterhellung und Klärung zu erproben und an der eigenen Rolle als Lehrer/Lehrerin bzw. Mediator/Mediatorin zu arbeiten. Zur vertiefenden Einübung des Mediationsverfahrens werden Mediationsrollenspiele durchgeführt und reflektiert, auch zur Mediation bei Konflikten in Gruppen. 

Dauer: 14 Stunden pro Schuljahr, alle Schulformen

Vertiefungsseminare

Im Mittelpunkt der Vertiefungsseminare steht der Transfer des Mediationsverfahrens in verschiedene Anwendungs- und Entwicklungsfelder: Mediationsverfahren bei Gruppen (Shuttle Mediation als spezifisches Mediationsverfahren), systemische Sicht auf das Mediationsverfahren in der Institution Schule und die Verknüpfung von partizipativen Lernfeldern mit der Grundphilosophie von Mediation. Voraussetzung zur Anmeldung ist die erfolgte Teilnahme an einem Grundlagentraining/Grundlagenseminar „Konstruktive Konfliktbearbeitung“ und einem „Aufbauseminar“ bzw. umfassende Kenntnisse in Konfliktbearbeitung, Mediation und Gesprächsführung.

Konfliktbearbeitung in Klassen und Gruppen

Das Seminar beschäftigt sich mit Interventionen bei Konflikten in Klassen und Gruppen und soll die Teilnehmenden dazu befähigen, auf der Grundlage einer Konfliktanalyse einen Interventionsplan erstellen zu können. Neben der Auftragsklärung ist die Reflexion der eigenen Rolle ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung. Ziel ist es, Konflikte in Klassen und Gruppen mithilfe des Mediationsverfahrens zu bearbeiten.

Dauer: 5 ganze Tage, alle Schulformen

Als Schulmediator und Schulmediatorin im und am System Schule arbeiten

Durch diese Fortbildung wird die Reflexion der eigenen Rolle in der schulischen Arbeit angeregt und durch geeignetes Projektmanagement werden Wege aufgezeigt, wie an der eigenen Schule die Arbeitsfelder „Mediation und Partizipation“ weiterentwickelt werden können.

Dauer: 2,5 Tage, alle Schulformen

Supervision

Supervision dient der vertiefenden Bertrachtung eigener Fälle sowie der Reflexion der Rolle in der Schule und im Mediationsverfahren. Als letzter Baustein ist die Supervision die Voraussetzung für die Zertifizierung als Schulmediator/Schulmediatorin.

Dauer: 6 Stunden, alle Schulformen

Zertifizierung

Für die Zertifizierung zum/zur  Schulmediator/Schulmediatorin sind die entsprechenden Teilnahmebescheinigungen der Seminare, die Dokumentation von sechs durchgeführten Mediationen und eines sozialen Projektes im GuD-Projektbüro einzureichen.

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