Beschulung von Flüchtlingen und Zuwanderern

2017 rund 1.100 Stellen mehr

12.07.2016Hessisches Kultusministerium

Das Land Hessen wird im Haushalt 2017 weitere 1.100 Stellen zur Integration der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ins Hessische Schulsystem zur Verfügung stellen.

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Lehrer steht vor Schülern an der Tafel
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Diese werden für die Beschulung in Intensivmaßnahmen, Deutschförderkurse als Unterstützung zum Regelunterricht, Klassenmehrbildungen bedingt durch den Übergang aus den Intensivklassen in die Regelklassen, für Schulpsychologie und administrative Aufgaben sowie für die Qualifizierung und Beratung der Lehrkräfte benötigt. Der Mehrbedarf dafür beläuft sich auf rund 66 Mio. Euro.

Integration als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Kultusminister Lorz nannte die Integration der Flüchtlinge eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die eine große Herausforderung sei, von der am Ende aber auch alle profitierten – insbesondere auch die einheimische Bevölkerung. „Die Menschen, die absehbar dauerhaft bei uns bleiben, müssen schnellstmöglich integriert werden, damit sich keine Parallelgesellschaften entwickeln. Schule und Beruf sind dafür die wichtigsten Orte.“

In Hessen gehen aktuell rund 25.000 Kinder und Jugendliche zur Schule, die als sogenannte Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen nach Hessen gekommen sind. Rund 15.000 davon kommen aus den laut Bundesamt für Flüchtlinge und Migration zehn Hauptherkunftsländern von Flüchtlingen. Knapp 11.700 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit eine Intensivklasse, gut 6.300 eine InteA-Lerngruppe an einer Beruflichen Schule.

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