Zukunftswochen „Ökologie und Ökonomie“

Bad Nauheim setzt auf Ökostrom

23.03.2018Hessisches Kultusministerium

Kultusstaatssekretär Lösel besichtigt Bürgerprojekt zur Stromerzeugung an Berufsschule am Gradierwerk

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Berufsschule am Gradierwerk
© HKM

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich in Bad Nauheim zusammengeschlossen, um sich für regenerative Energieerzeugung zu engagieren. Dazu hat heute Hessens Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel im Rahmen der Zukunftswochen der Hessischen Landesregierung, die sich aktuell dem Schwerpunkt „Ökologie und Ökonomie“ widmen, die Berufsschulen am Gradierwerk besucht und sich ein Bild von der installierten Photovoltaikanlage des Vereins „Sonneninitiative e.V.“ gemacht, die den Strombedarf der Schule und 70 weiterer Haushalte in der Umgebung deckt. Dazu sagte der Staatssekretär: „Ökonomie und Ökologie sind in Hessen kein Gegensatz, vielmehr bedingen und ergänzen sie sich gegenseitig. Die Initiative in Bad Nauheim versteht es auf beeindruckende Weise, Bürgerinnen und Bürgern eine Investitionsmöglichkeit zu bieten und damit gleichzeitig zur ressourcenschonenden Stromproduktion aus Sonnenenergie beizutragen. Denn stetiges Wirtschaftswachstum und Beschäftigung können letztlich nur gelingen, wenn sie auf eine effiziente Produktion im Einklang mit den Gegebenheiten vor Ort setzen und unsere natürlichen Ressourcen schonen. Dass davon auch die örtliche Berufsschule profitiert, freut mich natürlich besonders.“

800 Solarmodule decken einen Großteil des Schulbedarfs ab

Die Anlage auf dem Dach der Schule wird von der „Sonneninitiative e.V.“ betrieben. 800 Solarmodule erzeugen ausreichend Strom zur Versorgung der Haushalte und decken einen Großteil des Schulbedarfs ab. Der Verein hat sich dem Umwelt- und Klimaschutz verschrieben und setzt dazu auf regenerative Energiegewinnung. In Vortragsreihen informiert er über die Vorteile und Beteiligungsmöglichkeiten dezentraler Stromproduktion und konnte dadurch hessenweit bisher über 200 Bürgersolarkraftwerke realisieren.

Um die Potenziale der Photovoltaik zu erschließen, hat die Landesregierung das sogenannte „Solar-Kataster Hessen“ freigeschaltet, das 2017 beim eGovernment-Wettbewerb als bestes Digitalisierungsprojekt ausgezeichnet wurde. Im Internet lässt sich jedes der fünf Millionen hessischen Dächer und jede Freifläche hinsichtlich der Eignung für eine Solaranlage prüfen. „Wir setzen auf abgestimmte Konzepte zwischen Land, Unternehmen und Bevölkerung. So stärken wir die gesellschaftliche Akzeptanz der Energieerzeugung und sorgen zunehmend dafür, die Stromeinspeisung mit erneuerbaren Energien zu gewährleisten“, sagte Lösel und ergänzte abschließend: „Ich danke daher den Verantwortlichen der Initiative und hoffe auch in diesem Jahr auf genügend Sonnenstunden zur Deckung des Strombedarfs.“

Hintergrund:

Die Mitglieder der Landesregierung besuchen in den kommenden Monaten eine Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen, Projekte und Institutionen, die für die Zukunftsfähigkeit des Landes stehen und die Themen Wachstum, Wohlstand, Umweltschutz, die Attraktivität von Stadt und Land sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt behandeln. Dabei werden sie sich auch über künftige Anforderungen an die Politik sowie über Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger informieren.

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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