Plenardebatte

Chancen digitaler Medien zum Schulerfolg nutzen

Thema: 
Rund um das Schuljahr
22.03.2018Hessisches Kultusministerium

Lösel: „Die Digitalisierung des Lernens und Lehrens ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben in Hessen – und wir gehen sie engagiert an!“

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Schülerin und Schüler am Computer
© Christian Schwier - Fotolia

Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche und stellt Hessens Schullandschaft vor große Herausforderungen. Während der heutigen Plenardebatte zur digitalen Bildung im Hessischen Landtag sagte Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel: „Mit unserer Digitalstrategie stellen wir uns den Aufgaben und machen unsere Schulen sowohl technisch als auch pädagogisch fit für die Zukunft des Lernens und Lehrens.“ Zur Forderung der FDP nach einer flächendeckenden Einführung von Tablets für alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erklärte er: „Die Umsetzung dieser Maßnahme im Hau-Ruck-Verfahren ist werden klug noch pädagogisch sinnvoll. Der Einsatz von Tablets und sonstigen mobilen Endgeräten im Unterricht setzt vor allem die Qualifizierung der Lehrkräfte voraus. Diese stellen wir passgenau zur Verfügung.“

Hessen stellt den Schulträgern mit dem Investitionsförderprogramm „KIP macht Schule!“ insgesamt 530 Millionen Euro zur Sanierung der Schulgebäude und zur Modernisierung der digitalen Ausstattung zur Verfügung. Zusätzlich versorgt das seit langem bestehende Programm „Schule@Zukunft“ Hessens Schulen mit IT-Ausrüstung. Ergänzend fügte der Staatssekretär hinzu: „Wir begrüßen ausdrücklich das Engagement des Hessischen Wirtschaftsministeriums zur Anbindung unserer Schulen an leistungsfähige Breitbandnetze. Gemeinsam mit Bund und Kommunen verhelfen wir dem angekündigten Digitalpakt der Bundesregierung somit zum Erfolg.“

Individuelle Digital-Fortbildungen für Lehrkräfte

Die Landesregierung begegnet den veränderten Rahmenbedingungen in pädagogischer Hinsicht durch eine systematische Abstimmung von digitaler Infrastruktur und Fortbildungsmaßnahmen und schafft so nach für nach ein lernförderliches Umfeld. Auf gesamtdeutscher Ebene hat die Kultusministerkonferenz (KMK) den Schulen bereits im vergangenen Jahr ihre Unterstützung beim Einsatz digitaler Medien zugesagt und eine Anpassung curricularer Standards angekündigt. Schon heute ist die digitale Bildung eines der Schwerpunktthemen im Fortbildungs- und Beratungsangebot für Lehrkräfte, so etwa beim didaktischen Einsatz von Lernplattformen und zur Qualifizierung von Jugendmedienschutz- und IT-Beauftragten. Dazu sagte Lösel: „Wir bereiten angehende Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit den Universitäten und Studienseminaren bereits während des Studiums und ihres Vorbereitungsdiensts auf den sinnvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien vor.“

In Kooperation mit den Medienanstalten legt die Landesregierung außerdem thematische Schwerpunkte und bietet den Lehrkräften eine breite Palette an Ideen und Konzepten zur individuellen Fortbildung. Darüber hinaus können Schulen mit geringen Erfahrungen in der digitalen Welt spezielle Angebote abrufen, die den Einstieg erleichtern. „Hessen ist in allen Handlungsfeldern der Digitalisierung auf einem guten Weg und nimmt die komplexen Aufgaben im kollegialen Austausch mit allen Akteuren wahr“, sagte der Staatssekretär zum Abschluss.

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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