Medienbildung

Das neue „Schulportal Hessen“ startet

Thema: 
Rund um das Schuljahr
19.09.2018Hessisches Kultusministerium

Digitale Unterstützung der Schulen beim Lehren und Lernen

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Das neue „Schulportal Hessen“
© HKM

„Digitale Medien verfügen über das Potenzial, Lehren und Lernen in der Schule positiv zu unterstützen sowie den Schulalltag zu gestalten. Weil wir diese Vorzüge all unseren Schulen für einen zeitgemäßen Unterricht zugänglich machen wollen, haben wir uns in den zurückliegenden Wochen und Monaten auf den Weg gemacht, eine benutzerfreundliche digitale pädagogische Lern- und Arbeitsplattform zu entwickeln und aufzubauen“, erklärte der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute in Wiesbaden bei der Vorstellung des neuen „Schulportals Hessen“ und ergänzte: „Damit heben wir die Medienbildung und die Digitalisierung Schritt für Schritt auf ein neues Level und machen unsere Schülerinnen und Schüler sowie unsere Lehrkräfte fit für die digitale Zukunft des Lehrens und Lernens.“

Schrittweiser Aufbau bis Ende des Schuljahres 2020/21

Das neue Schulportal soll als geschlossene Plattform für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten des Austauschs bieten, als Lernplattform genutzt werden können, Lehrkräfte bei der Unterrichtsorganisation durch Funktionen zur Raumplanung und Vertretungsplanung unterstützen und Selbstlernangebote für Schülerinnen und Schüler bereithalten. „Dabei orientieren wir uns vor allem an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler im Lernprozess und denen der Lehrkräfte bei der täglichen Planung und Durchführung des Unterrichts“, führte Lorz weiter aus. Der Aufbau des Schulportals erfolgt schrittweise in mehreren Phasen und ist bis Ende des Schuljahres 2020/21 abgeschlossen. Im Laufe des zweiten Schulhalbjahrs 2018/19 werden zunächst rund 450 Schulen, die bereits verschiedene einzelne Bausteine bzw. Funktionen verwenden, Zugriff auf das Schulportal erhalten. Eine flächendecke Nutzung wird im Schuljahr 2021/22 möglich sein. Die Betriebskosten liegen bei rund 1 Million Euro im Jahr, hinzu kommen zwölf Stellen für Lehrkräfte und technisches Personal.

„Hessen beginnt aber keineswegs bei null. Das Gegenteil ist der Fall. Mit dem neuen Schulportal greifen wir bewährte und vielfach genutzte Funktionen des Hessischen Bildungsservers auf und integrieren sie in einer weiterentwickelten modernen Form, die den heutigen Anforderungen an Technik, Design und Handhabung entsprechen. Damit tragen wir dem vielfach geäußerten Wunsch der Schulen Rechnung“, führte der Kultusminister weiter aus. Das Schulportal ist dabei kein statisches Instrument, sondern kann aufgrund des modularen Aufbaus als pädagogisches Werkzeug dynamisch weiterentwickelt werden. Funktionen lassen sich jederzeit einzeln weiterentwickeln oder ergänzen. Die Anmeldung erfolgt über einen sogenannten „Single-Sign-On“ – d.h. es genügt eine Anmeldung, um alle Anwendungen nutzen zu können. Der Zugriff ist auch von außerhalb der Schule zu jeder Tageszeit mit allen Endgeräten (Tablet, PC, Smartphone) möglich. Das Schulportal baut im Wesentlichen auf Open-Source-Software auf, um möglichst unabhängig von einzelnen Anbietern zu sein. Es läuft auf landeseigenen Servern der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung und erfüllt die Datenschutzvorgaben des Hessischen Datenschutzbeauftragten. Der technisch-pädagogische Support wird durch die Hessische Lehrkräfteakademie übernommen, die auch Fortbildungen anbieten wird.

Aufbau des Schulportals:

Aufbau des Schulportals

Die Kultusministerinnen und -minister der Länder haben sich mit der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ darauf verständigt, digital gestütztes Lernen zu fördern und dafür geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Deswegen erfolgt ein intensiver Austausch mit anderen Ländern und auf KMK-Ebene mit dem Bund, um gemeinsam rechtliche, technische und inhaltliche Fragestellungen zu digitalen pädagogischen Plattformen zu klären und Funktionen gegebenenfalls gemeinsam entwickeln zu lassen. Abschließend hielt der Kultusminister fest: „Wir möchten mit dem Schulportal ein unterstützendes pädagogisches Angebot für die Schulen unterbreiten, dessen Anwendungen und Funktionen mit Fortbildungsangeboten eng begleitet werden. Es handelt sich dabei aber nicht um ein verpflichtendes Instrument.“

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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