Sprachförderung

Den „Deutschsommer“ gibt’s nun auch im Herbst

Thema: 
Rund um das Schuljahr
07.10.2020Hessisches Kultusministerium

Lösel: „Dank unseres neuen Ferienangebots bauen Schülerinnen und Schüler die durch die Schulschließungen entstandenen Sprachrückstände weiter ab.“

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Deutschsommer im Herbst
© HKM

Das Erlernen der deutschen Sprache ist die Grundlage für eine erfolgreiche Schulkarriere und unverzichtbar für das spätere Berufsleben. Bei der Vermittlung dieser Kompetenz kann Hessen seit Jahren auf die gute Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern zählen. Einer dieser Partner, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, hat im Jahr 2007 das Projekt „Deutschsommer – Ferien, die schlau machen“ ins Leben gerufen und unterstützt seitdem Grundschülerinnen und Grundschüler dabei, ihre Deutschkenntnisse in den Ferien zu verbessern. Mit dem „Deutschsommer im Herbst“ wird dieses Angebot nun auf die Herbstferien ausgeweitet. Bei einem Besuch an der Gießener Korczak-Schule informierte sich Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel über das neue Ferienlernangebot und erklärte: „Das zurückliegende Schuljahr hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig der direkte Kontakt zu den Lehrkräften gerade für diejenigen Kinder ist, die noch nicht so gut Deutsch sprechen können. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir den Schwung des ‚Deutschsommers‘ in den Herbst mitnehmen können, um Kinder mit Nachholbedarf auch außerhalb des Unterrichts weiter gezielt zu unterstützen.“ 

An ausgewählten Grundschulen in Fulda, Gießen, Limburg, Offenbach, Wetzlar und Wiesbaden erhalten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse in den Herbstferien zu verbessern. Das Angebot umfasst neben Sprachunterricht in Kleingruppen auch Theaterstunden und Freizeitaktivitäten. Gestaltet wird der „Deutschsommer im Herbst“ von Deutschlehrkräften sowie Theater- und Sozialpädagogen. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, zeigte sich erfreut über die Ausweitung der Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und erklärte: „Gerade in der jetzigen Zeit haben wir nichts unversucht gelassen, um Kindern mit verbesserungsbedürftigen Deutschkenntnissen in den Ferien die Möglichkeit zu geben, in einem anregungsreichen Unterricht ihre Sprachkenntnisse auszubauen. In guter Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium und weiteren öffentlichen und privaten Partnern konnten im Sommer und Herbst 2020 zusammengenommen 537 Deutschsommer-Plätze ermöglicht werden.“

„Die Kooperation mit außerschulischen Partnern ist ein wichtiger, ergänzender Baustein in unserem schulischen Gesamtsprachförderkonzept für Kinder und Jugendliche nichtdeutscher Herkunftssprache“, ergänzte Lösel. Allein in den vergangenen fünf Jahren habe Hessen über 80.000 junge Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ohne Deutschkenntnisse in das Schulsystem integriert. „Das wäre ohne die gute Zusammenarbeit mit Partnern wie der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in dieser Form sicherlich nicht möglich gewesen. Ich danke ihr deshalb herzlich für ihren Einsatz und bin mir sicher, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch in den Weihnachtsferien auf sie zählen können“, hielt der Staatssekretär abschließend fest.

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Michael Ashelm
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