Der „Deutschsommer“ macht Station in Wetzlar

Thema: 
Sprachförderung
15.07.2020Hessisches Kultusministerium

Lösel: „Wer seine Deutschkenntnisse in den Ferien freiwillig verbessern will, ist beim Deutschsommer genau richtig.“

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Der „Deutschsommer“ macht Station in Wetzlar
© HKM

Das Erlernen der deutschen Sprache ist die Grundlage für eine erfolgreiche Schulkarriere und unverzichtbar für das spätere Berufsleben. Bei der Vermittlung dieser Kompetenz kann Hessen seit Jahren auf die gute Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern zählen. Einer dieser Partner, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, hat im Jahr 2007 das Projekt „Deutschsommer – Ferien, die schlau machen“ ins Leben gerufen und unterstützt seitdem Grundschülerinnen und Grundschüler dabei, ihre Deutschkenntnisse in den Ferien zu verbessern. Heute hat sich Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, über das Ferienangebot an der Wetzlarer Geschwister-Scholl-Schule informiert. Dabei erklärte Lösel: „Nur wer unsere Sprache beherrscht, kann dem Unterricht folgen und in der Schule erfolgreich sein.“ Die Zeit der Schulschließungen habe dabei noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig der direkte Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften gerade in der Grundschule sei. „Der ‚Deutschsommer‘ setzt genau dort an und bereitet die Schülerinnen und Schüler auf die für den Übergang auf die weiterführende Schule so wichtige Jahrgangsstufe 4 vor. Es freut mich sehr, dass einmal mehr auch die Kinder in Wetzlar von unserem gemeinsamen Ferienlernangebot profitieren.“ 

Der „Deutschsommer“ findet jährlich zu Beginn der hessischen Sommerferien statt. An ausgewählten Grundschulen in Darmstadt, Fulda, Gießen, Limburg, Rüsselsheim, Wetzlar und Wiesbaden erhalten in diesem Jahr 133 Drittklässlerinnen und Drittklässler mit Deutschförderbedarf die Möglichkeit, ihre Kenntnisse vor dem Übergang in die vierte Klasse gezielt zu verbessern. Das Angebot umfasst Sprachunterricht in Kleingruppen, Theaterstunden und Freizeitaktivitäten und wird durch anschließende Hausaufgaben ergänzt. 2016 erhielt das Projekt den Kulturpreis Deutsche Sprache. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, ging näher auf die besonderen Herausforderungen ein, die die Corona-Pandemie für die Organisation des diesjährigen Deutschsommers mit sich brachte: „Eine gute Kenntnis der deutschen Sprache ist für einen Aufstieg durch Bildung von größter Bedeutung. Gerade in der aktuellen Zeit sind zusätzliche Ferienangebote zur Sprachförderung unentbehrlich, vor allem auch vor dem Hintergrund der zeitweiligen Schulschließungen in diesem Jahr. Wir freuen uns deshalb sehr über die gute Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und dem Hessischen Kultusministerium beim Deutschsommer 2020.“

„Allein seit dem Jahr 2015 haben wir in Hessen über 80.000 junge Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ohne Deutschkenntnisse in unser Schulsystem integriert“, machte Staatssekretär Lösel deutlich. „Der Deutschsommer ergänzt unser schulisches Gesamtsprachförderkonzept, trägt zur Persönlichkeitsentwicklung der teilnehmenden Kinder bei und hilft ihnen, nach den Ferien im Unterricht voll durchzustarten. Ich danke der Stiftung deshalb einmal mehr herzlich für ihr Engagement.“

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