30 Jahre Mauerfall

Diskussionsrunde an der Leibnizschule

Thema: 
Rund um das Schuljahr
17.09.2019Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz und der frühere Bürgerrechtler Rainer Eppelmann diskutierten mit Schülerinnen und Schülern der Wiesbadener Leibnizschule und gingen der Frage nach „Was hat der Mauerfall heute noch mit mir zu tun?“.

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Kultusminister Lorz und der frühere Bürgerrechtler Rainer Eppelmann diskutieren mit Schülern der Wiesbadener Leibnizschule
v.l.n.r.: Hessischer Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Guss, Schulleiter der Leibnizschule in Wiesbaden
© HKM

Welche Gedanken verbinden Schülerinnen und Schüler, die lange nach der friedlichen Revolution von 1989 aufgewachsen sind, mit der deutsch-deutschen Teilung, dem Mauerfall und der Wiedervereinigung? Und welche Relevanz hat die Vermittlung demokratischer Überzeugungen in Zeiten zunehmend populistischer Anfeindungen gerade für Kinder und Jugendliche? Diese und weitere Fragen haben Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Rainer Eppelmann, heute bei der Eröffnung der Ausstellung „Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit“ gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Wiesbadener Leibnizschule diskutiert.

Demokratie und Freiheit höchste Güter

Dabei betonte der Kultusminister: „Demokratie und Freiheit sind die höchsten Güter unseres Gemeinwesens. Wie schwer es ist, sie zu erkämpfen und dauerhaft zu bewahren, zeigt ein Blick in Staaten, die vermeintlich aus den Zeiten des Kalten Krieges gelernt haben sollten. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Errungenschaften und Werte immer wieder aufs Neue verteidigen und unsere Schülerinnen und Schüler zu mündigen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern erziehen.“

Die Ausstellung erinnert an die Fluchtbewegung im Sommer 1989 sowie die Massenproteste, die zum Fall der Mauer führten und letztlich den Weg zur deutschen Einheit ebneten. Herausgeber sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder. Sie wird begleitet von einer mehrwöchigen Veranstaltungsreihe der Landesregierung, die zum Ziel hat, diese besondere Wegmarke deutscher Geschichte für alle Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen.

Erinnerungen wachhalten

„Die Mauer in Berlin und die innerdeutsche Grenze mit ihren Zäunen, Sperrzonen und Todesstreifen trennte nicht nur ein Land, sondern auch Familien und Freunde“, ergänzte Lorz. „Damit dies nie wieder geschieht, gilt es die Erinnerung wachzuhalten und unsere Schülerinnen und Schüler frühzeitig für die vermeintlichen Verlockungen ideologischer Irrwege zu sensibilisieren. Die Wahlerfolge von Populisten in Deutschland und Europa zeigen, dass dies auch drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall noch nötig ist. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir mit Rainer Eppelmann einen der prägenden Köpfe der DDR-Bürgerrechtsbewegung gewinnen konnten, und danke der Leibnizschule herzlich für ihr Engagement.“

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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