Auszeichnung

Erste Verbraucherschulen in Hessen

Thema: 
Rund um das Schuljahr
02.03.2018Hessisches Kultusministerium

Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt ausgezeichnet

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Heinrich-von-Gagern-Gymnasium
© Heinrich-von-Gagern-Gymnasium

Am 2. März 2018 zeichnete der Verbraucherzentrale Bundesverband das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium als erste Verbraucherschule in Hessen aus. Sie ist damit eine von 32 Schulen in 13 Bundesländern. Diese Auszeichnungen erhalten Schulen, die in der Verbraucherbildung praxisnahe und individuelle Ideen und Projekte umsetzen. Im Fokus stehen die Themenfelder Finanzen, Ernährung, Medien und nachhaltiger Konsum. 

Für die Auszeichnung gibt es viel Lob von der Hessischen Landesregierung. Verbraucherschutzministerin Priska Hinz würdigte das Frankfurter Heinrich-von-Gagern-Gymnasium als vorbildlich. „Verbraucherschutz für junge Leute ist ein wichtiges Thema. Beim Start ins Erwachsenenleben müssen sie zum ersten Mal im Leben eigenverantwortlich Verträge unterschreiben, Versicherungen abschließen und neben allen Aktivitäten und Konsumwünschen auch ihre Finanzen im Griff behalten. Da ist es gut, wenn sie bereits in der Schule alles Nötige erfahren.“ Verbraucherbildung findet überall im Land statt, aber das Gagern-Gymnasium mit seinem Schwerpunktthema hebt sich deutlich hervor. Die Ministerin kündigte außerdem ein Bündel von Maßnahmen an, mit dem in diesem Jahr junge Leute in Hessen über die Herausforderungen im Verbraucheralltag informiert werden sollen. „Erstmalig wird es in Hessen in diesem Jahr einen eigenen Verbrauchertag für die Zielgruppe junger Menschen geben, den das Land zusammen mit der Verbraucherzentrale durchführen wird“, so die Ministerin weiter.

Auch Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz freut sich über die Auszeichnung des Frankfurter Gymnasiums: „Die Verbraucherbildung – wie etwa der bewusste Umgang mit Geld, sinnvolle Mediennutzung und eine gesunde Lebensführung – hat ihren festen Platz in der schulischen Bildung in Hessen, um unsere Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen im Privat- wie auch im Berufsleben vorzubereiten. Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium als Verbraucherschule seinen Schülerinnen und Schülern Kompetenzen vermittelt, die ihnen ein gegenwärtiges und künftiges Handeln als verantwortungsvolle Konsumenten ermöglichen.“

„Wir freuen uns sehr mit dem Heinrich-von-Gagern-Gymnasium über die Auszeichnung ‚Verbraucherschule‘ “, sagt Dr. Andrea Jahnen, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. „Lehrer wie Schüler haben sich mit hohem Engagement kritisch und gleichermaßen konstruktiv mit den Themen Konsum, Ökonomie und Ernährung auseinandergesetzt und damit die Verbraucherbildung im Schulalltag verankert.“

Verbraucherthemen am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium

Etwa 860 Kinder aus Frankfurt am Main besuchen das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium – ein altsprachliches Gymnasium mit neusprachlichem Zweig. Die Schule hat sich mit allen vier Handlungsfeldern der Verbraucherbildung auseinandergesetzt, unter anderem mit den Verbraucherthemen Konsum und globaler Handel. Außerdem wurden ein Präventionskonzept erarbeitet und ein Präventionstag gemeinsam mit den Schülern durchgeführt (Themen: unter anderem Mediennutzung, Ernährung). Es wurde das Thema Finanzen bei einem Besuch eines Vertreters der deutschen Bundesbank behandelt.

Das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium ist offizielle Partnerschule des Projekts „PolECule“ der Goethe Universität Frankfurt. Im bilingualen Unterrichtsprojekt „Politics, Economics and Culture“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie dem internationalen Welthandel, Nachhaltigkeit sowie Fair Trade auseinander – und werden somit auf eine globale Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet. Das Gymnasium legt großen Wert auf handlungsorientierten Unterricht. Themen der Verbraucherbildung, wie Medien- und Gesundheitserziehung, werden verstärkt fächer- und klassenübergreifend vermittelt.

Hintergrund:

Die Auszeichnung Verbraucherschule wird in zwei Kategorien verliehen: Mit der Auszeichnung Verbraucherschule Silber werden Schulen gewürdigt, die Verbraucherbildung vorbildlich mit einzelnen Maßnahmen umsetzen. Schulen, die Verbraucherbildung im Schulcurriculum und am Lernort Schule verankert haben, werden als Verbraucherschule Gold geehrt. So wird das Engagement von Schulen, Verbraucherbildung kreativ umzusetzen, sichtbar. Verbraucherschulen schärfen bei Schülerinnen und Schülern den kritischen Blick auf Konsumentscheidungen und vermitteln Alltagskompetenzen im Klassenzimmer sowie außerhalb des Unterrichts. Sie helfen ihnen, ihr Leben in einer komplexen und sich stetig verändernden Konsumgesellschaft verantwortungsbewusst für sich und andere zu gestalten. Die Auszeichnung wird gefördert von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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