Startseite Presse Pressemitteilungen Europäischer Sozialfonds fördert Programme für abschlussgefährdete Schülerinnen und Schüler
Bildung

Europäischer Sozialfonds fördert Programme für abschlussgefährdete Schülerinnen und Schüler

Thema: 
Berufliche Bildung, Rund um das Schuljahr
05.09.2018Hessisches Kultusministerium

Europastaatssekretär Weinmeister: „Mit dem Programm ‚Praxis und Schule‘ sind wir in Hessen weiter auf der Erfolgsspur“

Drei Jahre nach seiner Einführung konnten Vertreter der Hessischen Landesregierung heute eine positive Bilanz des Programms ‚Praxis und Schule‘ (PuSch) ziehen. Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister betonte die hohe und nachhaltige Effektivität: „Mit PuSch haben wir hessenweit viele positive Wirkungen erzielt und sind weiter auf der Erfolgsspur“, so Weinmeister. „Zahlreiche Jugendliche konnten mithilfe dieser Fördermaßnahme einen Schulabschluss erreichen.“ Das Programm des Hessischen Kultusministeriums zur Förderung abschlussgefährdeter Jugendlicher wird im Wesentlichen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Auf der ESF-Jahrestagung, die heute in Langen stattfand, trafen sich Beteiligte wichtiger Institutionen, die die Umsetzung des Programms in Hessen ermöglichen, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Ministerien anderer Bundesländer, die vergleichbare Programme umsetzen, von EU-Kommission und freien Bildungsträgern sowie Lehrkräften und Schulleitungen.

Für das Hessische Kultusministerium betonte die stellvertretende Abteilungsleiterin Dr. Heike Jäger, dass sich in PuSch besonders erfolgreich der intensive Praxisbezug – also die Kombination von Schule und Betrieb sowie die Kooperation zwischen allgemeinbildender und beruflicher Schule – erwiesen habe. „Die individuelle Förderung der Jugendlichen in kleinen Klassen sowie die sozialpädagogische Begleitung als ‚Grundpfeiler‘ der Maßnahme sind weitere Merkmale für den Erfolg“, so Jäger.

Hintergrund zum Programm

In PuSch werden Schülerinnen und Schüler beschult, die wegen erheblicher Lern- und Leistungsrückstände in den Regelklassen voraussichtlich keine Chance hätten, den Hauptschulabschluss zu erreichen. Durch gezielte individuelle Förderung und sozialpädagogische Begleitung in der PuSch-Klasse können sie so zum Abschluss geführt werden. Das Programm ist in Hessen am 1. August 2015 gestartet. Bislang konnten jährlich rund 2.000 Jugendliche hessenweit gefördert werden. PuSch-Klassen können an Hauptschulen, schulformbezogenen (kooperativen) und schulform-übergreifenden (integrierten) Gesamtschulen in Form von PuSch A-Klassen sowie an beruflichen Schulen im Rahmen der Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung in Form von PuSch B-Klassen gebildet werden. Jugendliche sollen mithilfe dieses Förderprogramms den Hauptschulabschluss erwerben. Sie werden gleichzeitig auf den Übergang von der Schule in den Beruf vorbereitet. Jugendliche, die das PuSch-Programm erfolgreich durchlaufen haben, können nach Erreichen des Hauptschulabschlusses den Eintritt in die duale Ausbildung schaffen und Zugänge zu neuen Bildungswegen erhalten.

Im Schuljahr 2018/19 nehmen 120 Klassen an 76 Schulen an PuSch teil

Im dritten Umsetzungsjahr (2017/18) waren 59 Klassen an 43 Schulen in PuSch A beteiligt und 58 Klassen an 33 Schulen in PuSch B. Die Abschlussquote in Pusch A lag bei 79 Prozent, in PuSch B bei 61 Prozent. Im aktuellen Schuljahr sind 55 Klassen an 41 Schulen im Programmteil A beteiligt sowie 65 Klassen an 35 Schulen im Programmteil B.

Die Planungen der Europäischen Union für die nächste Förderperiode ab 2020 schreiten nun voran. Die EU ist aktuell in Verhandlungen mit dem Bund. Die Hessische Landesregierung hatte sich im Vorfeld stark für eine Fortführung der Strukturfonds mit einer angemessenen Mittelausstattung eingesetzt. Sie begleitet den Prozess der Vorbereitung der neuen Förderperiode intensiv und setzt sich insbesondere für eine Vereinfachung der Verwaltungsverfahren und Antragstellung ein. „Wir gehen fest davon aus, dass die Förderung benachteiligter Jugendlicher in Hessen auch in Zukunft mithilfe von Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützt werden kann“, sagte Staatssekretär Weinmeister abschließend.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
Schließen