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Geschichtswettbewerb

Feierliche Landespreisverleihung im Hessischen Landtag

Thema: 
Auszeichnungen, Orden, Rund um das Schuljahr
12.09.2017Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz zeichnet Schülerinnen und Schüler aus Hessen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus

Auszeichnung der Schülerinnen Carlotta Spemann und Emilia Herlitzius mit ihrem Tutor Dr. Benjamin Laqua von Dr. Martin-Niemöller-Schule in Wiesbaden
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Auszeichnung der Schülerinnen Carlotta Spemann und Emilia Herlitzius mit ihrem Tutor Dr. Benjamin Laqua von Dr. Martin-Niemöller-Schule in Wiesbaden
© Körber-Stiftung/Heibel

Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sind am Montag, den 11. September die besten Schülerarbeiten aus Hessen ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung überreichten im Hessischen Landtag Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtags, und Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Kultusminister Hessen, die Urkunden für die Preisträgerinnen und Preisträger. Zu Beginn der Feierstunde betonte Landtagspräsident Kartmann: »Es freut mich sehr, dass wir die Landespreisverleihung beim Geschichtswettbewerb hier im Landtag in diesem historischen Saal erneut feiern können – der richtige Rahmen für die feierliche Veranstaltung«. Minister Lorz hob hervor: »Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist ein wunderbares Beispiel für das einzigartige Engagement der Lehrer und Schüler, herzlichen Dank dafür. Insbesondere das aktuelle Thema beim Wettbewerb ist auch für junge Menschen für die Auseinandersetzung mit Wertefragen wichtig und fördert den interreligiösen Dialog«.

Über insgesamt 13 Landespreise (je 250 Euro) und 13 Förderpreise (je 100 Euro) durften sich Schülerinnen und Schüler aus Hessen freuen. Die Landessieger haben nun zudem die Chance auf einen von insgesamt 50 Bundespreisen. Die fünf Erstpreisträger werden am 22. November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier persönlich ausgezeichnet. Die Bundesergebnisse gibt die Körber-Stiftung im November bekannt.

Schulpreis geht an das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium in Gießen

Das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium in Gießen ist im Rahmen der Preisverleihung als landesbeste Schule in Hessen ausgezeichnet worden und erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Mit dem Schulpreis würdigt die Körber-Stiftung die historisch-politische Projektarbeit an Schulen und zeichnet das besondere Engagement von Lehrerinnen und Lehrern sowie von ihren Schülern aus. Der Schulpreis wird seit 2011 verliehen und anhand der Anzahl der Preise für eine Schule errechnet. »Die Schulen sind sehr wichtig. Der Geschichtswettbewerb kann nur gelingen, wenn er vor Ort Unterstützung erfährt, die Tutoren sind dort unsere wichtigsten Partner. Sie tragen den Wettbewerb in die Schulen, bringen ihn den Schülern nahe und investieren viel Zeit, um die Schüler für Geschichte zu begeistern«, betonte Sven Tetzlaff. Die Schulleiterin Antje Mühlhans nahm die Urkunde von Sven Tetzlaff entgegen. Das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium wurde seit 2011 in Folge mit dem Schulpreis geehrt und erreichte in diesem Wettbewerb mit insgesamt 20 eingereichten Beiträgen von 28 Schülern vier Landessiege und vier Förderpreise.

Thematische Vielfalt über »Gott und die Welt«

In Hessen wurden zum aktuellen Rahmenthema »Gott und die Welt. Religion macht Geschichte«  insgesamt 86 Beiträge von 311 Teilnehmern eingereicht. Die Jugendlichen haben sich auf vielfältige Weise mit dem Einfluss und Wirken von Glauben und Religion auf das Zusammenleben der Menschen beschäftigt und dazu oftmals Zeitzeugen in der eigenen Familie befragt. Sie setzten sich beispielsweise mit dem Wirken des Pfarrers Martin Niemöller und der

Bedeutung der Bekennenden Kirche im ›Kirchenkampf‹, religiösen Konflikten zwischen Juden und Christen in der Frühen Neuzeit und der Rolle der Kirche bei der Integration von Vertriebenen im Nachkriegsdeutschland auseinander.

Von September 2016 bis Februar 2017 waren bundesweit mehr als 5.000 junge Menschen auf historischer Spurensuche. In insgesamt 1.639 Beiträgen zeigen sie, welche geschichtliche und aktuelle Relevanz die Auseinandersetzung mit dem Thema »Glaube und Religion« hat. Ausgehend von der historischen Analyse beziehen viele Schüler auch persönlich Stellung zu dem Thema und stellen fest, dass trotz einer zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft, religiöse Traditionen und Feste für viele Menschen wichtig seien und Einfluss auf das Zusammenleben haben. 

Über den Geschichtswettbewerb

Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 141.000 Teilnehmern und rund 31.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

Material zum Download:

  • Kurztexte zu den Landessiegerarbeiten aus Hessen
  • Preisträgerliste mit den Landessiegern und Förderpreisträgern
  • Landesstatistik zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Service für Journalisten:

  • Kontaktvermittlung zu Preisträgern und Tutoren
  • Interview mit einem Vertreter der Körber-Stiftung
  • Akkreditierung/Programm zur Landespreisverleihung
  • Pressefotos zur Preisverleihung

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer