Ganztagsbetreuung

Ferienbetreuung im Pakt für den Nachmittag

Thema: 
Ganztag
26.06.2018Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz zu Besuch an der Grundschule Süd-West in Eschborn

Besuch der Grundschule Süd-West in Eschborn
Bild 1 von 3
Kultusminister Lorz eingerahmt vom Ersten Kreisbeigeordneten des Main-Taunus-Kreises, Wolfgang Kollmeier (links) und dem Ersten Stadtrat der Stadt Eschborn, Thomas Ebert (rechts)
© HKM

Eine verlässliche Betreuung unter Federführung des Landes, die nicht nur in der Schulzeit, sondern auch in den Ferien angeboten wird – diese Möglichkeit gibt es im Main-Taunus-Kreis seit dem Start im Schuljahr 2016/17 nun bereits zum dritten Mal. Ein guter Anlass für Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, der teilnehmenden Grundschule Süd-West in Eschborn im Rahmen seiner Sommerreise einen Besuch abzustatten und sich über diesen Baustein des Pakts für den Nachmittag zu informieren. Bei einem Rundgang durch das Schulkinderhaus, in dem ein Teil der Ferienbetreuung stattfindet, sagte der Minister: „Bei der Einführung des Pakts für den Nachmittag war es uns wichtig, die Ganztagsbetreuung auch auf die Ferien auszuweiten. Damit bieten wir vielen Eltern noch mehr Verlässlichkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – in der heutigen Zeit ein bedeutender Aspekt in der Familienplanung.“ Im Anschluss konnte der „hohe Besuch“ aus Wiesbaden nicht nur seine handwerklichen Fähigkeiten bei der Specksteinbearbeitung unter Beweis stellen, sondern mit den Kindern auch gemeinsam zu Mittag essen.

Umfangreichstes Programm für den Ausbau von Ganztagsangeboten an Grundschulen

Der Main-Taunus-Kreis nimmt mit der Grundschule Süd-West seit dem Schuljahr 2016/17 am umfangreichsten Programm für den Ausbau von Ganztagsangeboten an Grundschulen, das es je in Hessen gab, dem „Pakt für den Nachmittag“, teil. Die Teilnahmequote der Schülerinnen und Schüler an der Schule liegt bei rund 77 Prozent, dafür stellt das Land insgesamt rund 4,5 Stellen zur Umsetzung des Ganztagsangebotes zur Verfügung. Der Pakt für den Nachmittag wird in Kooperation zwischen Schule, städtischen Betreuungseinrichtungen und Arbeiterwohlfahrt realisiert. Träger des Ferienangebots, an dem rund 90 Kinder teilnehmen, ist die Stadt Eschborn.

Neben der Grundschule Süd-West nehmen die Weinbergschule in Hochheim am Main, die Pestalozzischule in Kelkheim, die Linden-Schule in Kriftel, die Albert-Schweitzer-Schule sowie die Regenbogenschule in Hattersheim und erstmals im neuen Schuljahr 2018/2019 die Steinbergschule in Hofheim und die Georg-Kerschensteiner-Schule in Schwalbach am Pakt für den Nachmittag teil.

Der Erste Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreise, Wolfgang Kollmeier, erläuterte: „Der Pakt für den Nachmittag bringt Unterricht, Betreuung und Erziehung unter ein Dach. Damit können die Angebote noch besser inhaltlich verzahnt und organisiert werden – ein Plus für die Bildungslandschaft im Main-Taunus-Kreis.“

Eschborns Erster Stadtrat Thomas Ebert erklärte: „Eltern brauchen heute eine verlässliche Betreuung für das ganze Jahr. Mit der Schließung der Kinderhorte Alter Höchster Weg und Süd-West wird sich die Ferienbetreuung bereits ab dem nächsten Jahr in die Ganztagsschule Süd-West und in das Schulkinderhaus Süd-West verlagern. Die Kooperation zwischen der durch einen großzügigen Anbau erweiterten Grundschule Süd-West und der Stadt Eschborn wird dadurch noch zukunftsweisender.“

Was sieht der „Pakt für den Nachmittag“ vor?

Das Land stellt im ‚Pakt für den Nachmittag‘ die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht. Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote vor Ort werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule.

Drei Viertel aller Schulträger sind zum kommenden Schuljahr bereits dabei

Im Schuljahr 2018/2019 werden von 33 hessischen Schulträgern insgesamt 25, d.h. rund drei Viertel, im Pakt vertreten sein. Zu den 21 Schulträgerregionen, die schon jetzt im Pakt für den Nachmittag sind, kommen mit der Stadt Rüsselsheim, dem Wetteraukreis, dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau vier weitere Schulträger neu hinzu. Insgesamt werden im kommenden Schuljahr nach jetzigem Stand mindestens 208 Grundschulen dabei sein.

Kultusminister Lorz betonte zum Abschluss seines Besuchs an der Grundschule Süd-West nochmals die Grundprinzipien des Pakts: „Freiwilligkeit, Flexibilität und individuelle Förderung sind die Leitlinien unserer ganztägigen Angebote in Hessen. Damit werden wir den Wünschen und Vorstellungen von Eltern und Schulgemeinden gerecht. So individuell wie die Verhältnisse und Bedarfe vor Ort sind, so individuell können wir mit unseren Angeboten darauf reagieren.“

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
Schließen