Ostercamps

Fit für die nächste Klasse!

Thema: 
Rund um das Schuljahr
10.04.2017Hessisches Kultusministerium

Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel zu Besuch im Projektlerncamp für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler in Wolfshausen

Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel zu Besuch im Projektlerncamp in Wolfshausen
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© HKM

Was tun, wenn das Lernen schwerfällt und die Versetzung und der Schulabschluss in Gefahr sind? In den o.camps des Hessischen Kultusministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) nutzen jährlich 240 hessische Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse die Osterferien, um etwas für den Sprung in die nächste Klasse zu tun: An vier Camp-Standorten holen sie in einer Kombination aus Lernwerkstätten und praktischem Projektlernen in kleinen Gruppen Fachwissen in Deutsch, Mathematik und Englisch nach und eignen sich neue Lernmethoden an.

Staatssekretär Dr. Lösel besucht Camp in Wolfshausen

Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel hat heute das Camp in Wolfshausen besucht, um sich mit den Jugendlichen über ihre Lernerfolge und Zukunftserwartungen auszutauschen. „Unter dem Motto ‚Fit für die nächste Klasse‘ wollen wir den Schülerinnen und Schülern dabei helfen, sich aktiv auf die Versetzung in die nächste Klasse und das Erreichen des angestrebten Schulabschlusses vorzubereiten. Das ist eine wertvolle Ergänzung zum normalen Unterricht“, sagte Kultusstaatssekretär Dr. Lösel und fügte hinzu: „Dank der o.camps schaffen seit mehr als zehn Jahren über 83 Prozent der Schülerinnen und Schüler doch noch ihre Versetzung – ein Format mit Erfolg.“

Lernwerkstätten, neue Strategien und Projektarbeit

Ein multiprofessionelles Team aus Lehrkräften, sozialpädagogischen Fachkräften und Jugendleitungen betreut die Jugendlichen. Drei Kernelemente formen den Alltag im Camp: In Lernwerkstätten werden die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen in einem der Kernfächer Mathematik, Deutsch und Englisch individuell gefördert. Zusätzlich erarbeiten und erproben sie neue Lerntechniken und entwickeln für sich besonders geeignete Lernstrategien.

Außerdem übernehmen die Jugendlichen in einem selbständig durchgeführten Projekt die Verantwortung von der Planung bis zur Präsentation. Dies kann ein Musikquiz in englischer Sprache, ein Design-Projekt zum Kennenlernen der handwerklichen Stärken oder ein Medienprojekt mit kurzen selbstproduzierten Filmen sein. Sie bringen ihre Stärken und Fähigkeiten im Team ein und entwickeln Kompetenzen, die über den Schulalltag hinaus wichtig sind.

Nach dem o.camp werden die Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien durch pädagogische Fachkräfte aus dem Camp gemeinsam mit ihren Lehrkräften an der Schule begleitet und unterstützt.

Insgesamt 45 Camps in ganz Hessen

Während der hessischen Osterferien finden im Zeitraum vom 3. bis 14. April 2017 insgesamt vier zentrale o.camps und 41 weitere schulbezogene Camps an allgemeinbildenden Schulen statt.

An den schulbezogenen Camp-Standorten entwerfen die Schulen in Eigenregie mit Unterstützung des Projektbüros ein passgenaues Förderangebot. Im Laufe eines Schuljahres können die Koordinatoren der Schulen sich auf Fortbildungen mit anderen Camp-Schulen austauschen. Das schulbezogene Angebot besteht hessenweit für Schülerinnen und Schüler der 8. – 10. Klasse für die Bildungsgänge Haupt- und Realschule.

„Seit 2007 wurden rund 19.000 Schülerinnen und Schüler erfolgreich auf ihren Abschluss oder die Versetzung in die nächste Klasse vorbereitet. Wir freuen uns auf weitere Schulen, die diesem Beispiel folgen und an ihrer Schule ein Camp-Angebot etablieren“, erklärte der Staatssekretär abschließend.

Praxiseinblicke ins o.camp zeigen die Fotoauswahl, der Film für Lehrkräfte sowie der Spot für Schülerinnen und Schüler unter www.ostercamps.de. 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer