Projekt Karg Campus

Hessen baut die Förderung Hochbegabter aus

Thema: 
Rund um das Schuljahr
30.07.2020Hessisches Kultusministerium

Hochbegabte Schülerinnen und Schüler noch besser finden und fördern

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Vorstand der Karg-Stiftung Dr. Ingmar Kahl und Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz unterzeichnen den Vertrag Karg Campus.
v.l.n.r.: Vorstand der Karg-Stiftung Dr. Ingmar Ahl, Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz
© HKM

Hessisches Bildungssystem begabungsgerechter gestalten

Die Förderung Hochbegabter und besonders Begabter hat in Hessen immer schon einen großen Stellenwert eingenommen. Gestern haben der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Dr. Ingmar Ahl, Vorstand der Karg-Stiftung, einen Vertrag über das Projekt Karg Campus Hessen unterzeichnet. Gemeinsam wollen sie das hessische Bildungssystem begabungsgerechter gestalten, das Konzept der Begabtenförderung Hessens fortschreiben und ausbauen. Um noch besser im Finden und Fördern von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Potenzialen zu werden, sollen in den nächsten drei Jahren Angebote und Vernetzungsstrukturen entstehen, die Lehrkräfte sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen dabei unterstützen.

Das Projekt Karg Campus

„Die Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler ist uns in Hessen ein besonderes Anliegen“, erklärte Kultusminister Lorz. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Karg-Stiftung einen erfahrenen Partner gewonnen haben, der uns bei der Neuaufstellung der Begabtenförderung und der Weiterentwicklung der teilnehmenden Schulen unterstützt. Mit dem Projekt Karg Campus schaffen wir die Grundlage für eine breit angelegte Initiative zur frühzeitigen Erkennung von Begabungen.“

Ziel des Projektes Karg Campus Hessen ist die fachliche Weiterentwicklung und Vernetzung von bis zu 27 Schulen und der hessischen Schulpsychologie in der Begabungs- und Begabtenförderung. Das Projekt richtet sich dabei an Lehrkräfte sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, die bereits in entsprechenden Strukturen eingebunden und mit dem Thema der Begabungs- und Begabtenförderung befasst sind. In sowohl zielgruppenspezifischen als auch in gemeinsamen Formaten werden berufsbezogene Themen vermittelt und vertieft, reflektiert und der berufsübergreifende Austausch angeregt. Die systematische, landesweit einheitlich ausgerichtete Vernetzung bestehend aus bereits bewährten Elementen der Begabungs- und Begabtenförderung werden mit neuen Strukturen ergänzt und im Rahmen eines Hessischen Innovations- und Beratungszentrums für die Begabtenförderung (HIBB) zusammengeführt.

Dei bundesweite Initiative „LemaS“

Das Hessische Kultusministerium leistet damit einen weiteren Beitrag zur bundesweiten Initiative „LemaS“ (Leistung macht Schule), die im November 2016 von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung beschlossen wurde. „Als in Hessen beheimatete Stiftung freuen wir uns sehr auf das gemeinsame Projekt. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Qualifizierung von Kitas, Schulen und Beratungsstellen und im Aufbau von Konzepten, Angeboten und Vernetzungsstrukturen in der Begabtenförderung wollen wir dazu beitragen, dass Hessen seine Expertise hier weiter ausbaut. Dabei haben wir gemeinsam auch Kinder und Jugendliche im Blick, die schwierige Lernbedingungen haben und eine Unterstützung in der Entfaltung ihrer Potenziale benötigen“, so Dr. Ingmar Ahl, Vorstand der Karg-Stiftung.

Gefördert wird das Projekt auch von der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung, die sich unter anderem für die Förderung begabter junger Menschen einsetzt.

Kurz-Infos zu Karg Campus Hessen
  • Vertragsunterzeichnung 29. Juli 2020
  • Projektdauer 2020 bis 2023
  • Ausbau der Förderung (hoch-)begabter und potenziell leistungsstarker Schülerinnen und Schüler, 27 allgemeinbildende Schulen, 15 Schulpsychologische Dienste
  • Aus- und Aufbau landesweiter Angebote und Vernetzungsstrukturen in der Begabtenförderung 
  • Einbindung der Gütesiegel-Schulen
  • Durchführung Karg-Stiftung und Hessisches Kultusministerium
  • Förderung Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung
  • Kosten: 750.000 Euro

Die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung

ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Mannheim. Sie wurde von Dr. Rolf M. Schwiete von Todes wegen gegründet und besteht somit seit dem 22. Juni 2013. Der Stifter, Dr. Rolf M. Schwiete, wurde am 10. Januar 1922 in Frankfurt am Main geboren. Er starb am 22. Juni 2013 im Alter von 91 Jahren in Gernsheim. Sein ganzes Leben hat er seiner Unternehmensgruppe, der Van Baerle Chem. Fabrik GmbH & Co. KG gewidmet, die Wasserglas, Farben sowie Wasch- und Reinigungsmittel hergestellt hat. Unter anderem aus der Unternehmensgruppe resultierte auch der Grundstock seines Vermögens. Nicht zuletzt soll durch die Stiftung ein stetes Andenken an Dr. Rolf M. Schwiete und sein nachhaltiges Wirken gesetzt werden.

Die Karg-Stiftung

Unser Auftrag ist die Förderung des hochbegabten Kindes in Kita, Schule und Beratung. Nah am Menschen und dem Bildungsalltag suchen wir gute Ideen und begleiten praxisnah in der Begabtenförderung. Wir klären den Bedarf, knüpfen Netzwerke und entwickeln Konzepte. Wir beraten, informieren und qualifizieren in der Begabtenförderung. Gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Praxis schaffen wir so ein allseits gerechtes Bildungssystem. Denn dieses ermöglicht auch Kindern und Jugendlichen mit hohem intellektuellem Potenzial die Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Die Karg-Stiftung, von dem Unternehmer Hans-Georg Karg und seiner Frau Adelheid Karg 1989 errichtet, ist verlässliche Partnerin und treibende Kraft der Begabtenförderung in Deutschland.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Michael Ashelm
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