Hessen richtet Landeskoordination Bildung für nachhaltige Entwicklung/Globales Lernen ein | Hessisches Kultusministerium
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Lehrerbildung

Hessen richtet Landeskoordination Bildung für nachhaltige Entwicklung/Globales Lernen ein

Thema: 
Berufliche Bildung, Rund um das Schuljahr
08.08.2018Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz: „Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen sind wichtige Lernziele in unserer heutigen Gesellschaft.“

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Lehrkräfte im Gespräch
© kupicoo - i-stock

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist im vergangenen Jahr als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgabe von Schule im Hessischen Schulgesetz verankert worden. Bereits seit fast 20 Jahren kümmert sich die Initiative Hessische Umweltschulen um die Einbettung von Umweltbildung in den Unterricht. Neben Naturschutz und Artenvielfalt geht es seit vielen Jahren immer stärker auch um Themen der nachhaltigen Entwicklung, indem Schülerinnen und Schüler lernen, welche Folgen die Handlungen jedes einzelnen für die Umwelt haben. Erst im November vergangenen Jahres sind die Hessischen Umweltschulen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der deutschen UNESCO-Kommission als hervorragende Bildungsinitiative für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet worden. In der Begründung der Jury heißt es u.a., „die hessischen Umweltschulen tragen dazu bei, Nachhaltigkeit besser in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern.“ Das Projekt setze sich dafür ein, den Fokus qualitativ immer stärker von reiner Umweltbildung hin zur Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verschieben, so etwa in Unterrichtseinheiten zu Biodiversität und Naturschutz.

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat darüber hinaus in der heutigen Sitzung des Kulturpolitischen Ausschusses die Einrichtung und Besetzung einer Landeskoordination für Globale Entwicklung angekündigt: „Mit dieser Stelle im Bereich des Hessischen Kultusministeriums wollen wir die Schulen in der Bewältigung der Aufgabe und der für viele noch neuen Herausforderungen, Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung umzusetzen und in ihrem Schulprofil zu verankern, unterstützen.“ Als Grundlage dafür diene der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung der Kultusministerkonferenz.

Bei der Finanzierung der Stelle wird das Land vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Die Stelle soll sich einerseits um die Umsetzung des Orientierungsrahmens in der 2. Phase der Lehrerbildung, sprich während des Referendariats, kümmern und andererseits allgemeine Aufgaben der Koordination übernehmen.

Fortbildung von Ausbilderinnen und Ausbildern als zentrale neue Aufgabe

So ist die Fortbildung von rund 400 Ausbilderinnen und Ausbildern in den Studienseminaren geplant, die die Inhalte des Globalen Lernens künftig als Bildungsinhalte in den Modulveranstaltungen für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst vermitteln werden. „Damit gewährleisten wir die Umsetzung der im Nationalen Aktionsplan geforderten Unterstützung der Ausbildung von Lehrkräften im Bildungsprozess für nachhaltige Entwicklung“, erläuterte der Kultusminister.

Darüber hinaus geht es bei den Aufgaben um die Weiterentwicklung der hessischen Kerncurricula, in denen die Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und des Orientierungsrahmens auch künftig angemessen berücksichtigt werden sollen. Es geht um die Weiterentwicklung von Fortbildungskonzepten für Lehrkräfte, die schulische Qualitätsentwicklung und die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und außerschulischen Bildungsträgern.

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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