PhysikOlympiade

Hessens zehn beste Physikschüler und Physikschülerinnen ausgezeichnet

26.01.2018Hessisches Kultusministerium

49. Internationale PhysikOlympiade (IPhO) 2018: Sechs kommen in die dritte Runde

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Internationale Physikolympiade
© Gerd Scheffler

Anja Schöpe, Leiterin des Referats Qualitätsentwicklung, Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler im hessischen Kultusministerium, sowie Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann, Werkleiter der GE Grid GmbH, Kassel und Mitglied des Vorstands von HESSENMETALL Nordhessen, haben die zehn erfolgreichsten, hessischen Teilnehmer der Internationalen PhysikOlympiade ausgezeichnet. Diese acht Jungen und zwei Mädchen haben zwei Runden erfolgreich absolviert und sich als beste Hessen qualifiziert:

  • Oliver Avril, Lessing-Gymnasium, Lampertheim
  • Colin Barth, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, Bad Homburg
  • Yoshi Eschen, Humboldt-Schule, Wiesbaden
  • Maximilian Herzog, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
  • Noah Köstner, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
  • Sebastian  Kollmeyer, Edith-Stein-Schule, Darmstadt
  • Hans Olischläger, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
  • Onno Pfohl, Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim
  • Sarah Seibert, Ziehenschule, Frankfurt
  • Felix Vogel, Karl-Rehbein-Schule, Hanau

Die zehn besten Hessen qualifizierten sich in Runde 1 auf anspruchsvollem Oberstufenniveau unter bundesweit 930 Teilnehmer/innen für Runde 2 und lieferten dort schon auf Universitäts­niveau die besten Ergebnisse für Hessen. Gleich vier Schüler der „Top 10“ Hessens kommen aus der Karl-Rehbein-Schule in Hanau. Yoshi Eschen und vier männliche Schüler aus Hessen haben sich zudem für die Vorauswahl zur Bundesmannschaft qualifiziert, die morgen in Göttingen startet.

Schließlich werden daraus die fünf Besten das deutsche Team bilden, das Ende Juli in Lissa­bon auf junge Physiktalente aus aller Welt trifft.

Hessische Physik-Asse mit hohem Leistungswillen

Die Leiterin des Referats für Qualitätsentwicklung und Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler im Hessischen Kultusministerium Anja Schöpe sagte anlässlich der bevorstehen­den Wett­bewerbe: „Mein Dank gilt allen erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mit den sechs Schülerinnen und Schülern, die sich für den Bundesentscheid qualifizieren konnten, schicken wir darüber hinaus echte Physik-Asse in die nächste Runde. Ich bin mir sicher, dass sie Hessen auf Bundesebene – und vielleicht sogar im Sommer in Lissabon – würdig vertreten. In jedem Fall wünsche ich allen Nachwuchstalenten anregende Stunden im Kreise ihrer Mitstrei­terinnen und Mitstreiter und viel Erfolg für die anstehenden Wettkämpfe.“

Gastgeber Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann, Werkleiter der GE Grid GmbH, Kassel und Mitglied des Vorstands von HESSENMETALL Nordhessen, lobte Leistungswillen und Mut der Jugend­lichen: „Es ist schon eine besondere Leistung, sich unter Zeitdruck kompliziertes Fachwissen selbst anzueignen und in einen sehr anspruchsvollen Wettbewerb zu treten. Dass Sie diese Strapazen auf sich genommen haben, zeigt mir, dass Sie Ihr Fach lieben. Und Ihr Erfolg in diesem Wettbewerb zeigt, dass Sie Ihr Fach auch sehr gut verstehen. Alles sehr gute Voraus­setzungen, um in Deutschlands größter Industrie beruflich erfolgreich zu sein. Die Metall- und Elektroindustrie sucht Talente wie Sie; sei es als Dual Studierende, als Ingenieure oder mit einem Doktortitel. Denn die Basis des Erfolgs unserer Industrie sind die MINT-Kompetenzen.“

Beim anschließenden Rundgang durch das Kasseler Werk der GE Grid GmbH zeigte Dipl.-Ing. Klaus Lingelmann, welche beruflichen Perspektiven sich Menschen mit ausgeprägten Kennt­nissen in Physik bieten. Von der Hochspannungstechnik über Netzwerkmanagement-Software bis zum technischen Service bietet das Unternehmen weltweit sichere und effiziente Stromver­sorgung in intelligenten Netzwerken. In mehr als 130 Jahren seit der Gründung hat das Werk sich immer neuen technischen Anforderungen und internationaler Konkurrenz gestellt. Lingelmann betonte: „Durch unseren sehr hohen Exportanteil stehen wir in einem scharfen, internationalen Wettbewerb. Deshalb brauchen wir sehr gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die neue oder bessere Produkte und Services entwickeln – und uns damit den Wettbewerbs­vorteil sichern.“

Hintergrund:

Mit theoretischen und experimentellen Aufgaben werden in den ersten vier Runden die maximal fünf besten Schüler/innen eines Landes er­mittelt. In der fünften und letzten Runde treten diese Teams aus rund 80 Ländern gegenei­nander an, um Medaillen zu erringen.

Die erste Aufgabenrunde auf Landesebene liegt  auf anspruchsvollem Oberstufenniveau, die zweite Runde auf Universitätsniveau. Die dritte und vierte Runde finden über mehrere Tage auf Bundesebene statt und werden vom IPN an einer deutschen Großforschungsanlage organisiert. Die Schlussrunde findet jedes Jahr in einem anderen der teilnehmenden Länder statt; dieses Jahr in Lissabon (Portugal). Denn neben dem Wettkampf stehen das Erleben anderer Kulturen und der Austausch von Jugendlichen weltweit im Vordergrund. Neben der Ehre, sein Land im olympischen Austausch von Jugendlichen vertreten zu dürfen, gibt es für die Teilnehmenden des Auswahlverfahrens zahlreiche Preise wie Urkunden, Gutscheine, Geldpreise,  und Forschungspraktika zu gewinnen. Die besten hessischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Runde werden – seit dem Jahr 2001 – durch den Arbeitgeberverband HESSENMETALL  geehrt.

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe einer allgemeinbildenden oder beruflichen Schule, die unter 20 Jahre alt (Stichtag 30.06.) und noch nicht an einer Universität eingeschrieben sind.

Die 50. Internationale PhysikOlympiade startet im April. 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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