Schuljahresbeginn

Kultusminister Lorz besucht freiwilliges Deutschlerncamp in Schwalbach

Thema: 
Rund um das Schuljahr
09.08.2019Hessisches Kultusministerium

Für manche Schüler beginnt das Schuljahr schon eine Woche früher

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Kultusminister Lorz besucht freiwilliges Deutschlerncamp in Schwalbach
© HKM

„Sechs Wochen Ferien sind natürlich für jeden Schüler eine schöne Sache“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute beim Besuch eines Sprachlerncamps in der Albert-Einstein-Schule Schwalbach. „All jenen aber, die in dieser Zeit in ihrem Umfeld wenig oder kein Deutsch sprechen, fällt der Einstieg in das neue Schuljahr umso schwerer. Genau da setzen wir mit unseren freiwilligen Lerncamps an und helfen den Kindern und Jugendlichen beim Übergang in die nächste Klasse.“

Vorbereitung auf den Schulstart

In der Schule bereiteten sich in dieser Woche 35 Schülerinnen und Schüler, die erst seit kurzem in Deutschland sind, im Rahmen des Sprachförderprogramms „DaS! Fit für die Zukunft – Deutsch als Bildungssprache“ auf den Schuljahresstart vor. Das Programm ist eine kurzzeitpädagogische, schulform- und jahrgangsübergreifende Maßnahme zwischen Land, Schulträgern und privaten Bildungseinrichtungen, in der zugewanderten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben wird, ihre Sprachkenntnisse in Kleingruppen zu verbessern. Die Kurse umfassen dazu täglich mindestens vier Stunden Sprachunterricht. „Im Kern geht es darum, sowohl das Hör- und Leseverstehen, als auch die schriftliche und mündliche Kommunikation zu trainieren“, so Lorz.

Sprache ist ein Schlüssel zur Integration

Das Angebot in Schwalbach basiert auf einer zweijährigen Kooperation mit dem Main-Taunus-Kreis und dem Frankfurter Bildungsträger ZuBaKa. Dazu sagte der Erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Kollmeier: „Sprache ist ein Schlüssel zur Integration, der Kreis als Schulträger leistet mit diesem Projekt einen Beitrag dazu. Es ergänzt unsere anderen Angebote – etwa die vielen Deutschkurse an unserer Volkshochschule“. Der Main-Taunus-Kreis stelle im kommenden Jahr aus eigenen Mitteln 12.000 Euro für ein vergleichbares Projekt an einer weiteren Schule zur Verfügung. An welcher Schule, müsse noch festgelegt werden. Grundlage sei ebenfalls eine Vereinbarung mit dem Land. Auch an weiteren Schulen gebe es Sprachförderangebote verschiedener Träger.

Anna Meister, die Geschäftsführerin von ZuBaKa, brachte die gute Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern zum Ausdruck und ergänzte: „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement sich die Schülerinnen und Schüler einbringen und sichtbar weiterentwickeln. Für uns ist das Lerncamp ein voller Erfolg!“

Schulisches Gesamtsprachförderkonzept

Die verschiedenen Sprachkurse in den Sommerferien reihen sich ein in das schulische Gesamtsprachförderkonzept und gehen aktuell mit der Halbzeit der hessischen Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) einher. Unter dem Titel „Gutes Deutsch – bessere Chancen“ hatte Kultusminister Lorz das Thema Sprachförderung bereits im Februar vorgestellt.

Zeitgleich begann die intensive Arbeit an einer KMK-Empfehlung zur Förderung der Bildungssprache, die im Laufe des Jahres beschlossen werden soll. „Das von uns gesetzte Thema ist sowohl im Kreis der anderen Bildungs- und Kultusministerinnen bzw. -minister als auch bei Verbands- und Stiftungsvertretern und nicht zuletzt bei zahlreichen Schulpraktikern auf eine außerordentlich positive Resonanz gestoßen. Dies hat uns in unserer Arbeit bestärkt und ermutigt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, erläuterte Lorz und schloss mit Blick auf die Lerncamps: „Ich danke unseren Kooperationspartnern, die uns dabei helfen, unsere Ideen zur Sprachförderung vor Ort umzusetzen, und bin mir sicher, dass alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zügig von unseren Ferienangeboten profitieren werden.“

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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