Verbesserungen des Mathematikunterrichts

Neue Kommission zur Qualitätssteigerung des Mathematikunterrichts vorgestellt

Thema: 
Rund um das Schuljahr
18.09.2020Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz: „Wir müssen mit neuen didaktischen Ansätzen mehr Interesse und Freude an der Mathematik wecken“

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Schulklasse im Unterricht
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„Schulleistungsstudien wie der IQB-Bildungstrend haben gezeigt, dass bei Hessens Schülerinnen und Schülern trotz guter Leistungen im Fach Mathematik noch Luft nach oben ist. Um herauszufinden, wie bei möglichst vielen Kindern und Jugendlichen dieses Potenzial bestmöglich geweckt werden kann, haben wir eine Mathematikkommission ins Leben gerufen, die Erkenntnisse liefern soll, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, damit die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler auch in der Breite wieder besser werden“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute in Frankfurt anlässlich der ersten Sitzung der neu geschaffenen Kommission zur wissenschaftlichen Begleitung des Mathematikunterrichts an Schulen in Hessen.

Mitglieder in der Kommission sind unter anderem Prof. Dr. Olaf Köller vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik und Prof. Dr. Marcus Hasselhorn vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Um die schulfachlichen Angelegenheiten kümmern sich Vertreterinnen und Vertreter der Bildungsverwaltung und moderiert wird die gesamte Kommissionsarbeit vom ehemaligen Amtschef des bayerischen Kultusministeriums, Dr. Peter Müller. Die Ergebnisse sollen Anfang 2022 vorliegen.

Die Aufgaben der Kommission

Die Kommission soll fachlich fundiert konkrete Empfehlungen für konzeptionelle und organisatorische Verbesserungen des Mathematikunterrichts an allen Schulformen geben. Zugrunde gelegt werden dazu nicht nur Erkenntnisse, die auf internationaler und nationaler Ebene gewonnen wurden, sondern insbesondere Daten, die in Hessen flächendeckend vorliegen. Konkret befasst sich die Kommission mit den Handlungsfeldern „Zielperspektiven des Mathematikunterrichts“, „Didaktik und Methodik“, „Digitalisierung des Unterrichts“, „Leistungsüberprüfung und Leistungsbewertung“, „Frühe methodische Bildung“, „Individuelle Förderung“ und „Qualitätsentwicklung“. „In den vergangenen Jahren haben wir auf vielfältige Weise versucht, den Mathematikunterricht einerseits effektiver und andererseits ansprechender für unsere Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Eine Aufgabe der Kommission wird nun sein, die Wirkung dieser einzelnen Maßnahmen zusammenzutragen und besonders gelungene Ansätze in die generellen Empfehlungen für die einzelnen Handlungsfelder und besonders auch in die künftige Lehrerbildung einfließen zu lassen. Ich bin sehr gespannt, welche Erkenntnisse die Kommission zutage fördern wird, und wünsche ihrer Arbeit viel Erfolg“, hielt der Minister abschließend fest.

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