Schulen in Hessen

Neue Selbstständige Schulen in Darmstadt und Ober-Ramstadt

Thema: 
Rund um das Schuljahr
01.02.2019Hessisches Kultusministerium
Klassenzimmer
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Kultusminister Lorz hat heute in Wiesbaden vier neue Schulen in den Kreis der Selbstständigen Allgemeinbildenden Schulen (SES) und der Selbstständigen Beruflichen Schulen (SBS) aufgenommen, darunter die Darmstädter Alice-Eleonoren-Schule und die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule aus Ober-Ramstadt. „Die Selbstständigen Schulen sind mittlerweile fest im hessischen Schulsystem verankert. Nun erhalten vier weitere Schulen mehr Flexibilität und können dadurch gezielt eigene Schwerpunkte setzen“, erklärte Lorz bei der Zertifikatsübergabe und ergänzte: „Wir begleiten den Prozess mit Wohlwollen und werden auch in dieser Legislaturperiode die Stärkung der Selbstständigkeit unserer Schulen fortsetzen.“

Als SES wurde die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt zertifiziert. Als SBS zeichnete der Minister die Darmstädter Alice-Eleonoren-Schule aus. Insgesamt haben bereits 86 allgemeinbildende und 47 berufliche Schulen den Schritt zu mehr Selbstständigkeit umgesetzt.

Höhere Lehrerzuweisung und erweiterte Freiheiten

Bereits jetzt können Schulen in Hessen sehr weitgehende eigenverantwortliche Entscheidungen treffen. Gleichwohl sind mit der Aufnahme in die Gruppe Selbstständiger Schulen einige zusätzliche Vorteile verbunden: Die Schulen erhalten eine höhere Lehrerzuweisung und erweiterte Freiheiten, um individuelle Qualitätsverbesserungen in der schulischen Bildung anzugehen. „Die eigenverantwortliche Schul- und Qualitätsentwicklung ist eine der zentralen Stellschrauben, um Schulen die Möglichkeit zu geben, auf individuelle Voraussetzungen vor Ort reagieren zu können und den Unterricht auf die Zukunft des Lehrens und Lernens vorzubereiten“, so Lorz. „Mit unserem Konzept der Selbstständigen Schulen setzen wir genau hier an und statten die Schulen mit neuen Rechten, aber eben auch neuen Pflichten aus.“

Wichtiger Bestandteil des Umwandlungsprozesses ist darüber hinaus die Bewirtschaftung eines eigenen Budgets, das Gestaltungsspielräume zur stärkeren Profilbildung bietet. Die Schulen nutzen zudem die erweiterten Entscheidungsbefugnisse der Schulleiterinnen und Schulleiter in der Personalgewinnung und -entwicklung zur Verbesserung der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler.

„Auf den ersten Blick ist die Zahl selbstständiger Schulen noch recht überschaubar. Dies zeigt, dass Schulen sehr gewissenhaft über diesen Schritt entscheiden, der immer auch eine Form der Selbstverpflichtung darstellt. Deshalb ist es so entscheidend, die gesamte Schulgemeinde mitzunehmen. Es freut mich, dass immer mehr Schulen von unserem Angebot überzeugt sind und sich für diesen Weg entscheiden“, hielt der Minister abschließend fest.

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Stefan Löwer
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