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„Hessen lebt Respekt“

Pensionierter Lehrer Martin Dürr ist „Mensch des Respekts“

Thema: 
Auszeichnungen, Orden
26.09.2017Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz: „Herausragendes Engagement für die Schulgemeinde“

Pensionierter Lehrer Martin Dürr ist „Mensch des Respekts“
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Pensionierter Lehrer Martin Dürr ist „Mensch des Respekts“
© HKM

Den heutigen Tag wird Martin Dürr so schnell wohl nicht vergessen: Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz überraschte den pensionierten Lehrer in seiner ehemaligen Schule, dem Gymnasium am Mosbacher Berg in Wiesbaden, mit der Auszeichnung als „Mensch des Respekts“. Der 68-Jährige ging davon aus, dass ihm beim Besuch des Ministers in der Schule heute lediglich Zuwendungen durch sogenannte Lottomittel für die von ihm initiierte „Bewegte Pause“ übergeben werden. Doch es kam anders: Nach einem kurzen Rundgang in der Schule überraschte Lorz Martin Dürr vor der Schulgemeinde mit der Auszeichnung „Mensch des Respekts“ und dankte ihm für sein herausragendes Engagement zum Wohl der Schule. „Sie sind ein Pädagoge, wie er im Buche steht. So viel Leidenschaft, Engagement und Freude an der Arbeit für und mit den Schülerinnen und Schülern ist bemerkenswert. Sie sind für die Schule eine wahre Bereicherung und helfen selbstlos dort, wo Hilfe benötigt wird. Das macht Sie zu einem ‚Menschen des Respekts‘“, sagte Lorz. Denn obwohl Martin Dürr seit zwei Jahren in Pension ist, kennt ihn am Gymnasium am Mosbacher Berg jeder. Egal ob Reparaturen, Klassenfahrten, Spendenläufe oder Gartenarbeit: Er ist auch als Pensionär fast täglich für die Schule im Einsatz.

Die Hessische Landesregierung hat das Jahr 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen. Damit wird für Toleranz und Hilfsbereitschaft im Alltag, Rücksichtnahme im Verkehr, Fairness im Sport, Respekt in den sozialen Medien, vor Polizei, Rettungskräften und Ehrenamtlichen und bei der Integration von Flüchtlingen geworben. Im Laufe des Jahres werden regelmäßig „Orte des Respekts“ gefördert und „Menschen des Respekts“ ausgezeichnet um eine Kultur der Achtsamkeit und des Miteinanders in Hessen zu fördern.

Der „gute Geist der Schule“

Bereits während seiner aktiven Zeit als Lehrer hat Martin Dürr viele Projekte initiiert. Vor über 15 Jahren führte er die „Bewegte Pause“ am Gymnasium am Mosbacher Berg ein, die mittlerweile fester Bestandteil des Schulalltags ist. Dürr begann mit einem Einkaufswagen voll Sportgeräte auf dem Schulhof, heute können Schülerinnen und Schüler über 300 Sportgeräte in der Pause nutzen oder sie nach der Schule ausleihen. Zu seinem Engagement zählt außerdem auch das Organisieren von Spendenläufen, durch deren Einnahmen bereits die gesamte Schule mit ergonomischen Stühlen ausgestattet werden konnte. In seiner Werkstatt repariert der ehemalige Sport- und Physiklehrer alles, was in der Schule nicht mehr funktioniert, von Sportgeräten über Tischtennisplatten bis zu Sitzbänken. Noch immer leitet Martin Dürr außerdem die „Schulhof-AG“, die in verschiedenen Abschnitten Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände schafft.

Um diese Gestaltung des Schulhofs weiter ausbauen und auch das Angebot an Sportgeräten aufrecht erhalten zu können, vergab Kultusminister Lorz heute außerdem 4.400 Euro Landeszuwendungen aus Lottomitteln an das Gymnasium am Mosbacher Berg. „Ich freue mich, Ihre Arbeit mit dieser besonderen Auszeichnung würdigen zu können. Die Erfolge, die hier am Gymnasium ganz eindeutig sichtbar sind, zeigen, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann. Sie sind ein Vorbild für viele Bürgerinnen und Bürger. Ich wünsche Ihnen und der Schulgemeinde auch weiterhin viel Freude an den gemeinsamen Projekten“, sagte Lorz.

Hintergrund

Gemeinsam mit den Tageszeitungen der Verlagsgruppe Rhein Main – dem Wiesbadener Kurier, dem Wiesbadener Tagblatt, der Main-Spitze, dem Darmstädter Echo und dem Gießener Anzeiger mit ihren jeweiligen Regionalausgaben – und Hit Radio FFH hat die Hessische Landesregierung einen Aufruf gestartet: Die Hessen können ihren „Menschen des Respekts“ vorschlagen. Dabei werden Vorbilder und Alltagshelden gesucht: Ob es nun der Busfahrer mit Herz, die freundliche Polizistin oder der Nachbar von nebenan ist, die allesamt durch ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit einen besonderen Eindruck hinterlassen. Aus allen Empfehlungen werden herausragende Persönlichkeiten ausgewählt, ihre Geschichten erzählt und mit der Auszeichnung gewürdigt.

Weitere Vorschläge für besonders respektvolle Menschen können nach wie vor bei den genannten Medienpartnern oder über das Kontaktformular auf der Internetseite https://www.hessen-lebt-respekt.de/menschen eingereicht werden.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer