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Weiterbildung

Quereinstieg in das Lehramt an beruflichen Schulen in Metall- und Elektrotechnik

Thema: 
Berufliche Bildung, Rund um das Schuljahr
30.11.2017Hessisches Kultusministerium

Hessen startet Weiterbildung!

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Quereinstieg im Bereich Metall- und Elektrotechnik
© Westend61 / Fotolia

Im Rahmen des Erfolgsmodells der dualen Ausbildung kommt den Berufsschulen eine besondere Rolle zu. Dabei gibt es insbesondere in den Bereichen der Metall- und Elektrotechnik von den Ausbildungsbetrieben und den Handwerkskammern unvermindert eine hohe Nachfrage nach zukünftigen Auszubildenden. Um den Bedarf in diesen Branchen auch in der Zukunft bedienen und die dafür notwendige Lehrerversorgung an den beruflichen Schulen sicherstellen zu können, ermöglicht Hessen berufserfahrenen Fachkräften aus der Wirtschaft, die über einen entsprechenden Hochschulabschluss verfügen, im Frühjahr 2018 den Quereinstieg in den Schuldienst als Lehrerin oder Lehrer an einer beruflichen Schule. Dazu wurde in den vergangenen Wochen eine Weiterbildung durch die Hessische Lehrkräfteakademie und ein Werbe-Flyer konzipiert, der in diesen Tagen unter anderem der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), dem Hessischen Handwerkstag, den hessischen Universitäten und der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) zur Verfügung gestellt wird.

Start der dreijährigen Weiterbildung im Mai 2018

Die dreijährige Weiterbildung, an deren Ende mit der Abschlussprüfung der reguläre Erwerb des Lehramtes an beruflichen Schulen und grundsätzlich die Einstellung im Beamtenverhältnis (A 13) steht, startet im Mai 2018. Die Einstellung für die Teilnehmer kann aber bereits zum 1. Februar erfolgen. Bewerbungen sind ab sofort möglich. „Wir sind sehr froh, dass wir berufserfahrenen Fachkräften aus der Wirtschaft den sogenannten Quereinstieg nun auch offiziell mit dem Erwerb des jeweiligen Lehramtes und den Perspektiven als verbeamtete hessische Lehrerin oder Lehrer anbieten können“, zeigte sich Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz zufrieden und ergänzte: „Damit kommen wir auch den Anregungen unserer Partner aus der Wirtschaft nach.“

„Es geht um die Zukunft unseres Fachkräftenachwuchses“, sagt Eberhard Flammer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern (ARGE), „deshalb ist uns jede Initiative sehr willkommen.“ Der Industriestandort Hessen könne sich keinen gravierenden Unterrichtsausfall in Metall-und Elektroberufen leisten. „Angesichts der anstehenden Pensionierungswellen begrüßen wir diese Maßnahme als großen ersten Schritt der Landesregierung, der in eine systematische breite Werbung um Lehrkräfte an den Beruflichen Schulen münden muss", betonte der ARGE-Vorsitzende Eberhard Flammer.

40 zur Verfügung stehende Plätze

Bewerberinnen und Bewerber für die 40 zur Verfügung stehenden Plätze in der Weiterbildung müssen über einen Hochschulabschluss, d.h. einen Bachelor oder Master aus dem Bereich Metalltechnik/Elektrotechnik oder einen entsprechenden Abschluss als Diplom-Ingenieurin oder Diplom-Ingenieur sowie über mindestens fünf Jahre Berufserfahrung verfügen. Außerdem muss aus dem Hochschulabschluss mindestens die Fachrichtung Metall- oder Elektrotechnik sowie das Unterrichtsfach Mathematik oder Informatik hervorgehen.

Die Weiterbildung setzt sich aus sechs Schulhalbjahren zusammen, in denen die Teilnehmer auf die Prüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen vorbereitet werden. Im Rahmen der Weiterbildung umfasst die Tätigkeit insgesamt 25,5 Unterrichtswochenstunden, die sich aus einem praktischen Teil mit eigenverantwortlichem Unterricht (anfangs auch Hospitationen) an der Schule und einer fachtheoretischen Qualifizierung mit abschließender Prüfung zusammensetzt. Die zeitliche Aufteilung zwischen Theorie und Praxis ergibt sich dabei jeweils aus den mitgebrachten Studienleistungen der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer. Die Bezahlung bzw. Eingruppierung während der Weiterbildung erfolgt nach TV-H 11 (Stufe 3) bei einem Bachelorabschluss und TV-H 13 (Stufe 3) bei einem Master- oder Diplomabschluss.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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