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Wettbewerb

Sechs hessische Schulen bei hr-Filmwettbewerb "Meine Ausbildung" ausgezeichnet

Thema: 
Rund um das Schuljahr
18.06.2019Hessisches Kultusministerium

Am heutigen Dienstag ist die mittlerweile elfte Auflage des hr-Filmwettbewerbs „Meine Ausbildung – Du führst Regie“ mit einer feierlichen Preisverleihung im Frankfurter Funkhaus am Dornbusch zu Ende gegangen.

Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel (re.) und hr-Moderator Danijel Stanic
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Der hr-Wettbewerb "Meine Ausbildung - Du führst Regie" am 18. Juni 2019 im Foyer des hr-Sendesaales: Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel (re.) und hr-Moderator Danijel Stanic.
© HR/Dirk Ostermeier

Vergeben wurden die Preise nach Kategorien, prämiert wurden der beste Film, die beste Story, die beste schauspielerische Leistung und der beste Newcomer, außerdem gab es einen Preis für Innovation und einen Preis für Inklusion. Durch die Veranstaltung führte hr-Moderator Danijel Stanic.

Der Preis für den besten Film ging an die Schüler der Obermayr Business School in Wiesbaden. Ihr Film „Ausbilden statt Einbilden“ sei laut Jury „humorvoll, hintergründig, aufwändig und mit unglaublich viel Liebe gemacht. Die Darsteller setzen die Message des Films – Ausbilden statt Einbilden – gekonnt und geradezu umwerfend in Szene. Eine brillante Leistung mit einem Plot, der im Gedächtnis bleibt.“ Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der Preis für die beste Story (3.000 Euro) holten Schüler der Gesamtschule am Rosenberg in Hofheim mit „Angst“. Laut Jury zeige ihr Film „eine verdrehte Realität, einen Film im Film. Passend zum Titel wird hier das größte Hindernis bei der eigenen Zukunftsplanung dargestellt – die Angst. Doch wenn man nicht weiter weiß, motivieren Freunde. Und manchmal muss die Stimme im Kopf selbst zum Freund werden.“

Die beste schauspielerische Leistung (2.500 Euro) lieferten Schüler der Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt. Die Jury lobte in deren Film „ausBildung wird dein Weg“ vor allem die Schauspieler, „die mit wenig Aufwand eine ganze Welt, ihre Welt erzählen. Scheinbar ohne die geringste Mühe und trotzdem stark und selbstbewusst zwischen Spielen und Sein.“ Vor allem Hauptdarstellerin Bianca liefere „Momente, die uns beeindruckt und berührt haben.“

Mit dem Innovations-Preis (2.000 Euro) wurde die August-Bebel-Schule in Offenbach für ihren Film „Künstliche Intelligenz: Berufswelt im Wandel – Bedrohung oder Chance?“ bedacht. Die Jury sieht in der erstklassigen Reportage aus zwei Gründen „eine preiswürdige Innovation: Zum einen, weil sie ein für das Thema Ausbildung und Berufswahl brandaktuelles Thema behandelt. Zum anderen, weil es in einem für diesen Wettbewerb innovativen Format umgesetzt wurde.“

Als beste Newcomer (1.000 Euro) konnten Schüler der Comenius-Schule in Herborn überzeugen. Schon der Titel des Films – „Davids Entscheidung“ – zeige laut Jury klar: „Eine Wahl ist zu treffen. Keine einfache Sache, denn darüber diskutieren in seinem Kopf Engel, Teufel und – eine sehr witzige Idee – die Pubertät mit. Die gute Bildqualität und die Idee, die Gedanken zu personifizieren, überzeugen direkt.“

Der Sonderpreis für Inklusion (1.000 Euro) ging an den Film „Endlich wieder Arbeit“ der Sophie-Scholl-Schule in Gießen. Laut Jury wird „dieser überaus humorvolle Beitrag ausgezeichnet, weil er nicht nur technisch gut gemacht und sehr gut gespielt ist, sondern vor allem, weil er einen anderen Blick auf die Arbeitswelt eröffnet. Einen Blick, der den Betrachter auf witzige Weise zu einem Perspektivwechsel anregt.“

Preise im Gesamtwert von über 16.000 Euro

Insgesamt wurden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 16.000 Euro verliehen, zudem zeigt das hr-fernsehen vom 5. bis 9. August alle sechs ausgezeichneten Filme sowie zwölf weitere für die Endrunde nominierte Arbeiten von Schülern des Goethe-Gymnasiums und der Georg-August-Zinn-Schule in Kassel, der Emil-von-Behring-Schule in Marburg, der Kaufmännischen Schulen Marburg, der Freiherr-vom-Stein-Schule in Wetzlar, der Ricarda-Huch-Schule und des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums in Gießen, der Feldbergschule in Oberursel, der Johannes-Vatter-Schule in Friedberg, der Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen und der Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt.

60 Schulen aus Hessen hatten sich beworben

Bereits zum elften Mal hat der hr mit dem Filmwettbewerb „Meine Ausbildung – Du führst Regie“ Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich dem Thema „Ausbildung“, und was sie dabei besonders beschäftigt, auf eigene Weise zu nähern und in einem Film zu dokumentieren. Rund 60 Schulen aus ganz Hessen hatten sich beworben, 18 Projekte waren von einer Jugendjury, die von eigens durch Mediencoaches geschulte Azubis der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) gestellt wurde, für das Finale ausgewählt worden. Die unabhängige Jury für die Endauswahl bestand aus dem Schauspieler Samuel Simon, Markus Pleimfeldner vom Netzwerk Rundfunk und Schule, Tobias Oswald, Fachberater Medien am Staatlichen Schulamt Frankfurt, Sarah Tachlinski als Vertreterin der Jugendjury, YouTube-Star Kathrin Fricke alias Coldmirror, Joachim Meißner, hr-Fernsehredakteur und Initiator des Wettbewerbs, sowie Filmemacher Benedict Preis. Für Preis war die Teilnahme am hr-Videowettbewerb der Start zu einer echten Karriere: 2013 gewann er als Schüler mit der Film-AG der Oberurseler Feldbergschule den vierten Preis. Heute studiert er das Fach „Filmproduzent“ und wurde für sein Projekt „Freibadsinfonie“ für den Studenten-Oscar nominiert.

„Mit dem Wettbewerb möchten wir zum einen erreichen, dass sich Schülerinnen und Schüler mit den vielen drängenden Fragen rund ums Thema Ausbildung auseinandersetzen, gleichzeitig fördert ein Filmwettbewerb die Medienkompetenz der Jugendlichen“, so hr-Bildungsredakteur Joachim Meißner.

Vermittlung von Medienkompetenz

Von Anfang an unterstützte auch das Hessische Kultusministerium den Wettbewerb: „In einer zunehmend digital geprägten Gesellschaft kommt der frühzeitigen Vermittlung von Medienkompetenz eine wichtige Rolle zu. Das Projekt ‚Meine Ausbildung‘ greift das auf und gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich auf kreative Weise frühzeitig mit ihrem beruflichen Werdegang auseinanderzusetzen. Ich danke dem hr für die gute Zusammenarbeit und gratuliere allen erfolgreichen Schulen herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung“, sagte Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel am Dienstagmittag in Frankfurt.

Veranstaltet wird der Wettbewerb „Meine Ausbildung“ vom Hessischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium, dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, der Fraport AG, der DGB-Jugend Hessen-Thüringen, dem Landesarbeitskreis kommunaler Medienzentren in Hessen e. V., der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF), dem Hessischen Jugendring e. V. sowie Provadis, Partner für Bildung und Beratung GmbH. Gemeinsames Ziel ist es, mit dem Wettbewerb die Medienkompetenz der Schüler zu fördern und die Bedeutung der beruflichen Ausbildung stärker in den Fokus der Jugendlichen zu rücken.

Die Preisträger in der Übersicht:

Bester Film

  • Obermayr Business School, Wiesbaden
  • Wettbewerbsbeitrag: „Ausbilden statt Einbilden“
  • Preisgeld: 5.000 Euro, gestiftet vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen


Beste Story

  • Gesamtschule am Rosenberg, Hofheim
  • Wettbewerbsbeitrag: „Angst“
  • Preisgeld: 3.000 Euro, gestiftet von der Landesarbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern


Beste schauspielerische Leistung

  • Friedrich-Ebert-Schule, Pfungstadt
  • Wettbewerbsbeitrag: „ausBildung wird dein Weg“
  • Preisgeld: 2.500 Euro, gestiftet vom Hessischen Kultusministerium


Innovationspreis

  • August-Bebel-Schule, Offenbach
  • Wettbewerbsbeitrag: „Künstliche Intelligenz: Berufswelt im Wandel – Bedrohung oder Chance?“
  • Preisgeld: 2.000 Euro, gestiftet von der Fraport AG


Bester Newcomer

  • Comenius-Schule, Herborn
  • Wettbewerbsbeitrag: „Davids Entscheidung“
  • Preisgeld: 1.000 Euro, gestiftet von der Provadis GmbH


Sonderpreis für Inklusion

  • Sophie-Scholl-Schule, Gießen
  • Wettbewerbsbeitrag: „Endlich wieder Arbeit“
  • Preisgeld: 1.000 Euro, gestiftet von der DGB-Jugend Hessen-Thüringen und dem Landesarbeitskreis der Hessischen Medienzentren

Rückfragen an:
Marco Möller
hr-Pressestelle
Telefon: +49691554401
marco.moeller@hr.de

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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