Auszeichnung

Sechs Verbraucherschulen ausgezeichnet

Thema: 
Rund um das Schuljahr
31.01.2020Hessisches Kultusministerium

Vorbildlicher Unterricht jenseits von Grammatik und Algebra: Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zeichnet sechs hessische Schulen aus.

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Hand, die mit Kreide an der Tafel schreibt.
© Fotolia

Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler besonders engagiert nicht nur auf Prüfungen, sondern auch auf ihren Alltag als Verbraucher und Konsumenten vorbereiteten, können sich vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) als Verbraucherschule auszeichnen lassen. In der letzten Prämierungsrunde hatte dies in ganz Hessen nur das Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt am Main geschafft. Diesmal sind gleich sechs Schulen aus Hessen dabei.

In diesem Jahr wurde die Auszeichnung erstmals in drei Kategorien verliehen: Schulen, die Verbraucherbildung im Schulcurriculum und am Lernort Schule verankert haben und dauerhaft umsetzen, werden als Verbraucherschule Gold geehrt. Mit der Auszeichnung Verbraucherschule Silber werden Schulen gewürdigt, die Verbraucherbildung vorbildlich mit einzelnen Maßnahmen in allen vier Themenfeldern umsetzen. Die Plakette Verbraucherschule Bronze erhalten Schulen, wenn sie vorbildliche Maßnahmen mit besonderem Bezug zu Umwelt- und Ressourcenschutz umgesetzt haben.

Ausgezeichnete Schulen in Hessen

Verbraucherschule Gold:

Verbraucherschule Silber:

Verbraucherschule Bronze:

Ab sofort dürfen sich bundesweit 57 Schulen mit dem Titel „Verbraucherschule“ schmücken. „Das ist für uns besonders deshalb ein großer Erfolg, weil unsere Auswahlkriterien für die Schulauszeichnung sehr streng sind“, erklärt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, der das Projekt 2015 ins Leben gerufen hat. „Unsere Verbraucherschulen sind deswegen echte Modellschulen und Vorreiter“, so Müller weiter.

„Wir wünschen uns, dass die Auszeichnung ein Impuls für weitere Schulen ist, diesem Vorbild zu folgen und sich für mehr Verbraucherbildung im Unterricht einzusetzen. Mit Angeboten, Informationen und Materialien für Lehrende sowie für Schülerinnen und Schüler unterstützt die Verbraucherzentrale Hessen interessierte Schulen“, sagt Dr. Andrea Jahnen, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen.

Verbraucherschutzministerin Priska Hinz gratulierte den Schulen zu der Auszeichnung. „Es ist wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler bereits in der Schule über Verbraucherschutzthemen informieren und darüber diskutieren können. Beim Start ins Erwachsenenleben müssen sie zum ersten Mal im Leben eigenverantwortlich Verträge unterschreiben, Versicherungen abschließen und neben ihren Konsumwünschen auch ihre Finanzen im Griff behalten. Die Verbraucherschulen setzen bei diesen Themen klare Schwerpunkte und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verbraucherbildung und stärken unter anderem das Bewusstsein für ein nachhaltiges Kaufverhalten. Sie sorgen dafür, dass immer mehr junge Menschen in Hessen gut gerüstet sind für die Herausforderungen im Alltag. Wo wir als Landesregierung dabei helfen können, wollen wir das tun. Deswegen haben wir die Neuauflage der ‚Lehrerinfothek‘ gefördert, die auf der Webseite der Verbraucherzentrale Hessen werbefreie Materialien für den Unterricht anbietet.“

„Die Bandbreite an prämierten Projekten zeigt, in wie vielen Lebensbereichen Verbraucherschutzbildung mittlerweile von Bedeutung ist“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. „Mit der Auszeichnung trägt die Verbraucherzentrale dazu bei, ein noch stärkeres Bewusstsein zu schaffen, welche Rechte Verbraucherinnen und Verbraucher haben und welche Fallstricke sie besser vermeiden sollten. Es freut mich sehr, dass immer mehr Schulen dieses wichtige Thema in ihren Schulalltag integrieren und Schülerinnen und Schüler auf das spätere Wirtschaftsleben vorbereiten.“

Hintergrund

Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Die Zahl der prämierten Schulen hat sich von der zweiten auf die dritte Auszeichnungsrunde fast verdoppelt: Statt 32 dürfen sich ab sofort bundesweit 57 Schulen mit dem Titel „Verbraucherschule“ schmücken. Überreicht wird die Ehrung am 3. Februar von Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht in Berlin. Sie ist seit 2019 Schirmherrin des Projektes.

Die prämierten Aktivitäten reichen von Repair-Cafés, schuleigenen Medienscouts, über eine Lernwerkstadt mit Supermarkt und Bank bis zur nachhaltigen Pesto-Fabrik in der Schulküche.

Auch für die Aktivitäten im Schuljahr 2020/2021 können sich Schulen wieder auszeichnen lassen. Im Frühjahr wird die nächste Bewerbungsrunde starten. Bewerbungen sind bis zum 30.09.2020 möglich.

Seit April 2019 wird das Projekt Verbraucherschule durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf Beschluss des Deutschen Bundestages sowie durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz gefördert.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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