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Unterricht

Sozialpädagogische Fachkräfte im Einsatz zur Entlastung und Unterstützung der Lehrkräfte in Marburg

Thema: 
Rund um das Schuljahr
25.10.2019Hessisches Kultusministerium

Kultusstaatssekretär Lösel: „Wir wollen, dass sich unsere Lehrkräfte wieder mehr auf den eigentlichen Unterricht konzentrieren können.“

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Junger Sozialpädagoge mit Kinder in einer Kindertagesstätte
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Bei einem Unterrichtsbesuch an der Marburger Erich Kästner-Schule hat sich Hessens Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel heute über die Arbeit der neuen sozialpädagogischen Fachkraft, Dr. Steffi Pohl, informiert und deren große Bedeutung für Unterricht und Schulalltag hervorgehoben: „Die Herausforderungen für unsere Schulen, die mit einer zunehmend heterogeneren Schülerschaft einhergehen, sind in jüngster Zeit sicherlich nicht geringer geworden. Damit sich unsere Lehrkräfte wieder stärker auf ihre eigentliche Aufgabe – guten Unterricht zu erteilen – konzentrieren können, statten wir seit dem vergangenen Jahr flächendeckend Grund- und weiterführende Schulen mit insgesamt 700 neu geschaffenen Stellen zur sozialpädagogischen Unterstützung aus. Erste Rückmeldungen zeigen bereits jetzt, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen ganz erheblich zur Entlastung der Lehrkräfte beitragen.“

Die Einstellung sozialpädagogischer Fachkräfte ging unter anderem auf eine Anregung des Praxisbeirats Grundschulen zurück, dem Leiterinnen und Leiter von Grundschulen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung angehören. Im Kern geht es darum, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen die Lehrkräfte neben dem Bildungs- auch beim Erziehungsauftrag unterstützen. Schulleiterin Astrid Schiller ging näher auf die einzelnen Aufgabengebiete der neuen Kollegin ein: „Mit unseren ersten Klassen führt Frau Pohl ein sozial-emotionales Kompetenztraining durch, in dem die Kinder lernen, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und friedliche Lösungen für ein Miteinander zu finden.“ In einem Förder- und Forderband trainiere sie zudem die Konzentration, Ausdauer und Wahrnehmung der Zweitklässler und gebe Dritt- und Viertklässlern in einer besonderen Lernzeit am Nachmittag die Möglichkeit, das selbständige Lernen zu lernen und an individuellen Zielen zu arbeiten. „Ihre Kindersprechzeiten sind ausgebucht und Eltern und Lehrkräfte schätzen ihre Beratung, Unterstützung und die Koordination von Hilfs- und Gesprächsangeboten“, so Schiller. „Kurz gesagt: Wir können uns unseren Schulalltag ohne sozialpädagogische Unterstützung nicht mehr vorstellen.“

„Heute wurde deutlich, dass unsere sozialpädagogische Unterstützung genau dort ankommt, wo sie benötigt wird: im Unterricht“, ergänzte der Staatssekretär. „Damit möglichst viele Schulen auch künftig von unserem Angebot profitieren können, geht es darum, weiterhin qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Ich bin mir sicher, dass uns das trotz der angespannten Lage am Arbeitsmarkt gelingen wird. Schließlich sind die Einstellungschancen und Berufsperspektiven für sozialpädagogische Fachkräfte an unseren Schulen sehr gut“, so Lösel abschließend.

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Stefan Löwer
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