Zukunftswochen „Bildung, Wissenschaft und Forschung“

Start der Zukunftswochen „Bildung, Wissenschaft und Forschung“

Thema: 
Berufliche Bildung, Rund um das Schuljahr
06.04.2018Hessisches Kultusministerium

Ministerpräsident Bouffier: „Kontinuierliche Investition in den Wissenschafts- und Bildungsstandort Hessen sichert die Entwicklung unserer Gesellschaft und den Wohlstand für die Zukunft“

Die Hessische Landesregierung startet ihre vierten Zukunftswochen unter dem Titel „Bildung, Wissenschaft und Forschung“. Im April werden alle Minister und Staatssekretäre in Hessen unterwegs sein, um Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu besuchen, die – jede auf ihre Art – zukunftsweisend sind. „Bildung, Wissenschaft und Forschung sind der Motor für Innovationen und damit von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Eine gute Bildung für unsere Kinder und Jugendlichen entscheidet maßgeblich über die Möglichkeiten zur Teilhabe an unserer Gesellschaft – sie ist eine zentrale Zukunftsaufgabe. Nur die kontinuierliche Förderung des Wissenschafts- und Bildungsstandorts Hessen sichert die Entwicklung unserer Gesellschaft und den Wohlstand für die Zukunft. Kein anderes deutsches Flächenland investiert so viel Geld in Schulen und Hochschulen pro Einwohner wie Hessen. Fast 1.500 Euro gaben Land und Kommunen allein 2016 pro Kopf aus. Das ist bundesweit spitze und darauf sind wir als Hessische Landesregierung stolz, was wir in den kommenden Wochen verdeutlichen wollen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Die Forschungsergebnisse von heute sind die Produkte und Dienstleistungen von morgen. In Hessen gibt es deshalb ein breites fachliches Spektrum an Einrichtungen. Geforscht wird an vielen leistungsfähigen, traditionsreichen Hochschulen und außeruniversitären Institutionen. Eine herausragende Förderung der Wissenschaft ist das Landesexzellenzprogramm LOEWE, mit dem im Zeitraum 2008 bis 2017 mehr als 1,5 Milliarden Euro in die 13 Forschungszentren und 49 Forschungsschwerpunkte in Hessen investiert wurden. Hier arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in wichtigen Themenfeldern an neuen Erkenntnissen und Lösungsansätzen, wie beispielsweise an der Entwicklung von Antibiotika oder der Bekämpfung von Krebs.

Forschung vorantreiben, Spitzenforschung erzielen

Die hessischen Hochschulen profitieren gleich von zwei wichtigen Landesförderprogrammen: Der Hochschulpakt für die Jahre 2016 bis 2020 garantiert den Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften finanzielle Planungssicherheit in Höhe von neun Milliarden Euro. Das ist die größte Summe, über die die Hochschulen jemals verfügen konnten. Mit dem Bauprogramm HEUREKA hat die Hessische Landesregierung mit bundesweit großer Beachtung die Hochschulinfrastruktur vorangebracht, bis zum Jahr 2026 fließen in diese insgesamt rund vier Milliarden Euro.

„Ziel der Hessischen Landesregierung ist, kontinuierlich und gezielt Impulse zu geben, um die hessische Forschungslandschaft nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln. Um die Forschung voranzutreiben und Spitzenforschung zu erzielen, geben wir kontinuierlich viel Geld an die engagierten Einrichtungen wie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen, um gemeinsam attraktive und moderne Rahmenbedingungen weiter zu garantieren“, sagte Ministerpräsident Bouffier.

Hessischer Bildungsetat auf einem historischen Höchststand

Der jährliche Bildungsetat des Landes Hessen ist in den vergangenen zehn Jahren um rund eine Milliarde Euro auf vier Milliarden Euro gewachsen und damit auf einem historischen Höchststand. Damit finanziert das Land im Schuljahr 2017/2018 rund 53.500 Lehrerstellen für knapp 762.000 Schülerinnen und Schüler an 1.816 öffentlichen Schulen des Landes. Allein in dieser Legislaturperiode wurden rund 4.350 zusätzliche Stellen geschaffen, darunter erstmals 700 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte. Mit dem „Pakt für den Nachmittag“ hat das Land Hessen das größte Programm zum Ausbau von Ganztagsangeboten an Grundschulen aufgelegt, das es jemals in Hessen gab. Dadurch erhalten die Eltern die Möglichkeit eines verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangebots von 7.30 bis 17.00 Uhr und bei Bedarf in den Ferien.

Die duale Ausbildung ist ein deutsches Erfolgsmodell, das in Europa große Beachtung findet. Dabei leisten die Beruflichen Schulen einen entscheidenden Beitrag, indem sie die praktische Ausbildung im Betrieb um theoretische Anteile ergänzen. Hessen ermöglicht seinen Schülerinnen und Schülern damit Bildungsvielfalt und Wahlfreiheit.

Niedrigste Schulabbruchquote bundesweit

„Den Bilungserfolg eines jeden Kindes ermöglicht die Landesregierung durch individuelle Förderung und differenzierte Angebote. Das Ergebnis ist sehr positiv: Hessen hat bundesweit die niedrigste Schulabbrecherquote. Einen Schwerpunkt legen wir auf die Sicherung der Qualität von Schule und Unterricht. Durch eine bestmögliche personelle Ausstattung geben wir den hessischen Schulen Verlässlichkeit und schaffen auch im laufenden Schuljahr neue Lehrerstellen, um den gesellschaftlichen Herausforderungen und Veränderungen zu begegnen. Schwerpunkte setzen wir dabei insbesondere in den Bereichen Ganztag, Inklusion, Stärkung der Berufsorientierung, Förderung der Integration und Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Bildungsgängen“, so Volker Bouffier.

Hintergrund

„Bereit für Morgen“: Unter diesem Motto hat die Hessische Landesregierung ihre Zukunftswochen gestartet. Dabei stehen unterschiedliche, für Hessen wichtige Bereiche im Fokus. Dazu gehören nachhaltiges Wachstum, Wohlstand und der Schutz der Umwelt genauso wie die Förderung der Attraktivität von Stadt und Land und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Alle Minister und Staatssekretäre besuchen in den kommenden Monaten bei rund einhundert Terminen im ganzen Land Einrichtungen, Projekte und Institutionen, die für die Schwerpunkte der Politik der schwarz-grünen Landesregierung und die Zukunftsfähigkeit Hessens stehen. Den Auftakt der Zukunftswochen bildete der Themenschwerpunkt „Sicherheit und Recht“, darauf folgten „Land hat Zukunft“ und „Ökonomie und Ökologie“. 

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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