Sprachbildung

Über 2.000 hessische Schüler erreichen Deutsches Sprachdiplom

Thema: 
Rund um das Schuljahr
26.06.2019Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz überreicht Sprachdiplome an erfolgreiche Absolventen

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Kultusminister Lorz überreicht Sprachdiplome an erfolgreiche Absolventen
© HKM

Die Stärkung der Bildungssprache ist eine zentrale Aufgabe von Schule, die über alle Bildungsgänge und Schulformen hinweg verfolgt wird. Den umfangreichen Sprachfördermaßnahmen für Zugewanderte in Hessen, die mit den international anerkannten Deutschen Sprachdiplomen DSD I an allgemeinbildenden und DSD I Pro an Berufsschulen abschließen, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn sie sind der Gradmesser für den sprachlichen Fortschritt der Schülerinnen und Schüler. Heute hat Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz in Dreieich stellvertretend 150 Absolventinnen und Absolventen der Sprachkurse ihre Diplome verliehen und ihnen zu dieser besonderen Auszeichnung gratuliert: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Sprachkurse kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern und bringen entsprechend verschiedene Lernbiografien mit. Was sie verbindet, ist ihr Wunsch, Deutsch zu lernen und den Einstieg in den regulären Schulunterricht oder das duale Ausbildungssystem zu schaffen. Das Deutsche Sprachdiplom ist dabei seit Jahren ein wichtiger Baustein und wird auch künftig als einen festen Platz an unseren Schulen einnehmen.“

Vorreiter in der Sprachförderung

Die Zahl der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die eines der beiden Diplome ablegen, ist seit Beginn der Sprachfördermaßnahme im Jahr 2012/13 gestiegen. Allein in diesem Jahr hat jeder Zweite der 823 erfolgreichen DSD-I-Teilnehmer das B1-Niveau und jeder Dritte das A2-Niveau erreicht. Im DSD I PRO haben 34,7% der 1.256 Berufsschülerinnen und Berufsschüler die Prüfung auf B1-Niveau und 27,5% auf A2-Niveau erfolgreich abgelegt. „Hessen ist nicht nur bei den Teilnehmerzahlen der Sprachprüfungen, sondern auch ganz allgemein bei der Sprachförderung junger Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger Vorreiter. Wir qualifizieren die beteiligten Lehrkräfte in Fortbildungsmaßnahmen, übernehmen die Prüfungskosten der Schülerinnen und Schüler und bereiten sie auf eine Teilhabe an unserer Gesellschaft vor“, so Lorz weiter.

Auch in der Wirtschaft finden die Diplome Anklang: Die IHK etwa empfiehlt Ausbildungsbetrieben, das DSD I PRO als sprachliche Zugangsvoraussetzung für die Aufnahme einer dualen Ausbildung zu akzeptieren, da es in allen Prüfungsteilen berufsbezogene Themen behandelt und praxisnahe Kenntnisse vermittelt.

Intergration als anspruchsvolle Aufgabe

Abschließend dankte der Minister den engagierten Lehrkräften der Sprachkurse: „Auch wenn die Spitze der Zuwandererzahlen überschritten zu sein scheint, bleibt die Integration junger Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger in unser Bildungssystem weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe. Ich danke Ihnen deshalb herzlich für den wichtigen Beitrag, den Sie täglich bei der Vermittlung des Spracherwerbs leisten.“

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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