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Pakt für den Nachmittag

Vorbildlicher Ganztag an der Ernst-Abbe-Grundschule in Kaufungen

Thema: 
Ganztag
05.10.2017Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz: „Guter und wichtiger Tag für die Schullandschaft im Kreis“

Ernst-Abbe-Grundschule in Kaufungen
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Empfang des Ministers durch die Kinder der AG "Das kreative Buch" in der Schulbibliothek: Minister, Ute Moldenhauer (SSA KS), Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß, Ganztagskoordinatorin der Schule Christa Ment, stellv. Schulleiterin Frau Günther, Michael Hümer vom Landkreis und Schulleiterin Gabriele Worlikar
© Ernst-Abbe-Schule

An diesen Tag werden sich die Schülerinnen und Schüler der Ernst-Abbe-Grundschule in Oberkaufungen sicherlich noch lange erinnern. Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz war gekommen, um mit ihnen gemeinsam im Rahmen der Schulband- AG zu musizieren und in der Koch-AG ein Mittagessen zuzubereiten. Nachdem die Schule gemeinsam mit zwei weiteren Grundschulen im Landkreis Kassel zu Beginn des neuen Schuljahres in den Pakt für den Nachmittag gestartet war, wollte sich der Kultusminister nun auch selbst ein Bild davon machen, wie vielfältig die Grundschule das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen mit Leben füllt. „Ich freue mich, heute hier zu sein und auf diesem Weg auch nochmal offiziell den Startschuss für den Pakt für den Nachmittag im Landkreis Kassel geben zu können. Gemeinsam gewährleisten wir mit dem Schulträger ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Ganztagsangebot – ein guter und wichtiger Tag für die Schullandschaft“, stellte Lorz zufrieden fest und ergänzte: „Der Pakt ist unser Angebot, in einer sich verändernden Gesellschaft dem Wunsch vieler berufstätiger Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht zu werden.“

Arbeitsgemeinschaft „Das kreative Buch“

Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Ernst-Abbe-Grundschule im Rahmen des Ganztages beim Umgang mit Büchern und der Literaturarbeit in der Arbeitsgemeinschaft „Das kreative Buch“. So gibt es eine Lesewoche, eine Schulbücherei, die die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und in den Pausen nutzen können, eine Kooperation  mit der Gemeindebücherei Kaufungen und verschiedene Lesepatenschaften. Außerdem wurde eine von Lehrkräften begleitete individuelle Lernzeit eingerichtet. Sie bietet die Möglichkeit, Lerninhalte intensiver zu durchdringen, nachzufragen und Probleme sofort begleitet lösen zu können.

Auch Schulleiterin Gabriele Worlikar freut sich über die Teilnahme am Pakt für den Nachmittag: „Bereits vor der Einführung gab es eine gute vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Betreuung, deren Träger die Gemeinde Kaufungen ist. Betreuungsgruppen sind seit mehreren Jahren in der Schule angesiedelt. Auf diese gewachsenen Strukturen der Kooperation zwischen Schule, Gemeinde Kaufungen und Landkreis Kassel können wir nun aufbauen. Der Pakt bringt nicht nur Beitragsfreiheit für einen Großteil der von Eltern benötigten Betreuungszeit, sondern bietet in besonderem Maße die Möglichkeit, dass Lehrerinnen und Lehrer für die Kinder über die Mittagszeit hinaus präsent sind. Der reguläre Unterricht wird durch die Arbeitsgemeinschaften ergänzt, die bei uns sportliche, musische und kreative Kompetenzen fördern.“

Der Pakt für den Nachmittag steht für höhere Qualität der Angebote

Die Bildungs- und Betreuungsangebote, die das Land und der jeweilige Schulträger gemeinsam an den Grundschulen, die am Pakt für den Nachmittag teilnehmen, organisieren, werden sowohl von den Eltern als auch von den Lehrkräften bisher sehr positiv gesehen und als deutlicher Fortschritt wahrgenommen. „Der bedarfsorientierte Ausbau unserer Ganztagsangebote ist das eine Ziel“, erläuterte  Lorz. „Das andere ist, in gleichem Maße die Qualität der Angebote zu erhöhen, indem wir landesweite Standards setzen und die Schulen bei der Umsetzung fachlich beraten und unterstützen. Dabei nutzen wir bewährte Strukturen und integrieren neue Angebote.“ Der Landkreis Kassel ist im laufenden Schuljahr zunächst mit der Ernst-Abbe-Schule in Kaufungen, der Ludwig-Emil-Grimm-Schule in Fuldatal und der Regenbogenschule in Lohfelden in den „Pakt für den Nachmittag“ gestartet

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr und in den Schulferien.  Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr, der Schulträger für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote werden in die Ganztags-Angebote einbezogen. Insgesamt hat das Land für den Pakt für den Nachmittag im laufenden Schuljahr rund 198 Stellen zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Zwei Drittel aller Schulträger sind im kommenden Schuljahr bereits dabei

Im dritten Jahr der Einführung des ‚Pakts für den Nachmittag‘ sind im laufenden Schuljahr 21 von insgesamt 33 Schulträgern im Pakt vertreten. Dies entspricht rund zwei Dritteln aller Schulträger in Hessen. Zusätzlich zu den  16 Schulträgerregionen, die bereits im vergangenen Schuljahr im Pakt für den Nachmittag waren, kamen zu Beginn des Schuljahres  mit dem Landkreis Kassel, dem Werra-Meißner-Kreis, dem Landkreis Fulda, dem Lahn-Dill-Kreis und dem Landkreis Limburg-Weilburg fünf weitere Schulträger hinzu. Insgesamt sind  im laufenden Schuljahr 167 Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen im Pakt für den Nachmittag.

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer