Fünf Jahre Modellregion

Wiesbaden als Vorbild und Vorreiter für Inklusion

Thema: 
Inklusion
13.12.2017Hessisches Kultusministerium

img_0292.jpg

Modellregion inklusive Bildung Wiesbaden
© HKM

Am 1. Februar 2013 startete Wiesbaden als Hessens erste Modellregion „Inklusive Bildung“. Anlass genug, nach nunmehr fünf Jahren im Rahmen einer Evaluationsveranstaltung in der Elly-Heuss-Schule gemeinsamen mit vielen Beteiligten auf die Umsetzung der Inklusion in der Landeshauptstadt zurückzublicken. „Wiesbaden hat im Bereich der Inklusion absolute Pionierarbeit geleistet. Das Engagement unserer Schulen, der Stadt als Schulträger und dem Staatlichen Schulamt hat zu einer überaus positiven Aufbruchstimmung geführt, die seit Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung maßgeblich für das erfolgreiche Gelingen der Inklusion hier verantwortlich ist. Dafür möchte ich allen sehr herzlich danken“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz in einem Grußwort an die Teilnehmer.

Im Rahmen der Modellregionen „Inklusive Bildung“ und den daraus resultierenden „inklusiven Schulbündnissen“ garantiert das Land in Wiesbaden wie in allen anderen Modellregionen bzw. Bündnissen alle vorhandenen Förderschullehrerstellen und bietet Eltern zugleich die Möglichkeit an, zwischen einem Besuch einer Förderschule oder der inklusiven Beschulung wählen zu können. Ergänzend dazu stellte die Stadt Wiesbaden zusätzliche sozialpädagogische Kräfte ein, die seitdem die Entwicklung der Inklusion maßgeblich vor Ort unterstützen. Seit dem Start vor fünf Jahren hat sich nicht nur die Akzeptanz gegenüber Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigung oder Behinderung gefestigt, sondern auch eine Vielzahl guter Konzepte zur Umsetzung der Inklusion in den Grund- und weiterführenden Schulen entstanden.

Eine tragfähige und gute Basis für die weitere Zusammenarbeit gebildet

„Zwischen der Stadt Wiesbaden als Schulträger und dem Land Hessen haben wir in den zurückliegenden Jahren eine sehr tragfähige und gute Basis für die weitere Zusammenarbeit gebildet. Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Modellregion Inklusive Bildung, die entwickelten Netzwerke sowie die bewährten Strukturen und Konzepte fließen nun in den nächsten Entwicklungsschritt, die Implementierung der inklusive Schulbündnisse ein. Dort treffen sich die Schulleitungen der allgemeinen Schulen, der Förderschulen und des jeweiligen regionalen Beratungs- und Förderzentrums an einem Tisch, um gemeinsam – auch aufgrund der Kenntnis der regionalen Besonderheiten – den besten Förderort für jedes einzelne Kind mit Beeinträchtigungen und Behinderungen zu finden. Die Übergänge werden sorgfältig gestaltet und begleitet“, so der Minister.

„Praktisch alle Wiesbadener Grundschulen arbeiten inzwischen inklusiv. Außerdem wurde der inklusive Unterricht in den weiterführenden Schulen massiv ausgebaut, so dass mittlerweile elf weiterführende Schulen beteiligt sind. Wiesbaden ist damit ein Vorbild für das Gelingen der Inklusion“, lautete das abschließende Fazit des Kultusministers, der außerdem erläuterte, dass bis Ende des Schuljahrs 2018/2019 die inklusiven Schulbündnisse hessenweit eingeführt werden.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
Schließen