Ausbau des Ganztagsprofil

70 hessische Schulen neu in das "Landesprogramm Ganztagsschulen" aufgenommen

11.04.2013Hessisches Kultusministerium

Porträtfoto der Kultusministerin Nicola Beer

Portraitfoto der Hessischen Kultusministerin Nicola Beer - Alexander von Michalewsky
Portraitfoto der Hessischen Kultusministerin Nicola Beer
© Alexander von Michalewsky

"Bildung, Betreuung und soziales Lernen verbinden und Schülerinnen und Schüler optimal fördern" - 70 hessische Schulen neu in das "Landesprogramm Ganztagsschulen" aufgenommen

Im neuen Schuljahr wird es in Hessen 115 neue Lehrerstellen zur Ausweitung der Ganztagsangebote geben, sodass 70 Schulen aller Schularten, vor allem Grundschulen, neu in das Ganztagsprogramm des Landes aufgenommen werden können.

„Hessen baut das ganztägige Angebot an hessischen Schulen schrittweise und erfolgreich aus. Das Hessische Kultusministerium investiert bereits jetzt 70 Millionen Euro in die Ganztagsbetreuung und jährlich werden weitere 115 Stellen zum Ausbau des Angebotes bereitgestellt“, so die Hessische Kultusministerin Nicola Beer.

Ziel ist es, dass Kinder auch außerhalb der Unterrichtszeit sinnvolle Angebote bekommen. Die Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder, gewandelte Familienstrukturen mit steigender Zahl von Einzelkindern und allein erziehenden Müttern und Vätern sowie eine veränderte Arbeitswelt mit zunehmender Berufstätigkeit beider Elternteile machen in verstärktem Maße die Einrichtung von Betreuungsangeboten erforderlich. So soll erreicht werden, dass Eltern ihre Kinder in einem zeitlichen Rahmen vor und/oder nach dem Unterricht in der Schule gefördert wissen.

Kultusministerin Nicola Beer betonte: "Ganztagsschule kombiniert Kernunterricht, Förderangebote und Wahlkurse mit Bewegungs- und Ruhepausen innerhalb eines festgelegten zeitlichen Rahmens. Schülerinnen und Schüler werden individuell gefördert und können ihre Interessen im Sinne der Persönlichkeitsbildung entwickeln, während ihre Eltern eine Option für die verlässliche Betreuung ihrer Kinder erhalten. Zusätzlich zu den 70 Millionen aus dem „Landesprogramm Ganztagschule“ investiert die Landesregierung daher Haushaltsmittel aus dem Kommunalen Finanzausgleich, um weitere Betreuungsangebote mit insgesamt 6,5 Millionen Euro für das Schuljahr 2012/13 zu fördern“.

Im Schuljahr 2013/14 steigt die Gesamtzahl der hessischen Schulen mit Ganztagsangebot auf insgesamt 917 und damit rund 50% der Schulen. Damit bieten über 95% der Grundschulen und mehr als 60% der Förderschulen Betreuungsangebote an.

Im Folgenden eine Liste der Schulen aus allen Schulamtsbezirken, die zum Schuljahr 2013/14 in das Ganztagsschulprofil 1, das den Einstieg der Schulen in die Entwicklung zur Ganztagsschule bildet, (Ganztagsangebot von sieben Zeitstunden von 7:30 bis 14.30 Uhr an mindestens drei Tagen in der Woche) aufgenommen werden. Hinzukommen werden diejenigen Schulen, die ihr Ganztagsschulprofil 1 erweitern oder zu den Ganztagsschulprofilen 2 und 3 wechseln.

 

Liste der Neuaufnahmen von Schulen:

 

 

Grundschule Elmshausen

Lautertal

Weschnitztalschule

Mörlenbach

Heinrich-Hoffmann-Schule

Darmstadt

Ludwig-Schwamb-Schule

Darmstadt

Erich-Kästner-Schule

Darmstadt

Ernst-Reuter-Schule

Groß-Umstadt

Otzbergschule

Otzberg

Eichwaldschule

Schaafheim

Kerschensteinerschule

Frankfurt

August-Jaspert-Schule

Frankfurt

Heinrich-Seliger-Schule

Frankfurt

Freiligrathschule

Frankfurt

Henri-Dunant-Schule

Frankfurt

Liesel-Oestreicher-Schule

Frankfurt

Cuno-Raabe-Schule

Fulda

Ludwig-Uhlandschule

Gießen

Goetheschule

Gießen

Lindenschule

Alheim

Friedrich-Fröbel-Schule

Bad Hersfeld

Grundschule Brückenhof/Nordshausen

Kassel

Schlossschule

Braunfels

Albert-Schweitzer-Schule 

Wetzlar

Grundschule Bimbach

Großenlüdern/Bimbach

Grundschule Biebesheim

Biebesheim

Wilhelm-Arnoul-Schule

Mörfelden-Walldorf

Kirschbergschule

Reiskirchen

Schule am Bürgerhaus

Rodgau

Erlenbachschule

Elz

Schule am Eschilishov

Limburg-Eschhofen

Lindenschule

Limburg-Lindenholzhausen

Christian-Spielmann-Schule

Weilburg

Schule am Sommerhoffpark

Frankfurt

Brückenschule

Bruchköbel-Roßdorf

Schule am Hain

Gründau-Haingründau

Schule am Weinberg

Langenselbold

Bergwinkel-Grundschule

Schlüchtern

Elmerland-Grundschule

Schlüchtern-Elm

Bilzbergschule

Steinau-Ulmbach

Fröbelschule

Langenselbold

Erich-Kästner-Schule

Marburg

Gesamtschule Fischbach (Eichendorffschule)

Kelkheim

Süd-West-Schule

Eschborn

Lindenschule

Kriftel

Humboldtschule

Offenbach

Uhlandschule

Offenbach

Grundschule Seckmauern

Lützelbach/Seckmauern

Grundschule Mossautal

Mossautal

Geschwister-Grimm-Schule

Hohenstein-Breithardt

Silberbachschule

Taunusstein

Eichgrundschule

Rüsselsheim

Goetheschule

Rüsselsheim

Fuldatal-Schule

Melsungen

Schule an den Türmen

Fritzlar

Ernst-Reuter-Schule

Edermünde

Steinwaldschule

Neukirchen

Eichbergschule

Lauterbach

Wigand-Gerstenberg-Schule

Frankenberg (Eder)

Grundschule Haina

Haina (Kloster)

Grundschule Höringhausen

Waldeck-Höringhausen

Mittelpunktschule Sachsenhausen (im Verbund mit GS Waldeck, 7574)

Waldeck-Sachsenhausen

Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule

Wiesbaden

Hafenschule

Wiesbaden

Karheinz-Böhm-Schule

Waldkappel

Hirschbergschule

Rommerode

Stadtschule Büdingen

Büdingen

Grundschule Fauerbach

Friedberg

Grundschule Ockstadt

Friedberg - Ockstadt

Selzerbachschule

Karben -
Klein-Karben

Frauenwaldschule

Bad Nauheim -
Nieder-Mörlen

Helmut-von-Bracken-
Schule

Friedberg

 

Hintergrund:

Schulen mit Ganztagsangeboten (Profil 1)

bieten an mindestens drei Wochentagen bis 14.30 Uhr Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen sowie erweiterte Angebote im Wahl- und Freizeitbereich an. Das Angebot kann auf bestimmte Jahrgänge begrenzt werden. Die Teilnahme an den zusätzlichen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig. Nach erfolgter Anmeldung durch die Eltern besteht allerdings die Pflicht zur Teilnahme.

Das konkrete pädagogische Konzept entwickelt die Schule selbst. Es ist im Schulprogramm zu verankern, das von der Schulaufsicht genehmigt wird.

Schulen mit Ganztagsangeboten (Profil 2)

bieten ein verlässliches Angebot an fünf Nachmittagen pro Woche. Neben dem Pflichtunterricht werden Förderkurse, Wahlangebote sowie den Unterricht ergänzende und erweiternde Arbeitsgemeinschaften und Projekte, die Betreuung von Hausaufgaben und Stillarbeit sowie die Teilnahme an offenen Sport- und Spielgruppen gewährleistet. Stundenzeiten und der Wechsel von Bildungs- und Freizeitangeboten können schulintern geregelt werden. Betreuungsmöglichkeiten bestehen in der Regel von 7.30 Uhr bis 16 oder 17 Uhr.

Die Verknüpfung von Unterricht und Ganztagsangeboten ist im Schulprogramm ebenso dargestellt wie die enge Kooperation der Ganztagsschule mit dem Schulträger, Einrichtungen der Jugendhilfe, Musikschulen, Vereinen und sonstigen außerschulischen Partnern.

Ganztagsschulen (Profil 3)

bieten nachmittäglichen Pflichtunterricht sowie unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten an fünf Nachmittagen pro Woche an. Der Unterricht findet in der Regel verlässlich in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16 oder 17 Uhr statt. Die Teilnahme an den zusätzlichen Angeboten ist für die Schülerinnen und Schüler ganz oder teilweise verpflichtend. Sobald Eltern ihre Kinder zu freiwilligen Angeboten angemeldet haben, besteht für diese Kurse und Projekte Anwesenheitspflicht. Förderkurse, Wahlangebote sowie den Unterricht ergänzende und erweiternde Arbeitsgemeinschaften, die Betreuung von Hausaufgaben und Stillarbeit sowie die Teilnahme an offenen Sport- und Spielgruppen zählen zum Angebot. Stundenzeiten und der rhythmisierte Wechsel von Bildungs- und Freizeitangeboten werden durch die Schule im Einzelnen geregelt.

Die Verknüpfung von Unterricht und Ganztagsangeboten ist im Schulprogramm ebenso dargestellt wie die enge Kooperation der Ganztagsschule mit dem Schulträger, Einrichtungen der Jugendhilfe, Musikschulen, Vereinen und sonstigen außerschulischen Partnern.

 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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