Inklusion

Besuch der Ortenbergschule in Frankenberg

Thema: 
Inklusion
18.01.2017Hessisches Kultusministerium

Kultusstaatsekretär Lösel informiert sich über die inklusive Beschulung an der Ortenbergschule in Frankenberg

Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel hat heute die Ortenbergschule in Frankenberg besucht und sich über die schulische Förderung und Integration von Kindern mit Behinderung informiert. „Der Ausbau der inklusiven Beschulung ist eines unserer wichtigsten bildungspolitischen Themen in der laufenden Legislaturperiode. Daher freue ich mich sehr zu sehen, mit welcher Hingabe und mit welchem Erfolg die ganze Schulgemeinde sich diesem gesellschaftlich bedeutsamen Thema mit all ihrer Kraft widmet“, erklärte der Staatssekretär bei seinem Rundgang und ergänzte: „Dort, wo die Eltern eine Beschulung ihres Kindes in der Regelklasse wünschen, werden wir bzw. die Schule dies ermöglichen und kein Kind zurücklassen. Ein Grundsatz, dessen Umsetzung ich heute hier an jeder Ecke eindrucksvoll gespürt habe.“

Eine Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe

Die Ortenbergschule ist eine Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe des Landkreis Waldeck-Frankenberg und wird aktuell von 480 Schülerinnen und Schülern besucht. Davon werden 41 Schülerinnen und Schüler in 17 Klassen inklusiv beschult. Die Art der Behinderung dieser Schülerinnen und Schüler reicht vom Autismus über die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache, Hören, Sehen und körperliche Entwicklung bis hin zum Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.

Für die Umsetzung der Inklusion steht der Schule eine personelle wie materielle Grundausstattung zur Verfügung, die über die Möglichkeiten einer normalen Regelklasse hinausgeht. So ist in vielen Fächern eine Doppelbesetzung mit normalen Lehrkräften und Förderschullehrerinnen- und Lehrern bzw. Sozialpädagogen gewährleistet. Außerdem wurden für die Inklusionsklassen in unmittelbarer Nähe zum Klassenraum sogenannte „Differenzierungsräume“ eingerichtet, um bei Bedarf in Kleingruppen arbeiten zu können. Nicht zuletzt ist das gesamte Schulgebäude „behindertengerecht" gestaltet, so dass zum Beispiel Rollstuhlfahrer jeden Klassen- oder Fachraum ohne Probleme über den Fahrstuhl erreichen können. Einige Klassenräume wurden auch speziell für seh- und/oder hörbehinderte Schüler gestaltet. „Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung sollen täglich erfahren, dass sie alle ein Teil einer Gemeinschaft sind, in der sich Stärken und Schwächen in einer Gruppe so ergänzen, dass am Ende immer ein gemeinsames Ziel erreicht werden kann“, so der Staatssekretär abschließend.

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