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Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Der „Pakt für den Nachmittag“ startet in der Stadt Offenbach a.M.

Thema: 
Ganztag
12.07.2016Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz, Bürgermeister Schneider und Stadtrat Weiß unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

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Start für Pakt für den Nachmittag Stadt Offenbach
© HKM

Die Stadt Offenbach startet im kommenden Schuljahr 2016/17 als weiterer Schulträger in den „Pakt für den Nachmittag“. Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Bürgermeister Peter Schneider und Stadtrat Paul-Gerhard Weiß unterzeichneten heute in der Eichendorffschule in Offenbach die Kooperations­vereinbarung zwischen dem Land und der Stadt für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen. „Ich freue mich, hier zu sein und nun auch den Startschuss für die Beteiligung des Landes Hessen an einem zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Ganztagsangebot in der Stadt Offenbach geben zu können. Mit der heutigen Unterzeichnung des ‚Pakts für den Nachmittag‘ konnten wir zehn neue Schulträger aufnehmen, die zum kommenden Schuljahr den Pakt umsetzen. Dies ist ein wichtiger Tag für die Schullandschaft hier in der Stadt und in ganz Hessen“, stellte Kultusminister Lorz im Rahmen eines kurzen Grußwortes zufrieden fest und ergänzte: „In einer sich veränderten Gesellschaft ist es die gemeinsame Aufgabe von Land und Schulträger, dem Wunsch vieler berufstätiger Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht zu werden. Und genau dies leistet der Pakt mit seinem zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Ganztagsangebot.“

Bewährtes ausbauen - zum Wohle der Kinder

Bürgermeister Peter Schneider stellte fest: „‎In Offenbach haben wir trotz angespannter Haushaltslage mit dem Ganztagsklassenmodell schon seit vielen Jahren ein bewährtes Ganztagsangebot, bei dem die Schulen und der Eigenbetrieb Kindertagesstätten hervorragend zusammenarbeiten. Mit dem Pakt für den Nachmittag können wir Bewährtes ausbauen, zum Wohle unserer Kinder. Das ist ein großer Schritt nach vorne, weitere werden folgen."

„Wichtig ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Ganztagsarbeit an unseren Schulen. Der Pakt für den Nachmittag hilft uns, das Angebot der freiwillig anwählbaren Ganztagsklassen in Offenbach sowohl auszubauen als auch pädagogisch aufzuwerten. Für den schulischen Erfolg vieler Kinder ist das besonders wichtig“, erläuterte Stadtrat Paul-Gerhard Weiß.

Der Kultusminister betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter. Uns ist besonders wichtig, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt werden, sondern die schon bewährten etablierten Strukturen ergänzt und noch besser miteinander verzahnt werden.“ In der Stadt Offenbach setzt der „Pakt für den Nachmittag“ auf das bereits etablierte Ganztagsklassenmodell des Eigenbetriebs Kindertagesstätten auf. Die Beteiligung des Landes ermöglicht zukünftig eine qualitativ hochwertige personelle Ausstattung wie den weiteren Ausbau dieses Modells.

Mittel aus dem Programm für sechs Grundschulen

Sechs Grundschulen erhalten zum kommenden Schuljahr Mittel aus dem Programm „Pakt für den Nachmittag“. Diese sind:

  • Eichendorffschule
  • Goetheschule
  • Hafenschule
  • Mathildenschule
  • Grundschule Buchhügel
  • Beethovenschule

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Das Besondere am „Modell Offenbach“ ist die Möglichkeit der Eltern, im Rahmen ihrer freien Entscheidung die Kinder für vier Jahre Grundschule in ein System gebundener Ganztagsklassen einzuwählen. In der Stadt Offenbach arbeiten die Lehrkräfte an den Grundschulen und die pädagogischen Fachkräfte des Eigenbetriebs Kindertagesstätten Offenbach (EKO), der an allen teilnehmenden Schulen das Ganztagsklassenmodell trägt, Hand in Hand – sie übernehmen die gemeinsame Verantwortung für die Gestaltung eines ganzen Schultages. Diese bewährte Verzahnung von Jugendhilfe als Hort und Schule startete bereits vor Jahren an der Eichendorffschule und ist zwischenzeitlich an den sechs o.g. Grundschulen etabliert. Der heute unterzeichnete Pakt für den Nachmittag knüpft nahtlos daran an. Als bewährter Träger von Tageseinrichtungen für Kinder verfügt der EKO über wertvolle Erfahrungen auf dem Gebiet der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen in Form von Lehrerstellen und Mitteln zusätzlich zur Verfügung. Damit leistet das Land einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die in Offenbach genauso gelten wie andernorts.

Hintergrund:

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im laufenden Schuljahr (2015/16) zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Zum kommenden Schuljahr steigen zehn weitere Schulträgerregionen ein, so dass dann die Hälfte aller hessischen Schulträger am Pakt teilnehmen wird. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden im Schuljahr 2016/2017 nach jetzigem Stand 122 Grundschulen in 16 Schulträgerregionen dabei sein.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer