Hessische Grundschulen

Der „Pakt für den Nachmittag“ startet im Lahn-Dill-Kreis

Thema: 
Ganztag
02.06.2017Hessisches Kultusministerium

Kultusstaatsekretär Lösel, Landrat Schuster und der Erste Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

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„Pakt für den Nachmittag“ startet im Lahn-Dill-Kreis
© HKM

Der Lahn-Dill-Kreis startet im kommenden Schuljahr 2017/18 als weitere Schulträgerregion in den „Pakt für den Nachmittag“. Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel, Landrat Wolfgang Schuster und der Erste Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber unterzeichneten heute in der Philipp-Schubert-Schule in Wetzlar-Hermannstein die Kooperations­vereinbarung zwischen dem Land und dem Kreis für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen. „Es ist mir eine große Freude, heute hier in Wetzlar zu sein und nun auch den Startschuss für ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Ganztagsangebot im Lahn-Dill-Kreis geben zu können. Die Unterzeichnung des ‚Pakts für den Nachmittag‘ ist ein guter Tag für die Schullandschaft hier im Kreis“, stellte Staatssekretär Lösel im Rahmen eines kurzen Grußwortes zufrieden fest und ergänzte: „Ich bin der festen Überzeugung, dass es in einer sich veränderten Gesellschaft die gemeinsame Aufgabe von Land und Schulträger ist, dem Wunsch vieler berufstätiger Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht werden. Und genau dies leistet der Pakt. Darauf können alle beteiligten Akteure stolz sein!“

Betreuungsangebot weiter optimieren

„Wir sind sehr glücklich darüber, unser bisher bereits gut und breit aufgestelltes Betreuungsangebot mit dem Landesprogramm ‚Pakt für den Nachmittag‘ qualitativ weiter verbessern und optimieren zu können“, erklärten Landrat Wolfgang Schuster und der Erste Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber.

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land  die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die im Lahn-Dill-Kreis genauso gelten wie andernorts. Der Staatssekretär betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter. Uns ist besonders wichtig, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt werden, sondern die schon bestehenden etablierten Strukturen ergänzt und noch besser miteinander verzahnt werden.“

Zusätzliche Stellen an sechs Grundschulen

Der Lahn-Dill-Kreis startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit sechs Grundschulen in den „Pakt für den Nachmittag“. Diese sind:

  • Philipp-Schubert-Schule, Wetzlar-Hermannstein
  • Mittelpunktgrundschule Haiger
  • Dernbachschule, Herborn-Seelbach
  • Schlossschule, Braunfels
  • Grundschule Waldgirmes an der Lahnaue, Lahnau
  • Geschwister-Scholl-Schule, Wetzlar

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wie beispielsweise die „Freizeitvilla“, ein städtisches Betreuungsangebot, werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Hintergrund zum „Pakt für den Nachmittag“

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im Schuljahr 2015/16 zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden. Im laufenden Schuljahr sind zehn weitere Schulträgerregionen eingestiegen, im kommenden Schuljahr 2017/18 kommen noch einmal fünf hinzu, so dass dann fast zwei Drittel aller hessischen Schulträger (21 von 33) am Pakt teilnehmen werden. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 168 Grundschulen in 21 Schulträgerregionen dabei sein. 

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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