KOOPERATIONSVEREINBARUNG UNTERSCHRIEBEN

Der „Pakt für den Nachmittag“ startet im Landkreis Offenbach

Thema: 
Ganztag
11.07.2016Hessisches Kultusministerium

Kultusminister Lorz, Landrat Quilling und die Erste Kreisbeigeordnete Jäger unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Start für Pakt für den Nachmittag im Landkreis Offenbach
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© HKM

Der Landkreis Offenbach startet im kommenden Schuljahr 2016/17 als weitere Schulträgerregion in den „Pakt für den Nachmittag“. Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Landrat Oliver Quilling und die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger unterzeichneten heute in der Albert-Schweitzer-Schule in Neu-Isenburg die Kooperations­vereinbarung zwischen dem Land und dem Kreis für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen. „Ich freue mich, heute hier in Neu-Isenburg zu sein und nun auch den Startschuss für ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Ganztagsangebot im Landkreis Offenbach geben zu können. Die Unterzeichnung des ‚Pakts für den Nachmittag‘ ist ein guter Tag für die Schullandschaft hier im Kreis“, stellte Kultusminister Lorz im Rahmen eines kurzen Grußwortes zufrieden fest und ergänzte: „Ich bin der festen Überzeugung, dass es in einer sich veränderten Gesellschaft die gemeinsame Aufgabe von Land und Schulträger ist, dem Wunsch vieler berufstätiger Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht werden. Und genau dies leistet der Pakt. Darauf können alle beteiligten Akteure stolz sein!“

Das Thema Bildung hat schon seit Jahren hohe Priorität

„Im Kreis Offenbach hat das Thema Bildung schon seit Jahren hohe Priorität“, erklären Landrat Oliver Quilling und Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, „dazu gehören zum einen moderne Schulen und zum anderen der systematische Ausbau der Betreuung, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Im Kreis gibt es bereits an allen Grundschulen Betreuungsangebote, die zum Teil sehr unterschiedlich organisiert werden. Hier haben Fördervereine in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet. Jahr für Jahr steigt die Nachfrage nach Betreuung. Im Kreisdurchschnitt nehmen rund 60% aller Grundschulkinder ein Betreuungsangebot in Anspruch. 73% unserer Grundschulen nehmen am Landesprogramm Ganztagsschule teil. Mit dem „Pakt für den Nachmittag“ können wir nun einen erheblichen Schritt weitergehen und die bestehenden Angebote auf Grund der zusätzlich verfügbaren Ressourcen stärker rhythmisieren.

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land  die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die im Hochtaunuskreis genauso gelten wie andernorts. Der Kultusminister betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter. Uns ist besonders wichtig, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt werden, sondern die schon bestehenden etablierten Strukturen ergänzt und noch besser miteinander verzahnt werden.“

Start für den Nachmittag

Der Landkreis Offenbach startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit zwei Grundschulen in den „Pakt für den Nachmittag“. Diese sind:

  • Albert-Schweitzer-Schule, Neu-Isenburg
  • Ludwig-Uhland-Schule, Neu-Isenburg

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wie beispielsweise die „Freizeitvilla“, ein städtisches Betreuungsangebot, werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Hintergrund:

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im laufenden Schuljahr (2015/16) zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Zum kommenden Schuljahr steigen zehn weitere Schulträgerregionen ein, so dass dann die Hälfte aller hessischen Schulträger am Pakt teilnehmen wird. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 122 Grundschulen in 16 Schulträgerregionen dabei sein. 

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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