Europäischer Sozialfonds (ESF)

Ein „PuSch“ für den erfolgreichen Start ins Berufsleben!

Thema: 
Berufliche Bildung
16.12.2014Hessisches Kultusministerium

EU-Kommission bewilligt neues Förderprojekt für abschlussgefährdete Jugendliche

Überblick Pusch
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Gute Nachrichten aus Brüssel: Die EU-Kommission hat im Rahmen der aktuellen Förderperiode aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ein neues Projekt des Hessischen Kultusministeriums bewilligt: „Ich freue mich sehr über das grüne Licht aus Brüssel“, erklärte heute der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden. „Mit unserem Förderprogramm PuSchPraxis und Schule – führen wir die bewährte Förderung abschlussgefährdeter Jugendlicher mit neuen Akzenten fort.“ Das Förderprogramm PuSch stehe in der Nachfolge der Erfolgsprojekte SchuB (Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb) und EIBE (Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt). „Aufgrund des Erfolges von SchuB und EIBE war es unser Ziel, bei der Planung der neuen Förderperiode ein Projekt mit vergleichbarer Zielrichtung und innovativen Akzenten aufzusetzen“, erläuterte der Kultusminister weiter. „Wir geben also einen neuen 'PuSch' für den erfolgreichen Start ins Berufsleben.“

Ziel von PuSch ist es, abschlussgefährdete und förderbedürftige Jugendliche durch gezielte sozialpädagogische Begleitung zum Hauptschulabschluss und weiter zur Ausbildungs- und Berufswahlreife zu führen. Dabei ist das hessische Projekt in zwei Teile gegliedert:

  • PuSch A: Förderung von Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen
  • PuSch B: Förderung von Schülerinnen und Schülern ohne Hauptschulabschluss an beruflichen Schulen

Die neue ESF-Förderperiode läuft von 2014 bis 2020. Projektstart für das Förderprogramm PuSch ist der 1. August 2015.

ESF-Projekt wird um Landesprogramm ergänzt

„Die Summe der ESF-Mittel für PuSch beträgt insgesamt rund 18,6 Mio. Euro für die nächsten sieben Jahre; die Kofinanzierung durch das Land ist mindestens doppelt so hoch“, erklärte Lorz. Die ESF-Mittel werden zu gleichen Teilen auf PuSch A und PuSch B verteilt. Im Vergleich zur letzten Förderperiode liegen die bewilligten Mittel rund 10% niedriger. „Deshalb werden wir für den Fall, dass die ESF-Mittel nicht ausreichen, eine konzeptionell gleiche Förderung aus eigenen Mitteln im Rahmen von PuSch-Land anbieten“, so der Kultusminister.

Die Programme SchuB und EIBE laufen noch bis zum 31. Juli 2015. „Mit dem Start des neuen Förderprogramms zum Schuljahresbeginn 2015/2016 schaffen wir also einen lückenlosen Übergang von der laufenden zur neuen Förderperiode“, betonte Kultusminister Lorz.

Bewährte Elemente werden fortgeführt

Das Förderprogramm PuSch übernimmt bewährte Elemente von SchuB und EIBE, verbindet sie miteinander und ergänzt sie um innovative Elemente. „Kern der Förderung ist und bleibt die sozialpädagogische Begleitung. Die ESF-Mittel sollen deshalb in vollem Umfang hierfür eingesetzt werden“, so Lorz weiter. Die Kosten für Arbeitsmittel, Fortbildungsmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und Projektregie werden vollständig vom Land getragen. „Auch  bei PuSch wird es  einen intensiven Praxisbezug durch Unterricht an beruflichen Schulen und betriebliche Lerntage geben.“ Der Unterricht verläuft handlungs- und projektorientiert. Die Lerngruppenobergrenzen liegen in PuSch A bei maximal 18 Schülerinnen und Schülern, in PuSch B bei maximal 16. „Neu bei PuSch wird eine verstärkte Zusammenarbeit der allgemeinbildenden und der beruflichen Schulen bei der Projektdurchführung sein“. So solle beispielsweise das Knowhow der beruflichen Schulen schon den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I zugutekommen. Die Jugendlichen im PuSch-Programm werden bis zu drei Jahre gefördert.

Im 1. Quartal 2015 sollen die Förderrichtlinie und die Leitlinie für PuSch ausgearbeitet und den Schulen im Rahmen einer „Road-Show“ vorgestellt werden. Dann haben die Schulen die Möglichkeit, sich für das neue Förderprogramm zu bewerben.

„Mit unserem Förderprogramm PuSch wollen wir die erfolgreiche Arbeit von SchuB und EIBE  fortsetzen. Auch in Zukunft werden wir keinen Jugendlichen auf der Strecke lassen“, sagte Lorz.

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer
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