Expertentagung in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt

16.05.2014Hessisches Kultusministerium

„Gemeinsam lernen, individuell fördern – ein Gesamtkonzept zur optimalen Förderung in Hessen“ ist der Titel der Expertentagung am 16. Mai 2014 in der Deutschen Nationalbibliothek in  Frankfurt am Main.

Gesamtkonzept zur optimalen Förderung in Hessen

Eingeladen sind rund 140 Expertinnen und Experten aus ganz Hessen, darunter Schülervertretungen, Lehrkräfte, Schulleitungen, Eltern, Vertreterinnen und Vertreter aus der Bildungsverwaltung und der Wissenschaft sowie von Schulträgern, Verbänden und Stiftungen, die sich alle gemeinsam mit der Frage auseinandersetzen, wie ein Gesamtkonzept zur optimalen Förderung in Hessen aussehen kann.

Staatssekretär Dr. Lösel eröffnet mit einem Grußwort und formuliert die Situation und das Ziel: „Die hessischen Kinder und Jugendlichen können nicht unterschiedlicher sein. Sie kommen aus ländlichen oder aus klein- bis großstädtischen Einzugsgebieten. Sie haben einen deutschen oder multikulturellen Hintergrund und sind geprägt von vielfältigen sozialen und kulturellen Einflüssen. Diese Vielfalt wird als Chance verstanden, bringt aber auch große Herausforderungen für Bildung und Erziehung mit sich. Das Hessische Kultusministerium und die hessischen Schulen stellen sich diesen Herausforderungen – durch gemeinsames Lernen und individuelle Förderung als Bildungschance für alle.“

Expertengruppen diskutierten in sechs Foren

Dem Impulsreferat von Prof. Dr. Elmar Souvignier (Wilhelms-Universität Münster, Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung) zu den Schwerpunkten Diagnostik, Förderung und Evaluation folgt die Ausführung von Ministerialrat Wolf Schwarz zu dem aktuellen Stand eines Gesamtkonzepts zur individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler an den hessischen Schulen. Ziel ist es, alle Fördermaßnahmen so aufeinander abzustimmen und zu bündeln, dass Schülerinnen und Schüler entlang der Voraussetzungen, die sie mitbringen, in die Lage versetzt werden, die für sie optimalen Leistungen zu erbringen - mit der von ihnen benötigten Zeit und auf einem ihnen gemäßen Weg.

Auf der Tagung selbst beschäftigen sich Expertengruppen aus den unterschiedlichsten Bereichen in den sechs Foren „Ganztag“, „Lehrerbildung“, „Qualifizierung von Schule“,  „Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund“, „Inklusion“ und „Förderbereiche auf Fachebene“ im Rahmen der grundlegenden Fragen:

  • Welche Strukturen sind für die verschiedenen Fördermaßnahmen, Angebote, Projekte, Initiativen notwendig, um ihre positiven Auswirkungen, ihre Vielfalt und Qualität zu erhalten, aber sie in einem Gesamtkonzept aufeinander zu beziehen – von der Kindergartenzeit bis zum Übergang zu Beruf und Studium?
  • Welche Förderinhalte, -methoden und -didaktiken sind notwendig, um in allen fachlichen Bereichen den unterschiedlichen Bedarfen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden, damit sie ihren Lernweg mit der von ihnen benötigten Zeit wahrnehmen können?
  • Welche Qualifizierung benötigen die ‚Akteure‘, damit  „Gemeinsam lernen und individuell fördern“ an den Schulen umgesetzt werden kann?

Für das Hessische Kultusministerium werden sie wertvolle Hinweise zu dem entworfenen Förderkonzept geben.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer