Inklusion

Inklusiver Unterricht in Hessen

05.09.2013Hessisches Kultusministerium

Porträtfoto der Kultusministerin Nicola Beer

Portraitfoto der Hessischen Kultusministerin Nicola Beer - Alexander von Michalewsky
Portraitfoto der Hessischen Kultusministerin Nicola Beer
© Alexander von Michalewsky

Derzeit werden in Hessen rund 6.400 Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung und rund 22.000 ohne festgestellten Anspruch auf sonderpädagogische Förderung an allgemeinen Schulen sonderpädagogisch beraten und unterstützt.

Mit der Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung in Hessen war es möglich, die Zahl der Ablehnungen bereits im ersten Jahr der Umsetzung nahezu zu halbieren. Ziel ist es, den Anteil der Förderschulbesuchsquote langfristig zu senken und mehr Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen an der allgemeinen Schule zu unterrichten.

Vielfalt der Angebote bleibt erhalten

Die Zielsetzung der Landesregierung ist eine gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in allen Lebensbereichen. Um dies zu verwirklichen und für jede Schülerin bzw. jeden Schüler die passgenaue Förderung zu ermöglichen, bedarf es verschiedener, individueller Angebote.

Die Einrichtung der Modellregionen „Inklusive Bildung“ (Stadt Wiesbaden und Kreis Hochtaunus) zeigt deutlich, dass hier gut durchdachte Veränderungsprozesse und ein sukzessiver Ausbau des Inklusiven Unterrichts erfolgt. In den einzelnen Konzepten ist sowohl der Bereich der Fortbildung als auch eine wissenschaftliche Begleitung zentraler Bestandteil. Die Erfahrungen der Modellregionen sind notwendig, um einen erfolgreichen Ausbau inklusiver Schulstrukturen hessenweit zu entwickeln.

Kontinuierlicher Ausbau inklusiver Angebote

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung an allgemeinen Schulen hat sich im Laufe der Legislaturperiode deutlich erhöht. Die hohe Steigerungsrate wurde unter anderem durch die bildungsstatistische Analyse „Inklusion in Deutschland“ bestätigt. Damit einhergehend wurden die Förderschullehrerstellen in den allgemeinen Schulen auf über 1.650 angehoben. Auch in den nächsten Schuljahren soll diese Zahl kontinuierlich erhöht werden, jährlich um mindestens 40 zusätzliche Stellen.

Arbeit der Beratungs- und Förderzentren und der allgemeinen Schule

Allgemeine Schulen werden in ihrer inklusiven Schulentwicklung und in der Förderung der Kinder und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen bzw. Behinderung von Beratungs- und Förderzentren mit hoher Fachkompetenz unterstützt. Eine bestmögliche Förderung gelingt durch den engagierten Einsatz der Lehrkräfte sowohl an der allgemeinen Schule als auch die Lehrerinnen und Lehrer der Beratungs- und Förderzentren bzw. der Förderschulen.

Inklusiver Unterricht hessenweit

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der inklusiven Strukturen im Sinne einer systematischen Verknüpfung von vorbeugenden Maßnahmen und sonderpädagogischer Förderung ist notwendig. Erfahrungen der Schulen mit (ehemals) Gemeinsamen Unterricht können durch fachlichen Austausch und Transfer in der Region an die Schulen weiter gegeben werden, die in ihrer Entwicklung noch am Anfang stehen. Die jahrzehntelangen Erfahrungen verbleiben so nicht punktuell an wenigen Schulen, sondern hessische Schulen können flächendeckend hiervon profitieren.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Stefan Löwer
Schließen