Fördervereinbarung

Kulturelle Bildung an hessischen Schulen wird nachhaltig verankert

18.09.2014Hessisches Kultusministerium
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und der Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Winfried Kneip, unterzeichnen Vereinbarung zur kulturellen Bildung an Schulen
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Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und der Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Winfried Kneip, unterzeichnen Vereinbarung zur kulturellen Bildung an Schulen
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Kulturelle Bildung soll an hessischen Schulen künftig fest verankert werden. Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und der Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Winfried Kneip, haben dafür heute im festlichen Rahmen eine Fördervereinbarung unterzeichnet. Sie legt die Basis zur Umsetzung der Kooperationsvereinbarung, die für den Zeitraum von 2013 bis 2017 geschlossen worden war. „Ich freue mich sehr, dass unsere Schulen im Rahmen ihrer zunehmenden Selbstständigkeit, kulturelle Bildung als Motor ihrer Entwicklung nutzen“, hob Kultusminister Lorz hervor. „Damit gelingt es, äußerst attraktive, individuelle Schulprofile zu erarbeiten, die unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich fördern.“ Der Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Winfried Kneip, ergänzte: „Stiftung Mercator möchte dazu beitragen, dass allen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu kultureller Bildung mit einer hohen künstlerischen Qualität ermöglicht wird. In der Schule können auch Kinder erreicht werden, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft keinen selbstverständlichen Zugang dazu haben. Daher freuen wir uns sehr über die Initiative des Kultusministeriums Hessen zur Stärkung kultureller Bildung in Schulen.“

Rahmenprogramm „Kreativpotentiale“ der Stiftung Mercator

Ort der Unterzeichnung war die Diltheyschule Wiesbaden, KulturSchule der ersten Staffel seit 2008. In das Rahmenprogramm „Kreativpotentiale“ der Stiftung Mercator bringt sich Hessen mit dem Projekt „Schulentwicklung durch Kulturelle Bildung – KulturSchule Hessen Staffel 3“ ein. Zentrales Ziel der Kooperation ist es, die Akteure der kulturellen Schulentwicklung zu qualifizieren und das Thema in den Strukturen der Schulen und der Unterstützungssysteme nachhaltig zu implementieren. Zu den in Hessen bereits bestehenden elf KulturSchulen der ersten beiden Staffeln werden zehn neue Schulen – darunter Integrierte und Kooperative Gesamtschulen, Förderschulen und Gymnasien – hinzukommen. Die Kooperation ermöglicht eine umfangreiche Qualifizierung der Lehrkräfte dieser zehn Schulen der dritten Staffel in der Burg Fürsteneck, Akademie für berufliche und musisch-kulturelle Weiterbildung. Schulleitungen, KulturSchul-Beauftragte sowie die Fachberater für kulturelle Bildung an den Staatlichen Schulämtern erhalten durch die Führungsakademie eine Qualifizierung für die komplexen Steueraufgaben der kulturellen Schulentwicklung.

Referenzschulen geben Erfahrungen an andere Schulen weiter

Die 21 über das ganze Land verteilten KulturSchulen dienen für die einzelnen Schulamtsregionen jeweils als Referenzschulen, die ihre Erfahrungen und Konzepte an benachbarte Schulen weitergeben sowie Kooperationen mit starken Bildungspartnern in den Regionen aufbauen können. Kern der Kooperation mit der Stiftung Mercator ist weiterhin eine nachhaltige Qualitätssicherung und Evaluation. So sollen Ergänzungen zum ‚Hessischen Referenzrahmen Schulqualität‘ für alle hessischen Schulen Kriterien formulieren, wie sie die im Schulgesetz verankerte kulturelle Praxis vertiefen und verstetigen können. Begleitend werden Instrumente für die Anwendung der Kriterien Kultureller Bildung in der Schulinspektion sowie in der Schulprogrammarbeit und schulinternen Evaluation entwickelt oder weiterentwickelt.“

„In unserem Schulgesetz ist die kulturelle Praxis als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgabe verankert. Sie soll allen Kindern, unabhängig von sozialer Herkunft oder dem Bildungshintergrund der Eltern, einen Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen ermöglichen und an eine Teilhabe am kulturellen Leben heranführen“, erklärte Kultusminister Lorz. „Darüber hinaus ermöglichen künstlerische Lernformen neue Zugänge zu Themen aller – auch naturwissenschaftlicher Fächer – und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu einem pädagogischen Ganztagskonzept. Umso erfreulicher ist es, die Stiftung Mercator als einen so starken Partner zur Unterstützung dieser positiven Entwicklung unserer Schulen gewonnen zu haben“, betonte Lorz.

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer