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Qualifizierungsmodell

Kultusminister Lorz gibt Startschuss für Pilotprojekt zur Schulleiterqualifizierung

29.09.2016Hessisches Kultusministerium

„Wir wollen künftige Schulleiterinnen und Schulleiter noch gezielter auf ihre herausfordernden Tätigkeiten vorbereiten.“

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Pilotprojekt Schulleiterqualifizierung
© HKM

„Schulleiterinnen und Schulleiter sind die entscheidenden Gestalter unseres Schulsystems. Sie tragen die Gesamtverantwortung für die Entwicklung ihrer Schule“, erklärte heute Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz anlässlich der Auftaktveranstaltung für ein Pilotprojekt zum neuen Qualifizierungsmodell für künftige Schulleiterinnen und Schulleiter in Hessen. Heute sei allgemein anerkannt, dass professionelles und zielgerichtetes Führungshandeln eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Schule sei und bedeutenden Einfluss auf die pädagogische Arbeit, den Lernerfolg der Schülerinnen und den schulischen Qualitätsentwicklungsprozess habe. „Deshalb wollen wir künftige Schulleiterinnen und Schulleiter noch besser auf ihre künftigen Aufgaben vorbereiten und sie auf diesem Weg unterstützen“, hob Lorz hervor.

32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Der Kultusminister begrüßte die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Pilotprojekts gemeinsam mit der Vorstandsvorsitzenden der Heraeus-Bildungsstiftung, Dr. h.c. Beate Heraeus. Sie wurden aus insgesamt 120 Bewerbungen ausgewählt. Die Heraeus-Bildungsstiftung ist Kooperationspartner der Hessischen Lehrkräfteakademie bei diesem Pilotprojekt. Gemeinsam haben sie die Module des Qualifizierungsmodells entwickelt und führen diese in der Pilotphase auch durch. Die Teilnehmer stammen alle aus dem „Kooperationsverbund Mitte“, zu dem sich die Staatlichen Schulämter Marburg-Biedenkopf, Gießen/Vogelsberg, Hochtaunus/Wetterau und Lahn-Dill/Limburg-Weilburg zusammengeschlossen haben. Die Gruppe besteht je zur Hälfte aus Frauen und Männern und vertritt alle Schulformen und Bildungsgänge.

Die Stärkung und Professionalisierung von Schulleiterinnen und Schulleitern in Hessen ist Ziel des Hessischen Kultusministeriums. Das Qualifizierungsmodell für künftige Schulleiterinnen und Schulleiter ist eine Weiterentwicklung bereits bestehender Elemente zur Schulleiterqualifizierung. Neu sind dabei eine besondere Systematik, die Innovation der Module und die Transparenz des Verfahrens für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denn alle Verfahrensschritte sind bekannt und werden von allen durchlaufen. Darüber hinaus sollen künftig alle Maßnahmen, die auf die verantwortungsvolle Aufgabe des Schulleiters bzw. der Schulleiterin vorbereiten, verbindlich sein sowie zentral und rechtssicher für alle Interessierten geregelt werden.

Wo liegen die Vorteile des neuen Qualifizierungsmodells?

Mit der stärkeren Systematisierung der neuen Qualifizierung sowie einer vom Auswahlverfahren abgekoppelten Eignungsüberprüfung werden unter anderem diese Ziele verfolgt:

  • Die gezielte Vorbereitung auf den Beruf der Schulleiterin bzw. des Schulleiters stärkt diese in ihrem neuen Aufgabengebiet und gibt ihnen größere Handlungssicherheit.
  • Die klare Struktur des Verfahrens erhöht die Planbarkeit des Berufsweges für Interessentinnen und Interessenten.
  • Qualifizierung und Eignungsüberprüfung basieren erstmalig durchgängig auf einem Kompetenzprofil.

„Durch die Qualifizierung und die anschließende Eignungsfeststellung schaffen wir eine sehr gute Voraussetzung, um den gestiegenen und komplexen beruflichen Anforderungen an Schulleitungen zu begegnen“, sagte Kultusminister Lorz. Den 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünschte er viel Erfolg, tolle Eindrücke und gute Erfahrungen: „Sie sind jetzt die Wegbereiter für den Eintritt in eine neu Ära der Qualifizierung – dafür bedanke mich auch ganz persönlich!“

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Pressesprecher: 
Stefan Löwer